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Montag, 10.10.11 um 06:05 Uhr

WDR 3 Mosaik

Das Kulturmagazin

Mit Raoul Mörchen

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:

6.05 bis 7.00 Uhr

Text des Tages

Durs Grünbein: Vocis Imago

Kulturnachrichten

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Design im Dasein

Der Zollstock, Rechte: picture alliance / Arco Images GmbH
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Der Zollstock

Dinge, die unser Leben prägen
Heute: Der Zollstock von Franz und Anton Ullrich, 1885

Im 21. Jahrhundert umgeben wir uns mit mehr Dingen als jemals zuvor und niemals zuvor wurde auf deren Gestaltung soviel Wert gelegt. Aus der Flut der Objekte, die täglich aufs Neue in unsere Leben strömen, ragen zahlreiche Klassiker heraus. Sie haben unseren Alltag geprägt - aus unterschiedlichen Gründen: Weil sie eine besondere Form haben, weil sie eine neue Funktion erfüllten, die den Nerv der Zeit getroffen hat, oder aus ganz anderen Motiven. Klassiker unseres Alltags immer montags um 6:45 Uhr und als Wiederholung gegen 8 Uhr 50, kurz und hintersinnig beleuchtet.

Ein Beitrag von René Spitz

7.08 Uhr bis 8.00 Uhr

Abschluss Ruhrtriennale

"Urmomente beendet"

Gestern, 9.10.2011, endete die dreijährige Festivalleitung von Willy Decker bei der Ruhrtriennale.

Eine "hervorragende Bilanz" gibt die Festivalleitung der Ruhrtriennale bekannt, dem vom Land kräftig unterstützten "Fest der Künste in den Kathedralen der Industriekultur". Die überregionale Beachtung war hoch und mit 44.000 Besuchern wurde eine Auslastung von 87 Prozent erreicht. Intendant war in den vergangenen drei Jahren der bekannte Opernregisseur Willy Decker. Unter dem Motto "Urmomente" befasste er sich mit den drei großen Weltreligionen: Judentum, Islam und Buddhismus. Mit seinem religionsphilosophischen und stark musikalisch orientierten Programm setzte der bekennende Buddhist deutlich neue Schwerpunkte. Hat er damit das Festival auf esoterische Abwege geschickt oder ihm einen zukunftsweisenden Dienst erwiesen?

Ein Kommentar von Martin Burkert

Kulturpresseschau

Blick in die Feuilletons von Ulrike Gondorf

Kirche in WDR 3

Mit Prälat Klaus Krämer aus Aachen
Zu Beginn: Popule meus  Motette für 4stimmigen Chor
Komponist: Tomás Luis de Victoria
Text aus dem Alten Testament nach Micha 6,3
Regensburger Domspatzen
Leitung: Roland Büchner

Ein Beitrag der Katholischen Kirche

8.05 Uhr bis 9.00 Uhr

Die Raserei der Herzen

Johannes Schütz, © Iko Frese
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Johannes Schütz

Johannes Schütz inszeniert Racines "Phädra" im Schauspiel Köln

Wahrscheinlich ist Johannes Schütz der einflussreichste Bühnenbildner des Jahrzehnts. Er schuf die Spielräume, in denen Jürgen Gosch seine Schauspieler frei ließ. Und Karin Beier gelangen ihre besten Inszenierungen in Ausstattungen von Johannes Schütz. Regie geführt hat er schon gelegentlich, auch am Schauspielhaus Bochum. Doch das ist schon viele Jahre her. Nun inszeniert Schütz in der Halle Kalk des Schauspiels Köln Jean Racines Tragödie "Phädra" in der Übertragung von Friedrich Schiller. Die Geschichte einer rasenden Liebe, die sich gegen jede Vernunft durchsetzt und tödliche Folgen hat, bezeichnete Racine als "vielleicht das Vernünftigste, das ich  auf die Bühne gebracht habe". Johannes Schütz wird diesem scheinbaren Paradoxon nachspüren.

Gespräch mit Stefan Keim

Rarität mit Rittern

Probenfoto "Merlin", Foto: ThiloBeu
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Probenfoto "Merlin"

Gelsenkirchens Musiktheater wagt sich an "Merlin" von Isaac Albèniz. Wie "spanisch" klingt- unsere Vorstellung davon hat der Komponist Isaac Albèniz mit seinem "Iberia"-Zyklus maßgeblich geprägt. Seine drei Opern sind dagegen fast unbekannt. In Gelsenkirchen hat man sich "Merlin" vorgenommen, die letzte. Das Libretto gilt als schwach, die Musik, nicht ohne Wagner-Einflüsse, als interessant. Und Regisseur Roland Schwab hat in der Handlung um König Artus, die Fee Morgane und den Zauberer brisante Aktualität entdeckt. Albèniz' Rarität ist zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

Ein Gespräch mit Holger Noltze

Kulturnachrichten

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Den Musil spreng ich in die Luft - Gefälschte Geschichten?

Buchcover "Den Musil spreng ich in die Luft", S. Fischer Verlag
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Ein berühmter Schriftsteller, ein Naturforscher, ein Ethnolinguist, ein Drehbuchautor, ein Maler ... sie alle erleben unglaubliche Dinge und schreiben damit Geschichte, die ganz bestimmt so nicht stattgefunden hat. Der für seine Biographien, Romane, Erzählungen und Hörspiele bekannte Autor nimmt uns mit auf Phantasiereisen, die die wirklich stattgefundene Geschichte dadurch um manche interessante Variante erweitern.

Gespräch mit dem Kölner Autor Dieter Kühn über sein neues Buch

Buchhinweis:
Dieter Kühn: Den Musil spreng ich in die Luft.
Gefälschte Geschichten?
S. Fischer Verlag, Franklfurt, 2011
19,95 Euro

Redaktion: Maria Ott
Musikzusammenstellung: Judith Nüsser


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