Samstag, 15.10.11 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
Mit Michael Struck-Schloen
Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Lavant (Christine Habernig): Es riecht nach Weltenuntergang
gelesen von Donata Höffer
aus: Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady. Die Sammlung deutscher Gedichte, hg. von Carl-Otto Conrady
Kulturnachrichten
Fußnoten zur Musikgeschichte
Heute: Geburtstag von Friedrich Nietzsche (1844)
Das Große im Kleinen, das Kleine im Großen: diese Musikgeschichte in Fußnoten hält sich nicht an die Groß- und Hauptjubiläen des Kulturbetriebs. Sie übt den Spürsinn im Kleingedruckten und erinnert, woran sich sonst niemand erinnert. Wie auf den Tag genau vor 143 Jahren Anton Bruckner in einem Brief an seinen Freund Weinwurm den nahenden Wahnsinn ankündigt. Warum, vor 138 Jahren, Camille Saint Saens‘ Oper „Die gelbe Prinzessin“ ein Misserfolg wurde. Oder dass des Thomaskantors Bach Jubel-Kantate „Froher Tag“ vor 278 Jahren genau auf den zehnten Todestag seines Amtsvorgängers fiel: Zufall oder Absicht? -
Holger Noltze öffnet Seiten-, Um- und Nebenwege durch den Dschungel der Musikgeschichte und kreuzt dabei unvermutet immer wieder auch die Hauptstraßen.
- Beitrag hören
7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Nachdenken über den Krieg
Die Wiedereröffnung des Militärhistorischen Museums in Dresden
Ab heute ist das Militärhistorische Museum in Dresden nach siebenjähriger Umbauzeit wieder für das Publikum geöffnet. Schon von außen wird der radikale Bruch mit der Vergangenheit des Hauses als einstigem Wehrmacht- und späteren Armeemuseums der DDR deutlich: ein steiler fünfgeschossiger Keil aus Stahl, Aluminium und Glas ragt aus dem Altbau heraus. Der umstrittene Entwurf von Daniel Libeskind steht zugleich für die Neuorientierung des Museums. In der neuen Dauerausstellung steht nicht mehr das Militär sondern der Mensch im Verhältnis zu Militär, zu Krieg und Gewalt im Mittelpunkt.
Ein Beitrag von Sigrid Hoff
- Beitrag hören
- Militärhistorisches Museum
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Kersten Knipp
- Beitrag hören
Kirche in WDR 3
Mit Prälat Klaus Krämer aus Aachen
Zu Beginn: Herr, ich trau auf dich
Motette für Singstimmen und Basso continuo
Komponist: Andreas Hammerschmidt
Text aus dem Alten Testament nach Psalm 71,1-3
Knabenchor Hannover und Johann Rosenmüller Ensemble
Margit Schultheiss, Orgel
Leitung: Jörg Breiding
Ein Beitrag der Katholischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Nachwuchstalent auf dem zweiten Bühnenweg
Der Regisseur und Schauspieler Herbert Fritsch im Gespräch
Mit zwei Inszenierungen im selben Jahr zum Berliner Theatertreffen eingeladen zu werden, das schaffen nur wenige. Der Regisseur Herbert Fritsch hat es geschafft, mit Henrik Ibsens "Nora" am Oberhausener Theater und Hauptmanns "Biberpelz" aus Schwerin. Als Regisseur (auch beim Film) macht Herbert Fritsch gerade eine fulminante Karriere - nachdem er vor allem an Frank Castorfs Berliner Volksbühne schon eine erfolgreiche Schauspieler-Laufbahn hinter sich hat. Mit seinen 60 Jahren wurde er, bei dem die Schauspieler immer die "Nummer Eins" sind, sogar als Nachwuchsregisseur ausgezeichnet. Ende September hatte Herbert Fritschs Inszenierung von Gotthold Ephraim Lessings bürgerlichem Trauerspiel "Emilia Galotti" in Oberhausen Premiere, und im "Mosaik" spricht er darüber und über die Arbeit auf und vor der Bühne.
Heute Abend um 19.30 Uhr ist "Beute" von Joe Orton in der Regie von Herbert Fritsch am Theater Oberhausen zu sehen.
Herbert Fritschs Inszenierung von Lessings „Emilia Galotti“ ist wieder am 21. Oktober im Theater Oberhausen im Programm.
Herbert Fritschs preisgekrönte "Nora" von Ibsen steht am 19. Oktober auf dem Spielplan.
- Beitrag hören
- Theater Oberhausen
Redaktion: Wassilios Nikitakis
Musikzusammenstellung: Judith Nüsser















