Fotostrecken

Zentrum für internationale Lichtkunst, Unna

Sieben Worte - sieben Orte Passion für den Pott

Der Strukturwandel im Ruhrgebiet geht mit Wehmut, Abschied und Trauer einher - steht aber auch für Hoffnung. Das sind die selben Gefühlsregungen, die auch eine Passion ausmachen. Das Ensemble Ruhr bringt beides zusammen - und spielt Haydns "Sieben letzte Worte" in Zechen, Bunkern und Straßen des Ruhrgebiets. Fotos [mehr]

Hermann Claasen, Köln, Ritterstraße, um 1947

"1945 - Köln und Dresden" in Bonn Fotos aus Ruinen

1945 wanderten die Fotografen Hermann Claasen und Richard Peter unter Lebensgefahr durch Köln und Dresden, um die Zerstörung ihrer Heimatstädte zu dokumentieren. Eine Ausstellung im LVR LandesMuseum Bonn zeigt, wie stark ihre Bilder unsere Vorstellung von den Ruinenstädten nach dem Zweiten Weltkriegs prägten - und wie sehr sie immer noch zum Frieden mahnen. Fotos [mehr]


Sigmar Polke, Alibis, Museum Ludwig 2015 (Ausstellungsansicht)

Sigmar Polke im Museum Ludwig Der Alchemist kommt heim

Häuser aus Kartoffeln, versteckte Botschaften und radioaktive Bilder: Mit seinen genresprengenden Werken gehört der 2010 verstorbene Sigmar Polke zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Nach Stationen in New York und London öffnete die große Retrospektive des "Alchemisten" jetzt in Köln, wo er über 30 Jahre lebte. Endlich. Fotos [mehr]

Götz Alsmann interviewt die Kinderjury beim Deutschen Hörbuchpreis

Gala zum Deutschen Hörbuchpreis Jung, lustig, berührend

Es war ein junger, lustiger und auch nachdenklicher Abend: Bei einer Gala im Kölner Funkhaus sind die besten Hörbücher und Sprecher des Jahres ausgezeichnet worden. Moderator Götz Alsmann durfte neun Preise vergeben - und am Ende auch singen. Fotos [mehr]

Kulturnachrichten

  • Konzeptkünstler Christian Jankowski erhält Finkenwerder Kunstpreis

    Der Konzeptkünstler Christian Jankowski erhält den Finkenwerder Kunstpreis. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung im Kunsthaus Hamburg verbunden. Christian Jankowski arbeitet mit Videos, Fotografien, Performances und Installationen. Inhaltlich setzt er sich in seinen Werken mit den Bedingungen und den Spielregeln der Kunstwelt auseinander. Zu den bisherigen Preisträgern des Finkenwerder Kunstpreises gehören Candida Höfer, Neo Rauch und Daniel Richter.

  • Peymann attackiert Berlins Kulturstaatssekretär Renner

    Der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner gerät knapp ein Jahr nach seinem Amtsantritt unter Druck. Der scheidende Theatermacher Claus Peymann bezeichnete Renner in einem Offenen Brief als "die größte Fehlbesetzung des Jahrzehnts". Auslöser sind angebliche Pläne Renners, den Direktor der Londoner Tate Gallery, Chris Dercon, zum Intendanten der Volksbühne zu machen. Peymann sieht darin den Versuch, aus dem geschichtsträchtigen Theater einen "Event-Schuppen" zu machen. Kritik kam auch aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Grütters. Ein Sprecher forderte einen "verantwortlichen Umgang" mit der Volksbühne.

  • Rekonstruktion der Schlossfassade in Berlin beginnt

    Am Berliner Schloss beginnt die Rekonstruktion der historischen Fassade. Nach der Fertigstellung des Rohbaus nahm Bundesbauministerin Barbara Hendricks die ersten barocken Sandsteinelemente entgegen. Hendricks sagte, der Sandstein stamme wie beim Originalbau aus dem Elbsandsteingebirge und aus Schlesien. Die barocke Fassade soll komplett aus Spenden finanziert werden. Die Kosten werden auf 80 Millionen Euro geschätzt. Bisher kamen rund 18 Millionen zusammen.

  • Intendanten fordern Rücknahme von Latchinians Kündigung

    Die fristlose Kündigung des Rostocker Theaterintendanten Sewan Latchinian ist auf Kritik gestoßen. Die Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein fordert von der Stadt Rostock in einem Brief die Rücknahme der Kündigung. Sie werfen der Stadt vor, mit dem Rauswurf von ihrer Theaterpolitik abzulenken, die in katastrophaler Weise Strukturen zerstöre. Latchinian hatte die Theaterpolitik Meckenburg-Vorpommerns mit den Kulturzerstörungen der Terrormiliz Islamischer Staat verglichen. Die Stadt Rostock hatte ihn daraufhin fristlos entlassen.

  • Verleger Roland Links gestorben

    Der Verleger Roland Links ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Links war eine der prägenden Figuren der DDR-Literaturszene. Als Lektor des Ost-Berliner Verlags Volk und Welt betreute er die Werkausgaben von bedeutenden Autoren des 20. Jahrhunderts, darunter Kurt Tucholsky, Alfred Döblin und Erich Mühsam. Nach der Wende war Roland Links an der Fusion der Buchhändlervereinigungen aus Ost- und Westdeutschland beteiligt, die sich unter dem Dach des Börsenvereins des Deutschen Buchhandles zusammenfanden. Roland Links ist der Vater von Christoph Links, dem Gründer des Links Verlags.

  • Weiteres Gemälde aus Gurlitt-Besitz ist NS-Raubkunst

    Ein weiteres Gemälde aus dem Erbe des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist als NS-Raubkunst identifiziert worden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters teilte mit, dass ein Ölbild von Camille Pissarro an die Erbin der früheren Eigentümer zurückgegeben werden soll. Das Bild mit dem Titel "Die Seine vom Pont-Neuf aus gesehen" stammt aus dem Jahr 1902. Es war in der Salzburger Wohnung von Cornelius Gurlitt gefunden worden. Grütters sagte, das Werk solle so schnell wie möglich zurückgegeben werden. Erst kürzlich hatte Grütters die Rückgabe eines Matisse- und eines Liebermann-Gemäldes genehmigt, die ihren Besitzern einst ebenfalls von den Nazis geraubt worden waren.

  • Vermisstes Kunstwerk aus Kölner Museum versteigert

    Ein vermisstes Kunstwerk aus dem Bestand des Kölner Rautenstrauch-Joest-Museums ist in Paris versteigert worden. Wie erst jetzt bekannt wurde, erzielte die afrikanische Kultfigur einen Kaufpreis von 80.000 Euro. Die Stadt Köln war über die Versteigerung informiert. Nach Angaben des Auktionshauses Sothebys wurde die Holzfigur 1978 aus dem Museum herausgetauscht. Die Stadt Köln teilte auf Anfrage des Westdeutschen Rundfunks mit, dass es über den Tausch keine Unterlagen im Museum gibt. Allerdings wurde das Werk auf einer Bestandsliste aus den 90er Jahren als fehlend vermerkt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Hehlerei gegen unbekannt. Das Museum war für eine Stellungnahme nicht zu erreichn.

  • Verleger Rudolf C. Bettschart gestorben

    Der Verleger und Mitinhaber des Diogenes-Verlages Rudolf C. Bettschart ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren. Bettschart hat den Züricher Verlag in den 50er Jahren zusammen mit seinem Freund Daniel Keel aufgebaut. Bis zuletzt war er für die kaufmännische Gesamtleitung verantwortlich. Das operative Geschäft des Diogenes Verlags leitet seit 2012 Philipp Keel, ein Sohn von Daniel Keel. Diogenes verlegt unter anderem die Autoren Paulo Coelho, John Irving, Bernhard Schlink und Patrick Süskind.

  • Rostocker Theaterintendant fristlos entlassen

    Der Intendant des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, ist fristlos entlassen worden. Das hat die Rostocker Bürgerschaft gestern in einer eigens einberufenen Sitzung entschieden. Grund ist eine Äußerung Latchinians zur Theaterpolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Auf bei einer Demonstration Anfang März hatte er sie mit den Kulturzerstörungen der IS-Terrormilizen verglichen. Aus Spargründen soll das Rostocker Volkstheater verkleinert und die Sparten Musiktheater und Tanz geschlossen werden. Latchinian hat angekündigt, dass er gegen die Kündigung klagen wird.