Montag, 09.05.11 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Karin Kivus: Die eigene Sage
Kulturnachrichten
Design im Dasein
Dinge, die unser Leben prägen
Heute: Der Anti-Atomkraft-Sticker
Im 21. Jahrhundert umgeben wir uns mit mehr Dingen als jemals zuvor und niemals zuvor wurde auf deren Gestaltung soviel Wert gelegt. Aus der Flut der Objekte, die täglich aufs Neue in unsere Leben strömen, ragen zahlreiche Klassiker heraus. Sie haben unseren Alltag geprägt - aus unterschiedlichen Gründen: Weil sie eine besondere Form haben, weil sie eine neue Funktion erfüllten, die den Nerv der Zeit getroffen hat, oder aus ganz anderen Motiven. Klassiker unseres Alltags immer montags um 6:45 Uhr und als Wiederholung gegen 8 Uhr 50, kurz und hintersinnig beleuchtet.
Ein Beitrag von René Spitz
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7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Zensus 2011
Volkszählung im Zeitalter der Selbstentblößung
Es waren wirklich andere Zeiten. Die Planungen zur Volkszählung in den 1980er Jahren fielen zusammen mit der Neuverfilmung von George Orwells Dystopie 1984. Die Historiker Götz Aly und Karl Heinz Roth veröffentlichten ihr Buch "Die restlose Erfassung", über die große Volkszählung von 1939 – Grundlage für die geplante "Judenkartei" und letztlich für den Holocaust.
Die Angst vor staatlichen Schnüffelei und einem Missbrauch der erhobenen Daten führte vor 24 Jahren zu massiven Protesten. Proteste, die heute im Zeitalter von google und facebook lächerlich wären, oder nicht?
Ein Kommentar von Hans-Joachim Lenger
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Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Ulrich Deuter
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Kirche in WDR 3
Heute mit Propst Michael Feldmann aus Werl
Zu Beginn: Der englische Gruß, op. 22,1
für 4stimmigen gemischten Chor
Komponist: Johannes Brahms
Textdichter: Anton Wilhelm Florentin von Zuccalmaglio
und August Kretzschmer
Norddeutscher Figuralchor
Leitung: Jörg Straube
Ein Beitrag der Katholischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Musikalische Wege ins Wunderland
Bielefeld zeigt Unsuk Chins Oper "Alice in Wonderland"
Die Kritiker der Fachzeitschrift "Opernwelt" wählten dieses Stück 2007 zur "Uraufführung des Jahres". Die koreanische Komponistin Unsuk Chin ist eine Schülerin György Ligetis und vereint in ihrer Musik unmittelbare Klangsinnlichkeit mit großer Komplexität. Lewis Carrols berühmter Roman "Alice im Wunderland" ist schon häufig adaptiert worden. Im Kino schuf Tim Burton daraus eine bunte, skurrile Traumwelt, Robert Wilson und Tom Waits verarbeiteten die Geschichte zu einem Kunstmusical. In Bielefeld inszeniert Operndirektorin Helen Malkowsky die Mischung aus Märchen und Satire, Witolf Werner dirigiert.
Gespräch mit Stefan Keim
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- Theater Bielefeld
„Die Pest“ in Aachen - Auge in Auge mit der Katastrophe
Der Dokumentartheatermacher Hans-Werner Kroesinger beschäftigt sich in Aachen mit der "Pest" von Albert Camus
Menschen im Belagerungszustand. Gegen wen oder was gilt es zu kämpfen, wenn der Gegner übermächtig und die Situation ausweglos scheint? Camus verarbeitete in seinem Roman »Die Pest« seine Erlebnisse aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Er setzte gegen Unterdrückung und Tyrannei die Solidarität der Menschen. Angesichts der aktuellen Geschehnisse in Japan oder in Libyen haben von der Natur oder von Menschen gemachte Katastrophen und Kriege eine brisante Dringlichkeit gewonnen. Der Dokumentartheatermacher Hans-Werner Kroesinger nimmt Themen aus Albert Camus' Roman "Die Pest" und befragt sie in einer dokumentarischen und theatralischen Recherche auf ihre Gültigkeit.
Gespräch mit Ulrike Gondorf
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- Theater Aachen
Kulturnachrichten
Das Archiv der zukünftigen Ereignisse. Ein neues Projekt von Hofmann & Lindholm
Was wissen Sie über die Zukunft? Worauf bereiten Sie sich vor? Was werden Sie bei welcher Gelegenheit sagen, denken oder tun? Das Künstlerduo Hofmann&Lindholm arbeitet zurzeit an einem Projekt mit dem Titel "Archiv der zukünftigen Ereignisse" und befragt hierfür Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln hinsichtlich ihrer Zukunft. Die Gespräche kreisen um Ereignisse, die noch nicht eingetroffen sind, jedoch bereits vorbereitet werden oder absehbar sind - private Situationen können ebenso Thema sein wie gesellschaftliche Vorgänge.
Heute Abend findet um 18 Uhr ein Informationsabend im Erfrischungsraum des Schauspiel Köln statt.
Gespräch mit den Künstlern
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- Hofmann & Lindholm
Gunter Sachs ist tot
„Ich glaube zum Playboy haben mich die Zeitungen abgestempelt, hingegen zum Kunstsammeln kam ich aus mir selbst und aus Liebe zur Kunst“
Der Fotograf, Dokumentarfilmer und Kunstsammler nahm sich nach Angaben der Polizei in seinem Haus im schweizerischen Gstaad das Leben. Gunter Sachs besaß eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst und pflegte enge Kontakte zu Künstlern wie Salvador Dalí, Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Yves Klein.
Nachruf von Jochen Stöckmann
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Redaktion: Valentina Dobrosavljevic
Musikzusammenstellung: Nicole Spelz

















