Freitag, 04.11.11 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Georg Kreisler: Wehret den Anfängen
Kulturnachrichten
Migranten des Wortschatzes
Wie fremde Wörter bei uns heimisch werden
Heute: Pogrom
Was ist eigentlich die deutsche Sprache, woraus setzt sie sich zusammen? Mit der Entstehung des Neuhochdeutschen im 17. Jahrhundert war die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Sprache ist permanent äußeren Einflüssen ausgesetzt, passt sich der Interaktion mit anderen Völkern und Ländern an, spiegelt veränderte Lebens- und Berufswelten. Manche Wörter bleiben Modeerscheinungen, andere richten sich dauerhaft im Sprachgebrauch ein - etwa scheinbar urdeutsche Begriffe wie "Eisbein" oder "kunterbunt", denen man ihre lange Reise zu uns gar nicht mehr anhört. Unser Autorenduo berichtet, wo die Wörter her kamen und warum sie im Deutschen heimisch wurden, immer freitags um 6 Uhr 45 und als Wiederholung gegen 8 Uhr 50.
Reihe von Rolf Bernhard Essig und Gudrun Schury
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7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Das weiße Zimmer
Deutsch-Chinesische Koproduktion im Theater Paderborn
Die Uni Paderborn, Abteilung Maschinenbau, pflegt seit einigen Jahren Partnerschaft und Studentenaustausch mit der Achtmillionenstadt Quingdao in China. Mit Hilfe der Kulturstiftung des Bundes ist der Kontakt jetzt kulturell erweitert worden. „Das weiße Zimmer/ Long Ya“ von Andreas Sauter vereint das Theater Paderborn und das Huajuyuan-Theater aus Quingdao. Es geht um eine deutsch-chinesische Liebesgeschichte. Ein junges Paar, er Deutscher, sie Chinesin, wird nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergerissen und findet nur in Erinnerungen und Träumen wieder zusammen. Das Stück kam im Juni in Quingdao zur Uraufführung mit deutsch-chinesischem Regie-Team und Ensemble. Die fünf Darsteller spielen jeweils in ihrer Muttersprache. Das Verstehen klappte in China ohne Probleme, es flossen Tränen auf der Bühne und im Publikum, berichten die Beteiligten.
Beitrag von Martin Burkert
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- Kammerspiele Paderborn
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Beatrix Novy
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Kirche in WDR 3
Mit Pfarrerin Barbara Schwahn aus Düsseldorf
Zu Beginn: Freu dich sehr, o meine Seele
für 4 Singstimmen und Basso continuo
Komponist: Loys Bourgeois und Johann Hermann Schein
nach einer Vorlage von Loys Bourgeois
Textdichter: Christoph Demantius
Nicolai-Ensemble Hameln
Hans Christoph Becker-Foss, Orgel
Leitung: Hans Christoph Becker-Fos
Ein Beitrag der Evangelischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Das geheime Universum der Kunst
Paul Laffoley- Ausstellung im Berliner Museum für Gegenwart
Mit der Ausstellungsreihe "secret universe" betritt die Nationalgalerie
im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin, Neuland. Jenseits
von Sammlungspräsentation und Wechselausstellungen hat das Museum im
Mai 2011 für 3 Jahre einen Projektbereich eröffnet, der Kunstwerke präsentiert, die Einblicke in faszinierende Möglichkeitswelten und komplexe visuelle Erzählungen geben. In sechs Einzelausstellungen werden Positionen vorgestellt, die jenseits des etablierten Kunstkonetxtes liegen. Manche der Künstler werden als "Outsider" bezeichnet, sie folgen keinem zeitgeistigen Diskurs und nutzen doch unterschiedlichste Strategien der zeitgenössischen Kunst. Die zweite Ausstellung zeigt das Werk des amerikanischen Künstlers und Architekten Paul Laffoley (*1940). Er setzt sich seit Mitte der 1960er Jahre in seiner Kunst mit philosophischen, naturwissenschaftlichen und spitituellen Fragen auseinander.
Ein Gespräch mit Claudia Dichter
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- Hamburger Bahnhof
Tanz in der U-Bahn und Türkische Filme
Wie die Impulse der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 weiter geführt werden
Die Migranten sollen mitmachen. Bei der Kultur, in der Gesellschaft des Ruhrgebietes. Das war eins der Hauptziele der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Zumindest teilweise wurde es erreicht, zum Beispiel mit dem Projekt "The next generation", in dem Migrantenkinder die Bühne der Bochumer Kammerspiele eroberten und von ihren Träumen und Ängsten erzählten, sangen, spielten. Im Jahr eins nach der Kulturhauptstadt laufen einige Projekte weiter. Zum Beispiel "Pottporus" in Herne, ein Sammelbecken für Street-Art-Künstler der unterschiedichsten Art, Tänzer, Sprayer, Musiker. An diesem Wochenende läuft ein großes Festival in Bochum und Herne, das mit einer Performance in der U-Bahn U 35 begann. Parallel laufen im Kunst- und Kreativzentrum Dortmunder U zum zweiten Mal die "Türkischen Filmtage Ruhr". Anspruchsvolle, gesellschaftskritische Filme aus der Türkei, die sonst nicht in den deutschen Kinos laufen, bekommen hier ein Forum, werden eigens für das Festival untertitelt, viele Regisseure und Produzenten reisen an.
Ein Beitrag von Stefan Keim
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- Türkische Filmtage Ruhr
Kulturnachrichten
Lauter bunte Kuscheltiere
Cosima von Bonin-Ausstellung im Museum Ludwig
Im Jahr 2007 stellte die Kölnerin Cosima von Bonin auf der documenta 12 aus. Seitdem macht die 1962 in Mombasa geborene Konzeptkünstlerin international Karriere. Mode, Pop, Mythen, Songzeilen, Filmzitate - Cosima von Bonin sieht ihre Kunst als Teil von bereits existierenden Kulturdiskursen. Ihr Markenzeichen sind überdimensionierte textile Skulpturen, die wie gigantische Kuscheltiere anmuten, oder großflächige Leinwände, die mit Stoffen bezogen sind. In Köln war Cosima von Bonin zuletzt 2004 mit einer Ausstellung im Kölnischen Kunstverein zu sehen. Jetzt widmet das Museum Ludwig der Künstlerin eine Ausstellung. Sie ist Teil einer vierteiligen Ausstellungstournee, die nach Rotterdam, Bristol und Genf nun in Bonins Heimatstadt Köln Station macht.
Ein Beitrag von Sabine Oelze
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- Museen Köln
Redaktion: Wassilios Nikitakis
Musikzusammenstellung: Andreas Bindzus
















