Samstag, 04.02.12 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Theodor Fontane: Aber wir lassen es
gelesen von Samuel Weiss
aus: Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady. Die Sammlung deutscher Gedichte, hg. von Karl-Otto Conrady
Kulturnachrichten
Auf meinem Nachttisch
Willy Decker über "Das Schloss" von Franz Kafka
Buchinweis:
Franz Kafka: Das Schloss
Aanaconda Verlag, 2007
ISBN:3866471068
7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Vanitas Vanitatum!
Das Tödlein aus der Sammlung Ludwig
Ausstellung in der Ludwiggalerie Oberhausen
In feinster Schnitztechnik gibt das elfenbeinerne Tödlein seine erschreckende Botschaft kund: Die Vergänglichkeit des Lebens, den Zerfall des Fleisches. Der Körper ist in einen aus Intarsien in Elfenbein und Ebenholz geschmückten Kasten gebettet, der den Blick selbst bei geschlossenem Deckel durch die durchbrochenen Seitenwände frei gibt. Diesem einzigartigen Werk der Erinnerungskultur widmet sich die Ausstellung. Ergänzt wird das kostbare Elfenbeintödlein durch die dreidimensionale Darstellung des Baseler Totentanzes. Weder vor König noch Mönch, weder vor Herzogin noch Malerin macht der Tod halt. Die aus Ton gefertigte Skulpturengruppe setzt den wohl populärsten der mittelalterlichen Totentänze plastisch in Szene. Wie sehr sich die Menschen seit der Frühen Neuzeit mit den Themen Tod und Erlösung beschäftigten, berichten zahlreiche Grafiken, unter anderem von Künstlern wie Albrecht Dürer, Hans Holbein oder Matthias Merian. Das beinerne Tödlein findet hier seinen morbiden Kontext. "Alles ganz eitel"?
Ein Beitrag von Oliver Cech
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilltons von Michael Köhler
Kirche in WDR 3
Mit Domvikar Gregor Tuszynski aus Paderborn
Zu Beginn: Also hat Gott die Welt geliebet
Motette für Singstimmen und Instrumente
Komponist: Andreas Hammerschmidt
Text aus dem Neuen Testament nach Johannes 3,16-17
Knabenchor Hannover und Johann Rosenmüller Ensemble
Leitung: Jörg Breiding
Ein Beitrag der Katholischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
"Unvollständige Erinnerungen" - Ein vollständiges Leben
Die Literaturwissenschaftlerin Inge Jens
Die Rolle des Sisyphos nimmt sie gerne an – doch anders als der Griechen-Held mit mehr Erfolg. Inge Jens hat sich vor allem als Herausgeberin einen Namen gemacht, und das vor allem mit den Briefen und Tagebüchern von Thomas Mann. Auch Texte der Geschwister Scholl und des Chanson- und Operettenkomponistens Ralph Benatzky hat sie editorisch aufbereitet. Inge Jens ist zugleich die Frau an der Seite des brillanten Rhetorikprofessors Walter Jens, mit dem sie seit mehr als 60 Jahren verheiratet ist und dessen Demenz-Erkrankung sie nie tabuisiert hat.
Ein Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Inge Jens
Redaktion: Wassilios Nikitakis
Musikzusammenstellung: Andreas Bindzus















