Freitag, 03.02.12 um 20:05 Uhr
Live - WDR Sinfonieorchester Köln
Christian Elsner, Tenor und Christian Gerhaher, Bariton
Verfemte Musik: Mahler und Schreker wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten angefeindet, was Mahler physisch nicht mehr erlebte und Schreker körperlich und künstlerisch nicht überlebte: Der „zarte Radikale“, der zu den erfolgreichsten Opernkomponisten des frühen 20. Jahrhunderts gehörte, starb 1934 und blieb dauerhaft vergessen. Mit Schrekers Stilmix aus Spätromantik und Impressionismus, wie er auch in der Kammersinfonie von 1916 durchscheint, konnte die Nachkriegs-Kulturwelt wenig anfangen; daran hat auch die 1980 einsetzende Schreker-Renaissance bis heute wenig geändert. Mahlers Musik hingegen erlebte in den 1960ern eine wirkliche Wiedererweckung, man würdigte Mahler als profilierten und einflussreichen Spätromantiker an der Schwelle zur Neuen Musik – auch wegen des zwei Jahre vor seinem Tod komponierten, seinen Spätstil einleitenden Lied von der Erde. Den verfemten, verkannten und erkannten Meistern Schreker und Mahler setzen Christian Elsner, Christian Gerhaher und das WDR Sinfonieorchester Köln unter David Zinman ein Denkmal.
Franz Schreker
Kammersinfonie in einem Satz
Gustav Mahler
Das Lied von der Erde
Sinfonie nach Hans Bethges "Die chinesische Flöte"
für Tenor, Bariton und Orchester
Christian Elsner, Tenor
Christian Gerhaher, Bariton
WDR Sinfonieorchester Köln
Leitung: David Zinman
Live aus der Kölner Philharmonie
Redaktion: Christoph Held
















