Freitag, 08.01.10 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
Mit David Eisermann
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Tom Schukz: Stendaler Elegie
gelesen von Hussein Cirpici
Kulturnachrichten
Migranten des Wortschatzes
Heute: Jo-Jo
Was ist eigentlich die deutsche Sprache, woraus setzt sie sich zusammen? Mit der Entstehung des Neuhochdeutschen im 17. Jahrhundert war die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Sprache ist permanent äußeren Einflüssen ausgesetzt, passt sich der Interaktion mit anderen Völkern und Ländern an, spiegelt veränderte Lebens- und Berufswelten. Manche Wörter bleiben Modeerscheinungen, andere richten sich dauerhaft im Sprachgebrauch ein - etwa scheinbar urdeutsche Begriffe wie "Eisbein" oder "kunterbunt", denen man ihre lange Reise zu uns gar nicht mehr anhört. Unser Autorenduo berichtet, wo die Wörter her kamen und warum sie im Deutschen heimisch wurden.
Eine Reihe von Rolf Bernhard Essig und Gudrun Schury
7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Der Bürger als Künstler
Der Düsseldorfer Germanist Sascha Kirchner schrieb die erste Biografie von Bruno Frank
Der Schriftsteller Bruno Frank war ein gern gesehener Gast in den Künstlerkreisen der 20er und 30er Jahre. Klug und gebildet, wusste er amüsant zu erzählen und hatte eine faszinierende Ausstrahlung. Mit Max Reinhardt war er ebenso befreundet wie mit Thomas Mann, für den er das wichtige Walpurgisnacht-Kapitel im „Zauberberg“ lektorierte. Der 1887 in Stuttgart geborene jüdische Bankierssohn war ein erfolgreicher Bühnen- und Romanautor. Mit dem 1934 im renommierten Amsterdamer Querido-Verlag erschienenen „Cervantes“-Roman, so lobt DIE ZEIT, sei ihm „eine der schönsten biografischen Darstellungen geglückt, die die deutschsprachige Literatur zu bieten hat“. Nach seinem Tod im amerikanischen Exil 1945 jedoch geriet Bruno Frank nahezu ganz in Vergessenheit. Mit dem im Düsseldorfer Grupello Verlag erschienenen Buch „Der Bürger als Künstler“ macht uns Sascha Kirchner nun erstmals umfassend bekannt mit Werk und Biographie von Bruno Frank.
Ein Beitrag von Eduard Hoffmann
Buchhinweis:
Sascha Kirchner: Der Bürger als Künstler
Bruno Frank (1887-1945) - Leben und Werk
Grupello Verlag, 2009
36 Euro
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- Grupello Verlag
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Wolfgang Stenke
Kirche in WDR 3
Mit Petra Fietzek aus Coesfeld
Zu Beginn: Freunde, daß der Mandelzweig
Komponist: Fritz Baltruweit
Textdichter: Schalom Ben-Chorin
Vokalensemble Sennestadt
Leitung: Dorothea Schenk
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Topp oder Flopp?
Morgen geht es endlich los: Die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 wird, auf dem Gelände der Kokerei Zollverein, mit einem Festakt und einem Kulturfest eröffnet. Eine Chance für das Revier, wie es sie so bald nicht wieder geben dürfte. Doch was wird das Ruhrgebiet damit anfangen, wirklich Kohle und Staub hinter sich lassen und einen Imagewandel einleiten? Und was erwartet den Besucher eigentlich, wie kann er durchs Programm finden und sich darauf vorbereiten? Morgen jedenfalls wird er sich warm anziehen müssen. Ein Gespräch, auch über das Wetter, mit Andreas Rossmann.
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Uraufführung des Films "Robert Schumanns verlorene Träume" in der Düsseldorfer Tonhalle
Im Film "Robert Schumanns verlorene Träume" bestätigen Regisseur Volker Schmidt-Sondermann und Buchautor Axel Fuhrmann nicht das Klischee des melancholischen Romantikers Robert Schumann. Vielmehr sind sie mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen biografisch einem Menschen auf der Spur, der mit unbändiger Energie und Willenskraft seine Ziele verfolgte und der trotz vielfachen Scheiterns bis zuletzt immer wieder neuen Mut schöpfte.
Die aufwändig inszenierte Filmbiografie zeichnet anhand dokumentarischer Neudrehs an Originalschauplätzen in Zwickau, Dresden, Leipzig, Heidelberg, Düsseldorf und Bonn, historischem Archivmaterial, Spielszenen und Experteninterviews das Leben Robert Schumanns nach und verdeutlicht, wie eng Werk und Leben des Romantikers miteinander verbunden sind.
Gespräch mit dem Autor und Produzenten Axel Fuhrmann
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- Tonhalle Düsseldorf
Porträt des Cellisten Daniel Müller-Schott anlässlich diverser Konzerte in NRW

Daniel Müller-Schott
Er zählt zu den herausragenden jungen Cellisten unserer Zeit: Seit Daniel Müller-Schott mit 15 Jahren den begehrten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau gewann, hat er sich einen klingenden Namen erspielt, auf den wichtigen Bühnen der Welt. Inzwischen 33 Jahre alt, tritt er als Kammermusiker mit Anne-Sophie Mutter und André Previn auf, spielt Cellokonzerte unter Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Michael Gielen, Bernard Haitink. Im Januar ist Daniel Müller-Schott häufig in Nordrhein-Westfalen zu Gast: Heute Abend (8. Januar) tritt er in der Kölner Philharmonie auf, morgen (9. Januar) ist er in der Tonhalle Düsseldorf zu hören. Gemeinsam mit der Academy of St. Martin in the Fields unter Sir Neville Marriner musiziert er das Cellokonzert von Camille Saint Saëns. Am 26. Januar spielt Daniel Müller-Schott dann in Solingen, am 27. Januar in Remscheid – beide Male hat er das jazzig-spritzige Cellokonzert von Friedrich Gulda im Gepäck. Am 29. Januar wird er gemeinsam mit der Geigerin Arabella Steinbacher das Doppelkonzert von Johannes Brahms interpretieren, in der Beethoven-Halle in Bonn.
Ein Beitrag von Ursula Böhmer
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- Daniel Müller-Schott
Redaktion: Michael Kohtes
Musikzusammenstellung: Dorothee Prasser
















