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Dienstag, 04.10.11 um 06:05 Uhr

WDR 3 Mosaik

Das Kulturmagazin

Mit Michael Struck-Schloen

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:

Darin u.a.:

6.05 bis 7.00 Uhr

Text des Tages

Dirk von Petersdorff: Raucherecke

Kulturnachrichten

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Unfug mit Fugen

Konrad Beikircher, Rechte: picture-alliance/dpa
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Konrad Beikircher

Kabarettisten interpretieren Klassische Musik
Heute: Konrad Beikircher und "Ludwig van Beethoven"

Klassische Musik behauptet ihren traditionsreichen Rang in modernen Zeiten und ist tragende Säule des Kulturradios WDR 3. Wie alles Erhabene fordert sie zum neckischen  Witzeln heraus, liebevolle Spötteleien gelten einem hoch geschätzten Genre. Da spielt dann "Eine kleine Lachmusik" Vivaldis "Viagrazeiten" und zu diesem "Haydn-Spaß" gönnt sich der geneigte Kenner einen "Schluck aus dem Opernglas". Ob mit Klavier, Nasenflöte oder Orchester, ob mit Gesang oder gesprochenem Wort - die ganze Welt zwischen Scherz und Scherzo gerät jeden Dienstag gegen 6 Uhr 45 und 8 Uhr 50 ins Blickfeld von "Unfug mit Fugen", dem humorigen Klassikführer.

Reihe von Walter Muffler und Axel Naumer

7.08 Uhr bis 8.00 Uhr

Ein Unding der Liebe?

Ludwig Fels, Rechte: picture alliance/dpa
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Ludwig Fels

Ludwig Fels erhält den Wolfram-von-Eschenbach-Preis

In den Achtzigern hat er als radikaler Realist kräftig umgerührt in der deutschen Literaturszene, in den letzten Jahren ist es etwas stiller geworden um ihn. Ludwig Fels lebt zurückgezogen in einer Neubauwohnung in der Wiener Josefstadt, seine Bücher werden in der Regel gut besprochen, die Verkaufszahlen allerdings sind nicht gerade berauschend. Umso willkommener ist dem 65-jährigen nun der Wolfram-von-Eschenbach-Preis, mit dem ihn seine fränkische Heimat ehrt.

Porträt von Günter Kaindlstorfer

Buchhinweis:
Ludwig Fels: "Egal wo das Ende der Welt liegt". Gedichte
Verlag Jung und Jung, 2011
20,-- Euro

Kulturpresseschau

Blick in die Feuilletons von Ulrich Deuter

Kirche in WDR 3

Mit Superintendent Dieter Beese aus Münster
Zu Beginn: In dir ist Freude, Choral
Komponist: Giovanni Giacomo Gastoldi
Bearbeiter: Anonymus
Textdichter: Cyriakus Schneegaß
Stuttgarter Hymnus-Chorknaben
Eckhard Wagner, Orgel
Leitung: Gerhard Wilhelm

Ein Beitrag der Evangelischen Kirche

8.05 Uhr bis 9.00 Uhr

Mit Gewitter und Sturm?

Probenfoto "Der fliegende Holländer", Foto: Thomas M. Jauk
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Probenfoto "Der fliegende Holländer"

Wagners "Fliegender Holländer" startet in Dortmund

Es geht um Liebe und Erlösung, aber auch um Geld: Richard Wagners "Der Fliegende Holländer" lässt sich auch als eine beißende Karikatur des Kapitalismus lesen. Wie wird Jens-Daniel Herzog, der neue Intendant der Dortmunder Oper die Geschichte des ewig verdammten Seefahrers in seiner ersten Inszenierung am eigenen Haus erzählen? Die Erwartungen sind hoch, auch weil sich hier ein fast neues Ensemble vorstellt. Bringt Herzog, der sich vor allem als Schauspielregisseur einen Namen gemacht hat, das Dortmunder Opernschiff wieder in Fahrt, oder ist hier eine Strandung zu befürchten?

Rezension von Holger Noltze

Sparen statt Spielen?

Probenfoto: "Kontrakte", Foto:  Uwe Stratmann
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Probenfoto "Kontrakte"

"Faust" und "Die Kontrakte des Kaufmanns"
Zwei Saisoneröffnungen in NRW

Faust verkauft seine Seele, und die "Kontrakte des Kaufmanns" verkaufen uns alle an den gierigen Profitwahn der globalen Ökonomie. Mit Goethes Klassiker (in beiden Teilen an einem Abend) eröffnet das Theater Krefeld/Mönchengladbach die neue Schauspielsaison, Elfriede Jelineks wütende Abrechnung kommt in Wuppertal auf die Bühne. Zwei Abende aus einer dichten Abfolge von Premieren am "langen" ersten Oktoberende. Ulrike Gondorf hat die Neuinszenierungen gesehen und gibt einen Ausblick auf die Arbeit der Schauspiel-Ensembles an NRW-Stadttheatern in der neuen Saison. Was kündigt sich Markantes an zwischen Klassikern und Uraufführungen, Wiederentdeckungen und Außenprojekten? Und wie stehen die Chancen, dass nicht öfter vom Sparen als vom Spielen die Rede ist?

Gespräch mit Ulrike Gondorf

Kulturnachrichten

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Ein Roman, wie es noch keinen gab?

Der Schriftsteller Navid Kermani, Rechte: picture alliance/dpa
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Navid Kermani

Der Schriftsteller und Publizist Navid Kermani im Gespräch über sein neues Buch "Dein Name"

Am 8. Juni 2006 beginnt Navid Kermani mit einer Datei, die erst fünf Jahre und mehr als 1200 Seiten später fertiggestellt sein wird – oder ist dieses Buch überhaupt jemals fertig? Er schreibt ein Totenbuch, in dem er Menschen würdigt, die er gekannt hat oder die er vor dem Vergessen bewahren möchte. Unversehens wird das Buch aber auch zu einem Lebensbuch, denn Kermani erkrankt selbst schwer, sein Vater kommt ins Krankenhaus. "Dein Name" ist auch eine Meditation über das Alltägliche, über das Heilige, den Islam, Krieg und Frieden, Familie und nicht zuletzt: über den Versuch, einen Roman zu schreiben, "wie es noch keinen gab".

Buchhinweis:
Navid Kermani Dein Name. Roman 

Hanser Verlag, München 2011
34,90 Euro

Navid Kermani stellt heute ab 19.30 Uhr im Kölner Schauspielhaus sein neues Buch vor.

Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Dorothee Prasser


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