Heinrich-Heine-Preis für Habermas Einer der bedeutendsten Denker der Gegenwart

Der 83-jährige Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas hat am Freitag (14.12.2012) den mit 50.000 Euro dotierten Heinrich-Heine-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf erhalten. Der Literaturpreis würdige Habermas als einen der weltweit bedeutendsten Denker der Gegenwart, hieß es zur Begründung.


Philosoph Jürgen Habermas neben einer Heinrich-Heine-Büste im Heine-Institut Düsseldorf
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Philosoph Jürgen Habermas mit Heinrich-Heine-Büste

Die Jury gab in ihrer Urteilsbegründung an, Jürgen Habermas stehe "mit seinem kritischen Werk überzeugend in der Tradition des Schriftstellers und Intellektuellen Heinrich Heine". Der Literaturpreis würdige Habermas als einen der weltweit bedeutendsten Denker der Gegenwart. Die Auszeichnung wird von der Stadt Düsseldorf seit 1972 vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Carl Zuckmayer, Carl Friedrich von Weizsäcker, Max Frisch, Richard von Weizsäcker, Wolf Biermann, Elfriede Jelinek und zuletzt Simone Veil.

Tatsächlich prägte Habermas schon in den frühen sechziger Jahren mit seinen sozialwissenschaftlichen Studien das aufgeklärte, kritische Bürgertum in der Zeit politischer Stagnation. Als Nachfolger von Max Horkheimer am legendären Frankfurter Institut für Sozialforschung war Habermas lange Zeit das "linke Gewissen" der jungen Bundesrepublik. Nach der Wende stritt Habermas mit seinem Pariser Kollegen Jacques Derrida für ein an den Aufkärungsidealen orientiertes Europa. Beide Philosophen setzten sich noch vor zehn Jahren für die Beachtung der Menschenrechte in China ein.

Ein Beitrag von Klaus Englert


Ein Beitrag vom 14.12.2012 aus...



Stand: 10.12.2012, 13.00 Uhr