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Donnerstag, 20.10.11 um 06:05 Uhr

WDR 3 Mosaik

Das Kulturmagazin

Mit Daniel Finkernagel

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:

6.05 bis 7.00 Uhr

Text des Tages

H.C. Artmann: Ein voller Mund

Kulturnachrichten

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Der Zweiminutenspielfilm

Szene aus "Gefährliche Liebschaften", Rechte: INTERFOTO/NG Collection
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Gefährliche Liebschaften

Großes Kino im Kleinformat
Heute: Gefährliche Liebschaften

Filme begleiten unser Leben, all die großen dramatischen, komischen, rührenden Geschichten sind auch ein Teil von uns geworden. Der "Zweiminutenspielfilm" im Mosaik filtert die Essenz aus Klassikern der Filmgeschichte, bietet einen klanglichen Kurztrip zu unseren schönsten Kinoerlebnissen, die man endlich einmal wieder hören oder neu entdecken kann immer donnerstags  um 6 Uhr 45,  und als Wiederholung gegen 8 Uhr 50.

Beitrag von Christian Seebaum

Gefährliche Liebschaften. USA/England 1988; Regie: Stephen Frears, mit Glenn Close, John Malkovich, Michelle Pfeiffer, Keanu Reeves, Uma Thurman. Die DVD ist bei Warner Home Video erhältlich.

7.08 Uhr bis 8.00 Uhr

Meisterwerke

Was große Kunst auszeichnet

Im Mittelalter musste ein Maler ein Meisterstück vorlegen, um in die Gilde aufgenommen zu werden. In den Handwerksberufen ist das bis heute der Fall: Der Lehrling legt ein Gesellenstück vor und für die Meisterprüfung ein Meisterstück. Der Begriff hat sich auch in der Kunst gehalten: Meisterwerke, das sind die Höhepunkte unter der Vielzahl von Werken, die im Laufe eines Künstlerlebens entstehen. Jedes Museum wirbt damit. Doch wer bestimmt eigentlich, welches Werk ein Meisterwerk ist? Gibt es dafür bestimmte, festgelegte Kriterien der Beurteilung? Unter dem Titel "Das Geheimnis der Meisterwerke. Was große Kunst auszeichnet." ist ein Buch im DuMont Verlag erschienen, das sich den Meisterwerken widmet. Herausgegeben hat es der amerikanische Kunsthistoriker Christopher Dell. Er hat 70 internationale Autoren und Autorinnen - Kunsthistoriker, Kuratoren und Künstler - gebeten, ein herausragendes Werk der persönlichen Wahl zu besprechen.

Beitrag von Dorothea Breit

Buchhinweis: "Das Geheimnis der Meisterwerke. Was große Kunst auszeichnet." Herausgegeben von Christopher Dell
Verlag DuMont, Köln 2011
39,99 Euro.

Kulturpresseschau

Blick in die Feuilletons von Beatrix Novy

Kirche in WDR 3

Mit Landessuperintendent Martin Dutzmann aus Detmold
Zu Beginn: Wir wollen Frieden für alle, Lied
Komponist: Unbekannt
Bearbeiter: Ernst Nathan
Kölner Kantorei und  Ensemble
Leitung: Ernst Nathan

Beitrag der Evangelischen Kirche

8.05 Uhr bis 9.00 Uhr

Die andere Seite des Films

Charlotte Rampling, Rechte: picture alliance / Sven Simon
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Charlotte Rampling

"The Look" Porträt der Schauspielerin Charlotte Rampling

Sie war das mädchenhafte Model im Swinging London der 60er. Luchino Visconti holte sie als junge Frau für "Die Verdammten" nach Italien, wo ihre Rolle in Liliana Cavanis "Nachtportier" ein paar Jahre später eine weltweite Tabudebatte auslösen sollte. Sie arbeitete mit Woody Allen, Nagisa Oshima und Lars von Trier. Stilikone und Weltstar Charlotte Rampling wurde immer wieder gern als "Objekt der Begierde" inszeniert. In Angelina Maccarones Film-Porträt "The Look" ist die britische Schauspielerin nun das Subjekt des Films und spricht mit Weggefährten und Vertrauten über Alter und Schönheit, Tabu und Begehren, Tod und Liebe.

Rezension von Wolf Eismann

Die andere Seite des Mondes

© Die andere Seite des Mondes, Rechte: VG Bild-Kunst, Bonn 2011  © Kunstsammlung NRW
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Die andere Seite des Mondes

Künstlerinnen der Avantgarde in der Kunstsammlung NRW

Dora Maar war nicht nur die Frau von Picasso, sondern eine erfolgreiche Fotografin mit eigenem Atelier und anerkanntes Mitglied des Pariser Surrealistenkreises. Hannah Hoech nahm mit ihren Collagen und Fotomontagen 1920 an der ersten Dada-Messe in Berlin teil, und Germaine Dulac entwickelte als Regisseurin eine ganz neue Filmsprache. Viele Frauen haben ihren Teil zur der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts beigetragen und einflussreich in den künstlerischen Bewegungen ihrer Zeit gewirkt. Die Kunstsammlung NRW feiert mit dieser Ausstellung ihren 50. Geburtstag und stellt die weibliche Seite der Kunstavantgarde vor.

Gespräch mit Cornelia Müller

Kulturnachrichten

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Tabubruch?

Große Deutsche Kunstausstellung 1940, Rechte: Zentralinstitut für Kunstgeschichte
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Große Deutsche Kunstausstellung 1940

Nationalsozialistische Kunst im Internet

Das von Adolf Hitler als nationalsozialistischer Monumentalklotz errichtete "Haus der Deutschen Kunst" in München veranstaltete zwischen 1937 und 1944 jährlich eine "Große Deutsche Kunstausstellung". Dort wurde all das gezeigt, was die Nazis für ästhetisch relevant hielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Ausstellungshalle in "Haus der Kunst" umbenannt und widmete sich fortan moderner Kunst. Die Nazi-Ausstellungen waren freilich in Foto-Alben dokumentiert worden – und genau dieses Material stellt das von dem früheren documenta-Chef Okwui Enwezor geleitete "Haus der Kunst" jetzt ins Netz. 

Bericht von Christian Gampert

Erfolgskonzept?

Intendant für die Ruhrtriennale, Heiner Goebbels, Rechte: picture-alliance/dpa
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Heiner Goebbels

Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen

She She Pop, Rimini Protokoll, Gob Squad oder auch Hofman&Lindholm. Alle sind sie momentan in den Spielplänen der Theaterhäusern in ganz Deutschland vertreten - egal ob freie Szene oder Stadtheater. In ihren Produktionen lassen sich dabei gewisse Gemeinsamkeiten erkennen; Hofmann&Lindholm sprechen von "Komplizen", Rimini Protokoll von "Experten des Alltags" - gemeint sind Laiendarsteller statt professionelle Schauspieler, mit denen sie zusammen "echte" Geschichten von "echten" Menschen erarbeiten. Und noch eines ist diesen Regiekollektiven gemein: Sie studierten alle an der Universität in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft. Das gibt Anlass, einmal nachzufragen: Was ist denn das Erfolgsrezept dieser Kaderschmiede?

Eine Collage von Christiane Enkeler und

Gespräch mit Heiner Goebbels, Direktor des Institutes für Angewandte Theaterwissenschaft und zukünftiger Intendant der Ruhrtriennale

Redaktion: Franziska Traub
Musikzusammenstellung: Dorothee Prasser


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