Donnerstag, 11.03.10 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Christian Morgenstern: Das böhmische Dorf
Gelesen von Caroline Schreiber
Kulturnachrichten
Der Zweiminutenspielfilm
Großes Kino im Kleinformat
Heute: "In guten wie in schweren Tagen"
Filme begleiten unser Leben, all die großen dramatischen, komischen, rührenden Geschichten sind auch ein Teil von uns geworden. Der "Zweiminutenspielfilm" im Mosaik filtert die Essenz aus Klassikern der Filmgeschichte, bietet einen klanglichen Kurztrip zu unseren schönsten Kinoerlebnissen, die man endlich einmal wieder hören oder neu entdecken kann.
Beitrag von Christian Seebaum
"In guten wie in schweren Tagen", Indien 2001
Regie: Karan Johar, mit Amitabh Bachchan, Jaya Bachchan, Shahrukh Khan. Die Kauf-DVD ist bei "Alive-Vertrieb und Marketing" erhältlich.
7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Köln in Berlin

Internationale Tourismusbörse Berlin
Auftritt des Rheinlands und des Ruhrgebiets auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin
Nordrhein Westfalen ist kein klassisches Urlaubsland und hat im letzen Jahr einen starken Rückgang an Übernachtungen hinnehmen müssen. Nun versuchen die NRW-Städte verstärkt auf die kukturelle Vielfalt von Museen und Theatern zu setzen, um Touristen anzulocken. In der NRW Halle der ITB werben neben der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 nahezu alle Städte und Regionen. Darüberhinaus sind in der Culture Lounge mehrere Museen NRWs vertreten, die ihr Ausstellungs-Programm vorstellen.
Gespräch mit Jörg Aufenanger
- Beitrag hören
- Internationale Tourismus Börse
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Ulrich Deuter
Kirche in WDR 3
Mit Pastor Christoph Neumann aus Iserlohn
Zu Beginn: Jauchzet dem Herrn, alle Welt
Motette für 8-stimmigen Chor
Komponist: Felix Mendelssohn Bartholdy
Text aus dem Alten Testament nach Psalm 100
Stuttgarter Kammerchor
Leitung: Frieder Bernius
Ein Beitrag der Evangelischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Interkulturelle Konflikte

Kinostart "Ajami"
Der Film "Ajami" zeigt das Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften in Israel
Die Handlung spielt in Ajami, einem Stadtteil von Jaffa: Omar ist nicht nur in die falsche Frau verliebt - er ist Moslem, sie Christin. Er muß auch noch eine Menge Blutgeld auftreiben, um eine verfeindete Familie auszuzahlen. So viel kann er niemals auf legalem Weg zusammenkratzen. Sein junger Freund Malek arbeitet illegal im noblen Restaurant des Vaters von Omars Freundin, um seine schwerkranke Mutter zu unterstützen. Die Familie des jüdischen Polizisten Dandos leidet indessen unter dem Verschwinden seines jüngeren Bruders. Sie befürchtet, daß er als Soldat Opfer von Terroristen wurde. Die Regisseure Scandar Copti und Yaron Shani arrangieren kunstvoll ihre in Kapiteln aufgeteilten Episoden, aus deren Handlungssträngen sich erst allmählich ein Ganzes ergibt. Sie spitzen sie kontinuierlich zu einer unausweichlichen Tragödie zu. "Ajami" ist beim israelischen Filmpreis gleich neunfach prämiert und auf internationalen Festivals ausgezeichnet worden.
Rezension von David Eisermann
- Beitrag hören
- Podcast zur Sendung
- Film "Ajami"
Kultureller Austausch

Bacchus, Ceres und Armor
Die Ausstellung "Hans von Aachen - Hofkünstler in Europa" reist von Aachen nach Prag und Wien
Hans von Aachen – um 1600 war der Name dieses Künstlers in ganz Europa bekannt. Er stammte aus Köln, studierte in Italien, wurde schließlich Hofmaler des Kaisers Rudolfs II. in Prag. Wenige Jahre nach seinem Tod verwüstete der 30jährige Krieg Europa und verwehte die Spuren seines Ruhms. In Aachen, der Stadt, aus der seine Vorfahren stammten, findet nun die erste umfassende Werkschau des Hans von Aachen statt - in Zusammenarbeit mit den Kunstmuseen in Wien und Prag, die die Schau auch in ihr Ausstellungsprogramm übernehmen werden. Mehr als 100 Gemälde und zahlreiche Zeichnungen und Druckgrafiken geben erstmals einen vollständigen Überblick über das Werk. Sein Lebensweg und seine Kunst erweisen Hans von Aachen als Vertreter europäischer Kultur, an die man heute – nach den nationalstaatlichen Zersplitterungen des 19. Jahrhunderts – wieder anknüpfen möchte.
Bildgeschichte von Ulrike Gondorf und Gespräch mit Kurator Thomas Fusenig
- Beitrag hören
- Hans von Aachen-Ausstellung
Zum ersten Mal

Autorin Hanna Lemke liest in NRW aus ihrem Premieren-Buch "Gesichertes"
Nichts scheint gesichert in den Geschichten, die uns die in Berlin lebende Autorin Hanna Lemke erzählt. Dennoch gab sie ihrem Erzählband den Titel "Gesichertes". Die jungen Menschen, die sich in Berliner Bars, Clubs und Wohngemeinschaften begegnen, legen sich nicht fest, scheinen ständig auf der Suche. Ein stets wechselndes Spiel, ein Kommen und gehen. Zu jung, um etabliert, zu alt, um sorglos zu sein, lassen sie sich durch die Welt treiben - dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um Männer oder Frauen handelt. Mit reduzierter, jedoch eindringlicher Sprache beschreibt Hanna Lemke jeden einzelnen der Charaktere ihrer 18 Kurzgeschichten.
Porträt von Claudine Engeser
Buchhinweis:
Hanna Lemke: "Gesichertes"
Antje Kunstmann Verlag, München 2010
17,90 EUR
Lesungen:
Heute: 20:00 Uhr Thalia Universitätsbuchhandlung Wuppertal
Morgen: 23:00 Uhr WDR 1Live Klubbing
- Beitrag hören
- Antje Kunstmann Verlag
Zum zehnten Mal
Der Lesemarathon lit.Cologne entwickelt Traditionen
10 Jahre, das klingt nach einer runden Sache, auf dem Heiratsmarkt nennt man das Rosenhochzeit. Ein paar Dornen lagen von Beginn an - und liegen auch noch immer - auf dem Weg. Denn wer hat da eigentlich geheiratet? Die Kunst und der Kommerz, sagen die Kritiker. Mit der Litcologne sei die Literatur der Eventkultur geopfert worden. Und tatsächlich kann man sich fragen, warum ein Buch zur Umseglung von Kap Hoorn ausgerechnet auf einem Ausflugsdampfer der Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt präsentiert wird. Das gefährlichste Kap der Welt und die Kölner Frankenwerft? Eine archaische Windjammer und die MS RheinEnergie? - Da trifft Jack Sparrow auf Hans Albers, und wer über diesen Vergleich einmal genauer nachdenkt, der entdeckt zugleich den Reiz, der in solchen Arrangements steckt.
Persönlicher Programmüberblick des Kölner Autors Bernd Imgrund
- Beitrag hören
- lit.Cologne
Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Frank Hilberg













