Fotostrecken

Xiang Jing, Bang!, 2002

"China 8" an Rhein und Ruhr NRW wird Reich der Mitte

Acht Städte, neun Museen, rund 120 Künstler und 500 Exponate: Das NRW-weite Ausstellungsprojekt "China 8", das am Freitag startet, ist die bislang größte Schau aktueller chinesischer Kunst weltweit. Sie wartet mit imposanten Werken auf. Und ist trotzdem nicht unumstritten. Fotos [mehr]

Gruppenbild der deutschen Teilnehmer an der Biennale Venedig 2015

Deutscher Biennale-Pavillon 2015 Die Bildfabrik

Auf der 56. Biennale von Venedig präsentieren 90 Nationen ab Samstag wieder Kunst ihrer Länder. Der Essener Kurator Florian Ebner hat den deutschen Pavillon in eine Art Denkfabrik verwandelt, die permanent neue Bilder produziert: Bilder gegen den Mainstream, Bilder im Kopf - und reale Bilder, die der Besucher gar nicht sehen kann. Fotos [mehr]


Urbo Kune

"Urbo Kune" beim Festival Acht Brücken Zu Besuch in einer Utopie

"Urbo Kune" heißt die fiktive Stadt, die am Wochenende für 25 Stunden in der Kölner Philharmonie entstanden ist. Eine Stadt aus Musik, Kunst, Wissenschaft, Film und Literatur – erdacht als Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Europa. Das Projekt ist beim Musikfestival Acht Brücken uraufgeführt worden. Fotos [mehr]

Comiczeichnung Froschregen

WDR 3 Feature Charles Forts Sammlung unerklärlicher Phänomene

Ob Ufos, regnende Frösche oder Poltergeister - je unwahrscheinlicher ein Phänomen, umso mehr interessierte es den amerikanischen Schriftsteller Charles Fort. Anfang des 20. Jahrhunderts sammelt Fort Berichte von unerklärlichen Ereignissen und entwickelt seine eigenen Theorien zur Erklärung. Er will damit auf die Leerstellen der wissenschaftlichen Beweisführung aufmerksam machen. Fotos [mehr]

Kulturnachrichten

  • Kunstwerk aus Gurlitt-Sammlung wird versteigert

    Max Liebermanns Gemälde "Zwei Reiter am Strand" aus der umstrittenen Gurlitt-Sammlung soll versteigert werden. Es ist unter den ersten Werke, die an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben wurden. Der 90-jährige Großneffe des einstigen Eigentümers, David Toren, ist inzwischen erblindet. Das Auktionshaus, bei dem das Bild versteigert werden soll, rechnet mit einem Erlös von mindestens 770.000 Euro. Die Versteigerung ist für den 24. Juni geplant. Das großformatige Bild gehört zu den Werken, die Anfang 2012 in der Münchner Wohnung von Cornelius Gurlitt gefunden worden waren. Er war der Sohn einer der Kunsthändler von Adolf Hitler. Etliche Werke seiner Sammlung stehen deshalb unter Raubkunstverdacht. Als er vor gut einem Jahr starb, vermachte er seine Sammlung dem Berner Kunstmuseum.

  • Laut Anwalt NS-Kunst rechtmäßig erworben

    Nach der Sicherstellung monumentaler NS-Kunstwerke ist einer der am Fall Beteiligten in die Offensive gegangen. Über seinen Anwalt ließ er erklären, er habe die Kunstgegenstände vor mehr als 25 Jahren von der russischen Armee rechtmäßig erworben. Als Leihgaben seien sie über mehr als 20 Jahre lang im Rahmen einer Breker-Ausstellung in Nörvenich größtenteils öffentlich ausgestellt gewesen. Zudem habe er schon vor Jahren einer Einrichtung des Bundes das Angebot gemacht, ihr die beiden Bronze-Pferde von Josef Thorak als Leihgabe zu überlassen. Sie sei aber nicht angenommen worden. Am Mittwoch waren bei einer bundesweiten Razzia mehrere Werke der NS-Künstler Arno Breker, Josef Thorak und Fritz Klimsch in einer Lagerhalle in Bad Dürkheim gefunden worden.

  • Biennale-Kunstprojekt in einer Kirche muss schließen

    Nach wochenlangem Streit muss eines der Biennnale-Kunstprojekte in Venedig geschlossen werden. Der Schweizer Künstler Christoph Büchel hatte für den isländischen Pavillon eine Moschee in der ehemaligen katholischen Kirche Santa Maria della Misericordia gebaut. Die Stadt Venedig zog nun die Erlaubnis für das Projekt zurück. Zur Begründung hieß es, die Betreiber hätten Sicherheitsvorgaben verletzt. Tatsächlich hatte das Kunstprojekt aber vor allem Unmut erregt, weil Muslime den Ort für Gebete genutzt hatten. Nach Angaben der Stadt verstößt das gegen die Auflage, das Gebäude nicht für religiöse Zwecke zu nutzen.

  • Düsseldorfer Filmpreis für Ulrich Tukur

    Der Film- und Theaterschauspieler Ulrich Tukur wird mit dem Helmut-Käutner-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Jury würdigte Tukur als einen der "herausragenden Schauspieler Deutschlands". In seiner Zusammenarbeit mit wichtigen Regisseurinnen und Regisseuren gelängen ihm immer wieder Charakterdarstellungen von bleibender Wirkung. Unter anderem verkörperte Tukur 2006 in dem Oscar-preisgekrönten Film "Das Leben der Anderen" die Rolle des Oberstleutnants der DDR-Staatssicherheit Anton Grubitz. Tukur wurde 1957 geboren und gilt als einer der renommiertesten Filmschauspieler seiner Generation in Deutschland. Der Helmut-Käutner Preis wird ihm am 29. Mai in Düsseldorf verliehen.

  • Kunstmuseum Bern schreibt rote Zahlen wegen Gurlitt-Erbe

    Das Kunstmuseum Bern schreibt wegen der Annahme des Gurlitt-Erbes rote Zahlen. Laut dem Jahresbericht des Museums musste es für juristische und kunsthistorische Abklärungen rund um das Erbe gut 800.000 Euro bezahlen. Die Bilanz des Museums weist für das vergangene Jahr ein Defizit von einer halben Million Euro aus. Ohne die Annahme des Erbes hätte das Museum einen Gewinn von fast 300.000 Euro erzielt. Das Museum will den Fehlbetrag aus seinen finanziellen Reserven auffangen. Der vor gut einem Jahr verstorbene Gurlitt war der Sohn einer der Kunsthändler von Adolf Hitler. Er hatte seine wegen Nazi-Raubkunstverdachts umstrittene Sammlung dem Berner Museum vermacht.

  • Dürkheimer NS-Kunstwerke sollen ausgestellt werden

    Nach der Entdeckung monumentaler NS-Kunst in Bad Dürkheim wird in Berlin über deren Zukunft diskutiert. Der Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Andreas Nachama, erklärte sich bereit, zwei für Hitlers Reichskanzlei bestimmte Bronzepferde im Rahmen einer Sonderausstellung zu zeigen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters will die NS-Skulpturen dagegen einem Museum übergeben. Das könnte außer dem Deutschen Historischen Museum auch das Kunsthaus Dahlem sein. Es wird in drei Wochen in einem früheren Atelier des NS-Bildhauers Arno Breker eröffnet. Im Gespräch ist auch die Zitadelle Spandau. Dort beginnt im Herbst eine Ausstellung mit 150 ausrangierten Denkmälern aus dem Berliner Stadtgebiet. Die NS-Skulpturen waren am Mittwoch beschlagnahmt worden. Sie stammen von den Bildhauern Arno Breker, Stefan Thorak und Fritz Klimsch.

  • Experten befürchtet Raubgrabungen in Palmyra

    Nach der Eroberung der syrischen Wüstenstadt Palmyra durch die Miliz Islamischer Staat drohen nach Expertenansicht Raubgrabungen. So fürchtet der Direktor des Vorderasiatischen Museums Berlin, Markus Hilgert, nicht nur die Zerstörung der Unesco-Welterbestätte. Die islamistischen Milizionäre könnten auch illegale Grabungen vornehmen und antike Objekte in den illegalen Handel bringen. Die Miliz Islamischer Staat finanziert sich unter anderem durch den Schmuggel antiker Kulturschätze. Die einstige Handelsmetropole Palmyra gilt als bedeutender Komplex antiker Bauten im Nahen Osten. Wie Hilgert betonte, sei Palmyra für Wissenschaftler besonders interessant, weil sich dort unterschiedliche kulturelle Einflüsse zu etwas Eigenem verbunden hätten: römische Architektur und Einflüsse aus Mesopotamien.

  • Verdächtige im Fall der monumentalen NS-Kunst

    Nach der Entdeckung monumentaler NS-Kunst in Bad Dürkheim wurden am Donnerstagabend zwei tonnenschwere Bronze-Skulpturen abgeholt. Die "Schreitenden Pferde" des Bildhauers Josef Thorak wurden auf einen Tieflader gehoben und zu einem Polizeigelände gebracht. Die Polizei hat inzwischen acht Verdächtige ermittelt. Sie sollen mehrere großformatige NS-Skulpturen und Reliefs gestohlen und den Weiterverkauf ausgehandelt haben. Die monumentalen Pferde-Skulpturen waren für Adolf Hitlers Neue Reichskanzlei in Berlin geschaffen worden. Sie galten ebenso wie drei nun wiederentdeckte Granitreliefs von Arno Breker als verschollen. Außerdem wurden im Rahmen einer Razzia am Mittwoch zwei Skulpturen des NS-Bildhauers Fritz Klimsch in einer Lagerhalle gefunden.

  • Studie belegt SS-Vergangenheit von Literaturwissenschaftler Jauß

    Eine unabhängige Studie belegt die SS-Vergangenheit des weltbekannten Literaturwissenschaftlers Hans Robert Jauß. Die von ihm mitgegründete Universität Konstanz hatte die Studie in Auftrag gegeben. Demnach meldete sich Jauß 1939 freiwillig zur Waffen-SS. In Kroatien befehligte er 1943 eine Kompanie, die für die so genannte "Banden"- und "Partisanenbekämpfung" eingesetzt wurde. Die Kompanie gehörte zu einem Bataillon, das Grausamkeiten an der Zivilbevölkerung verübte. Für diese Kriegsverbrechen war Jauß mit verantwortlich. Dass er sich persönlich beteiligte, ist nicht belegt. Jauß, der 1997 in Konstanz verstarb, hat jede Beteiligung an Verbrechen bestritten. Als Gründer der legendären Forschungsgruppe "Poetik und Hermeneutik" zählte er zu den wichtigsten Literaturwissenschaftlern der Nachkriegszeit.