Sonntag, 14.02.10 um 00:00 Uhr
Robert Schumann
Szenen aus Goethes Faust
Zehn Jahre lang beschäftigte sich Schumann mit der Vertonung von Goethes Faust. Doch im Gegensatz zu seinen Komponistenkollegen Spohr, Berlioz oder Gounod steht bei ihm der zweite Teil des Dramas im Zentrum.
In loser Folge setzte Schumann einzelne Szenen in Musik, wobei er den Dramentext selbst nicht veränderte. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er den inneren Widersprüchen Fausts – in dem er viel von sich selbst wiederfand – und den transzendentalen Aspekten des Werkes.
Die zunächst als Oper geplante Komposition entwickelte sich im Laufe der Jahre dann zu einer Art Chorsinfonie oder weltlichem Oratorium, dem er schließlich noch eine Ouvertüre voranstellte.
Die Uraufführung der gesamten Faust-Szenen erlebte Schumann nicht mehr, fand sie doch erst 1862 in Köln statt. Der RIAS Kammerchor zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann setzte mit der Aufführung der Faust-Szenen am 1. Januar einen schönen Kontrapunkt zu den sonst üblicherweise walzerseligen Neujahrskonzerten.
Faust, Dr. Marianus, Pater Seraphicus, Dietrich Henschel
Gretchen, Not, Una Poenitentium, Marlis Petersen
Mephistopheles, Böser Geist, Pater Profundus, Christian Elsner
Sorge, Magna Peccatrix, Ruth Ziesak
Mangel, Mater Gloriosa, Mulier Samaritana, Gerhild Romberger
Ariel, Pater Ecstaticus, Maximilian Schmitt
Marthe, Schuld, Maria Aegyptiaca, Sofi Lorentzen
RIAS Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Hans-Christoph Rademann
Aufnahme vom 1. Januar 2010 aus der Philharmonie Berlin
Redaktion Christoph Held













