Samstag, 08.10.11 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Helmut Heißenbüttel: Das Sagbare sagen
gelesen von Sandra Hüller
aus: Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady. Die Sammlung deutscher Gedichte, hg. von Karl-Otto Conrady
Kulturnachrichten
Fußnoten zur Musikgeschichte
Heute: Erstaufführung von Anton Bruckners „Helgoland“ (1893)
Das Große im Kleinen, das Kleine im Großen: diese Musikgeschichte in Fußnoten hält sich nicht an die Groß- und Hauptjubiläen des Kulturbetriebs. Sie übt den Spürsinn im Kleingedruckten und erinnert, woran sich sonst niemand erinnert. Wie auf den Tag genau vor 143 Jahren Anton Bruckner in einem Brief an seinen Freund Weinwurm den nahenden Wahnsinn ankündigt. Warum, vor 138 Jahren, Camille Saint Saens‘ Oper „Die gelbe Prinzessin“ ein Misserfolg wurde. Oder dass des Thomaskantors Bach Jubel-Kantate „Froher Tag“ vor 278 Jahren genau auf den zehnten Todestag seines Amtsvorgängers fiel: Zufall oder Absicht? -
Holger Noltze öffnet Seiten-, Um- und Nebenwege durch den Dschungel der Musikgeschichte und kreuzt dabei unvermutet immer wieder auch die Hauptstraßen.
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7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
WDR-Hörspiel und Theaterstück
Angst und Abscheu in der BRD - Sendezwang. Von Dirk Laucke, Matthias Platz und Thomas Mahmoud
„Angst und Abscheu in der BRD“ heißt das neue Stück von Dirk Laucke, das er gerade in Oberhausen selbst inszeniert, unterstützt von Thomas Mahmoud (Musik und Sound) und Matthias Platz (Film und Recherche). Wo hört die eine Ideologie auf, fängt die andere an? Wo überschneiden sie sich? Wo steht gar keine dahinter? Wie ein Road-Movie führt das Stück durch Deutschland: Die zwei Gonzo-Journalisten „Holz“ und „Zaunmüller“ haben recherchiert und O-Töne gesammelt, mit denen sie umgehen müssen. Vor dieser Aufgabe steht auch das Inszenierungsteam.
Ein Beitrag von Christiane Enkeler
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- Wdr3 Hörspiel
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilltons von Beatrix Novy
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Kirche in WDR 3
Es spricht Silke Janssen aus Essen über den Choral "Wer nur den lieben Gott lässt walten". Evangelisches Gesangbuch Nummer 369. Sie hören den Essener Bach-Chor unter der Leitung von Hans-Joachim Meyer-Pohrt.
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Insel der Geschichtenerzähler
Isländische Literatur auf der Frankfurter Buchmesse
Gemessen an seiner Einwohnerzahl ist die Vulkaninsel im hohen Norden vielleicht das produktivste Literaturland Europas – auf jeden Fall aber hat Island die höchste Leserdichte: Nur 318.000 Einwohner kaufen jährlich zweieinhalb Millionen Bücher. Über 200 Romane, Erzählungen und Sagas in deutscher Übersetzung hat der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Halldór Gudmundsson im Gepäck, wenn er das Schwerpunktland der Buchmesse vorstellt. Der 55-Jährige leitet den Gastlandauftritt in Frankfurt, der unter dem Motto „Sagenhaftes Island“ steht. Denn die Sagas, deren Niederschrift in der Zeit zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichte, begründen die literarische Tradition Islands. Bis heute sind sie eng mit der isländischen Identität verbunden, was auch daran liegt, dass heutige Isländer die mittelalterlichen Texte noch problemlos im Original lesen können. Eine umfangreiche Ausgabe an Neuübersetzungen erscheint zur Buchmesse. Und 40 Autorinnen und Autoren aus Island werden im Oktober zu Lesereisen durch ganz Deutschland kommen.
WDR 3 Samstagsgespräch mit Halldór Gudmundsson
Buchhinweise:
Isländersagas: Vier Bände mit einem Einführungsband.
Hg. von Julia Zernack, Klaus Böldl und Andreas Vollmer.
S. Fischer Verlag
98,-- Euro ( Alle Bände sind auch einzeln lieferbar)
Halldór Gudmundsson: Halldór Laxness – sein Leben.
Steidl Verlag
24,-- Euro
Halldór Laxness – Taschenbibliothek.
Hg. von Hubert Seelow.
Steidl Verlag, 12 Bände und ein Materialienheft
48,-- Euro
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- Podcast
- Sagenhaftes Island
Kulturnachrichten
Redaktion: Wassilios Nikitakis
Musikzusammenstellung: Judith Nüsser













