Mittwoch, 11.05.11 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Robert Gernhardt: Erzählungen
Kulturnachrichten
Vom richtigen Leben
Heute: Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814)
"Moralität und Religion sind absolut eins, beides ein Ergreifen des Übersinnlichen, das Erste durch Tun, das Zweite durch Glauben"
Wir leben in relativistischen Zeiten. Manch ein Abendländer vermisst verbindliche "Werte" und Moral. Dogmen und Handlungsanweisungen, wie vor allem die Religion sie bietet, haben wieder Konjunktur. In diesem Geistesklima soll die Reihe "Vom richtigen Leben" als Anstoß zur Besinnung auf das eigene Denken und Urteilsvermögen wirken. Indem sie zeigt, wie vielfältig im Laufe der Geschichte die Antworten auf die immergleichen Fragen ausgefallen sind. Von Jesus bis Marx, von Epikur bis Goethe oder Gandhi: "Vom richtigen Leben" zitiert die Ideen und Ideologien großer Denker und Sinnstifter und beleuchtet ihre Weltweisheiten in kritisch-essayistischen Miniaturen - immer mittwochs um 6.45 Uhr im "Mosaik" auf WDR 3.
Reihe von Detlev Arens und Christian Seebaum
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7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Ursprung von Lauten und Liedern
Wie die Menschheit zur Sprache fand
Warum spricht der Mensch? Warum singt der Mensch? Den Forschenden offenbaren sich viele Quellen. Die ultimative Erklärung aber bleiben sie schuldig. Haben sie es mit Prozessen zu tun, die keine fossilen Beweisstücke hinterlassen. Wie fand der Mensch überhaupt zur Sprache? Für die einen entwickelte sich das Sprechen aus dem Gesang, für die andere aus Gesten. Wieder andere setzen auf eine Wechselbeziehung zwischen Sprache und Musik. Sprache sei von Bedeutung, Musik sei zweckfrei. Dient Sprechen dem Leben und Singen dem Luxus? "Mosaik" streift durch die Evolution menschlicher Kommunikation.
Collage von Claudia Friedrich
Buchhinweis:
Dean Falk: Wie die Menschheit zur Sprache fand.
Mütter, Kinder und der Ursprung des Sprechens
Aus dem Englischen Susanne Kuhlmann-Krieg
Deutsche Verlags-Anstalt 2010
24,99 Euro
CD-Hinweis:
Aga Mikolaj sings Strauss & Mozart. WDR Rundfunkorchester Köln.
Leitung: Karl Sollak. Label: cpo. Osnabrück 2011
Children’s songs of the world. Edita Gruberova singt Kinderlieder.
Label: Nightingale classics. Wien 2004
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Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Wolfgang Stenke
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Kirche in WDR 3
Heute mit Propst Michael Feldmann aus Werl
Zu Beginn: Gloria, aus: Missa ad imitationem Vinum bonum für Doppelchor
Komponist: Orlando di Lasso
Nach einer Vorlage von Orlando di Lasso
Ex Cathedra
Leitung: Jeffrey Skidmore
Ein Beitrag der Katholischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Mosaik-Schwerpunkt: Kulturstiftungen in NRW
Von der Kultur zur Kulturellen Bildung
Heute beginnt in Stuttgart der Deutsche Stiftungstag, ein Treffpunkt für alle deutschen Stiftungen. Das Motto lautet "kreativ, unternehmerisch, sozial", und es soll um die "Verbindung von Kreativität und Orientierung am Gemeinwohl mit unternehmerischem Handeln" gehen. Die kommunalen Kassen sind leer, da schielen viele Kulturschaffende verstärkt nach privaten Geldern. Bei den Kulturstiftungen häufen sich deshalb im Moment die Anträge, denn Stiftungen haben im Gegensatz zu Sponsoren den Vorteil, dass sie unabhängig und verlässlich sind. Allerdings ist in den letzten Jahren eine leichte Verschiebung der Schwerpunkte zu beobachten: Weil der Zuschauer- und Besuchernachwuchs in vielen Kulturinstitutionen fehlt, investieren Stiftungen verstärkt in kulturelle Bildung.
Beitrag von Dina Netz
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Bürgerstiftung Stadt Selm
Kultur steht an erster Stelle
Musikinstrumente für Schüler, die Theatergruppe am Gymnasium oder Klassikkonzerte auf Schloss Cappenberg – dies und viel mehr will die "Bürgerstiftung Stadt Selm" fördern. Kultur steht bei der Stiftung an erster Stelle, außerdem sollen Projekte aus den Bereichen Bildung, Altenhilfe und Denkmalpflege gefördert werden. Im Februar erst hat die "Bürgerstiftung Stadt Selm" sich mit einem Stammkapital von 150.000 Euro gegründet und sucht im Moment nach weiteren Stiftern. Damit liegen die Selmer Initiatoren voll im Trend, denn seit einigen Jahren wächst das Interesse an Bürgerstiftungen.
Gespräch mit Gerhard Stenner von der "Bürgerstiftung Stadt Selm"
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Kulturnachrichten
Räuber-Remake
Uraufführung von "Aufstand" bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Schiller steht im Zentrum des Programms der Ruhrfestspiele, und Karl Moor, der Held der "Räuber", betritt unter dem Namen Charles heute wieder die Bühne. Der Dramatiker Albert Ostermeier hat im Auftrag der Ruhrfestspiele ein Stück geschrieben, das sich an Schiller Jugendwerk und an Thesen einer aktuellen, vieldiskutierten Streitschrift anlehnt."Der kommende Aufstand" wurde 2007 zuerst in Frankreich veröffentlicht, erschien im vergangenen Jahr auch auf deutsch und beschreibt eine politische Unzufriedenheit, die sich nach Meinung der (anonymen) Autoren in Unruhen und Umsturz entladen wird. Ruhrfestspielleiter Frank Hoffmann inszeniert das Stück im Rathaus in Recklinghausen. Der als Tatort-Kommissar bekannte Schauspieler Udo Wachtveitl wirkt in der Rolle Trotzkis mit.
Rezensionsgespräch mit Ulrike Gondorf
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Skulpturen-Raub im Ruhrgebiet
Die Öffentlichkeit ist alarmiert, die Museen sind verängstigt: Sechs Metallskulpturen sind in den letzten Wochen aus öffentlichen Parks im Ruhrgebiet gestohlen worden. Wer oder was steckt dahinter: Kunstdiebe? Kunstfeinde? Radikale Kunstliebhaber? Oder noch etwas ganz anderes? Mosaik wagt sich an eine Fall- und Täteranalyse.
Glosse von Ulrich Deuter
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Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Nicole Spelz
















