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Kulturnachrichten
Pergamonmuseum soll renoviert werden
Das Berliner Pergamonmuseum wird vom kommenden Jahr an renoviert. Deshalb wird das berühmteste Stück des Museums, der Pergamonaltar, voraussichtlich von 2014 an drei Jahre lang nicht zu sehen sein. Der Altar aus dem 2. Jahrhundert vor Christus zählt zu den Hauptattraktionen der Berliner Museumsinsel. Das Pergamonmuseum wurde ursprünglich eigens für die monumentale Anlage gebaut. Heute beherbergt das Gebäude die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Allein im vergangenen Jahr besuchten 1,3 Millionen Menschen das Pergamonmuseum. Während der Renovierungsarbeiten werden jeweils nur Teile des Hauses geschlossen sein.
Wole Soyinka von Islamisten bedroht
Der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka hat Morddrohungen der radikalislamischen Sekte Boko Haram erhalten. Der Literaturnobelpreisträger sagte, er habe dies den nigerianischen Sicherheitskräften mitgeteilt, diese hätten aber bislang keine Maßnahmen zu seinem Schutz ergriffen. Soyinka appellierte an die Regierung des westafrikanischen Landes, alles zu tun, damit die Gruppe diese und ähnliche Drohungen nicht wahr machen könne. Die Regierung müsse mit den Boko-Haram-Mitgliedern in Dialog treten. Wenn nichts unternommen werde, drohe der Zerfall des Staates. Die Sekte Boko Haram hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Anschläge in Nigeria verübt, bei denen Hunderte von Menschen starben.
Spanischer Maler Antoni Tàpies gestorben
Der spanische Maler Antoni Tàpies ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren in Barcelona. Tàpies zählte zu den bedeutendsten europäischen Künstlern der Gegenwart. Er war ein Vertreter des spanischen Informel und arbeitete mit einfachsten Mitteln wie Sand, Erde und Eisen sowie verschiedenen Reproduktionstechniken. Seine Werke wurden in allen großen Museen auf der ganzen Welt ausgestellt. 1984 gründete der katalanische Künstler in Barcelona die Stiftung Fundació Antoni Tàpies zur Förderung der modernen Kunst. In Siegen ist derzeit ein große Ausstellung mit Werken des Malers zu sehen. Das Museum für Gegenwartskunst zeigt noch bis zum 19. Februar 50 Bilder von Antoni Tàpies aus verschiedenen Schaffensperioden.
Schauspieler Edgar Bessen gestorben
Der Schauspieler Edgar Bessen ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Er stand viele Jahre im Ohnsorg-Theater auf der Bühne und zählte neben Heidi Kabel und Henry Vahl zu den Publikumslieblingen. Daneben trat Edgar Bessen an weiteren Hamburger Bühnen auf, wie dem Deutschen Schauspielhaus und dem Thalia. Außerdem wurde er durch zahlreiche Fernsehproduktionen bekannt. Zuletzt war Bessen im Udo-Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York" in Hamburg zu sehen.
Jahrestagung "Archäologie im Rheinland"
Auf der Jahrestagung zur Archäologie im Rheinland setzen die Experten heute in Bonn ihre Beratungen fort. Bei dem Treffen wurden unter anderem bedeutende archäologische Funde vorgestellt, die im vergangenen Jahr gemacht wurden. Dazu zählt ein steinzeitlicher Brunnen, der im Kreis Düren entdeckt wurde oder der Armschutz eines römischen Soldaten, der bei Kalkar gefunden wurde. Sorge bereitet den Archäologen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster. Aufgrund einer Gesetzeslücke sind Bauherren in Nordrhein-Westfalen derzeit nicht verpflichtet, die Kosten für archäologische Grabungen auf ihren Grundstücken zu übernehmen. Die Kosten müssen stattdessen vom Steuerzahler übernommen werden. Die Archäologen befürchten, dass die Ausgrabungen aufgrund klammer öffentlicher Haushalte zurückgehen könnten.




















