Donnerstag, 06.10.11 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Ror Wolf: Vier Herren
Kulturnachrichten
Der Zweiminutenspielfilm
Großes Kino im Kleinformat
Heute: Winnetou - Teil 1
Filme begleiten unser Leben, all die großen dramatischen, komischen, rührenden Geschichten sind auch ein Teil von uns geworden. Der "Zweiminutenspielfilm" im Mosaik filtert die Essenz aus Klassikern der Filmgeschichte, bietet einen klanglichen Kurztrip zu unseren schönsten Kinoerlebnissen, die man endlich einmal wieder hören oder neu entdecken kann immer donnerstags um 6 Uhr 45, und als Wiederholung gegen 8 Uhr 50.
Ein Beitrag von Christian Seebaum
Winnetou - Teil 1. BDR 1963; Regie: Harald Reinl, mit Lex Barker, Pierre Brice, Mario Adorf. Die DVD ist bei Universum Film erhältlich.
7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Warten auf den Literaturnobelpreis
Heute Mittag wird der diesjährige Preisträger bekanntgegeben
Alle Jahre wieder verfällt Anfang Oktober die gesamte literarische Welt in eine vorgezogene Advent-Stimmung – denn das Warten auf die Bekanntgabe des Literaturnobelpreises verläuft auf einem ähnlich hohen Spannungspegel. Nach drei deutschsprachigen Literaturnobelpreisträgern in zwölf Jahren - von Günter Grass über Elfriede Jelinek bis zu Herta Müller vor zwei Jahren - ist es eher unwahrscheinlich, dass die Schwedische Akademie auch in diesem Jahr einen "deutschen Dichter" erwählen wird. In diesem Jahr laufen die Wetten bei Ladbrokes auf Dichter in der arabischen Welt, aber auch schwedische Lyriker stehen hoch im Kurs. Wir sind gespannt, ob es jemand wird, dessen Namen wir zumindest schon mal gehört haben, oder ob einer der Dauerfavoriten wie Philipp Roth oder Amos Oz endlich zum Zuge kommt.
Beitrag von Andrea Gerk
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Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Michael Köhler
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Kirche in WDR 3
Mit Superintendent Dieter Beese aus Münster
Zu Beginn: Glaube, Hoffnung und Liebe, D 955
Lied für 1 Singstimme und Klavier
Komponist: Franz Schubert
Textdichter: Christoph Kuffner
Christine Schäfer, Sopran
Irwin Gage, Klavier
Ein Beitrag der Evangelischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Der neue Forsythe
Uraufführung "Now This When Not That" im Rahmen der Ruhrtriennale
William Forsythe hat die Möglichkeiten von Bewegung und Tanz radikal verändert und erweitert. Damit ist der ursprünglich im klassischen Ballett beheimatete Choreograph nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch der schillerndsten und geheimnisvollsten Protagonisten des zeitgenössischen Tanzes geworden. Seit langem schon gibt es weder Informationen noch Erklärungen zu seinen Stücken; dafür erhalten die Tänzer während den Aufführungen über unsichtbare Kopfhörer Anweisungen des Choreographen. Auch mit seiner jüngsten Produktion ‚Now This When Not That‘ folgt Forsythe dieser von ihm entwickelten choreographischen Praxis, die eher Versuchsanordnungen als durchkomponierten Inszenierungen ähnelt und nichtsdestotrotz immer wieder in ihren Bann zu ziehen vermag.
Rezension von Elisabeth Nehring
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- Ruhrtriennale
Der neue Trier
Der Film "Melancholia" kommt heute in die Kinos
Vor knapp 5 Monaten hat der dänische Regisseur Lars von Trier auf dem Filmfest in Cannes mit wirren Äußerungen und Halbsätzen über Hitler und die Nazis einen Skandal produziert. Die Festivalleitung erklärte ihn zur "persona non grata", über seinen Wettbewerbsbeitrag "Melancholia" sprach kaum noch jemand. Heute kommt der Film ins Kino. Darin spielt Kirsten Dunst eine junge, depressive Frau, die heiratet, um ihr Leben in den Griff zu bekommen. Aber sie kann sich nichts vormachen und lässt die bombastische Hochzeit platzen. Erst als ein Planet auf die Erde zurast und zu kollidieren droht, sieht sie im Gegensatz zu den Menschen um sie herum mit großer Ruhe und Stärke dem Ende der Welt entgegen. Ein Film, der ebenso viel mit Lars von Trier selbst zu tun hat wie der Vorfall in Cannes.
Rezension von Sigrid Fischer
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- Melancholia
Kulturnachrichten
Die kleinen Dinge der großen Philosophen
Kulturgeschichte von Manfred Geier
Schiller soll von fauligen Äpfeln gerochen haben, um in Dichterlauen zu geraten. Bertold Brecht hatte einen Vorleibe für Boxkämpfe und ließe sich vom Ring fürs Theater anregen. Und über Brahms ging gar das üble – und mittlerweile als falsch widerlegte – Gerücht, ihn hätte Klagelaute sterbender Katzen während des Komponierens inspiriert. Fast jeder Künstler oder Denker hat seine kleinen Rituale, um die Fantasie anzuspornen, die Geheimnisse der Kreativität unserer Genies würden viele gerne lüften. Manfred Geiers Buch "Die kleinen Dinge der großen Philosophen" leistet hier nun einen Aufklärungsbeitrag. Er verrät, was sieben Denker und Philosophen zu ihren großen Theorien und Schriften inspiriert hat: von Goethe über Marx, Freud oder Wittgenstein bis zu Walter Benjamin reist Geier durch die Geistesgeschichte und erzählt von Objekten, die die Denker nicht mehr losließ.
Beitrag von Nicole Strecker
Buchhinweis:
Manfred Geier
Die kleinen Dinge der großen Philosophen.
Edition der Freitag. 275 Seiten, 17,80 Euro.
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Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Dorothee Prasser
















