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Freitag, 30.09.11 um 06:05 Uhr

WDR 3 Mosaik

Das Kulturmagazin

Mit Daniel Finkernagel

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:

6.05 bis 7.00 Uhr

Text des Tages

Carl Guesmer: Bild aus Mecklenburg

Kulturnachrichten

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Migranten des Wortschatzes

Wie fremde Wörter bei uns heimisch werden
Heute: Tolpatsch

Was ist eigentlich die deutsche Sprache, woraus setzt sie sich zusammen? Mit der Entstehung des Neuhochdeutschen im 17. Jahrhundert war die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Sprache ist permanent äußeren Einflüssen ausgesetzt, passt sich der Interaktion mit anderen Völkern und Ländern an, spiegelt veränderte Lebens- und Berufswelten. Manche Wörter bleiben Modeerscheinungen, andere richten sich dauerhaft im Sprachgebrauch ein - etwa scheinbar urdeutsche Begriffe wie "Eisbein" oder "kunterbunt",  denen man ihre lange Reise zu uns gar nicht mehr anhört. Unser Autorenduo berichtet, wo die Wörter her kamen und warum sie im Deutschen heimisch wurden, immer freitags um 6 Uhr 45 und als Wiederholung gegen 8 Uhr 50.

Reihe von Rolf Bernhard Essig und Gudrun Schury

7.08 Uhr bis 8.00 Uhr

Schlimmcity

Plakat zur Veranstaltung, Foto: Ringlokschuppen
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Plakat zur Veranstaltung

Das Mühlheimer Stadtspiel in Realversion

Im Computerpiel "SimCity" scheint alles ganz einfach: Mit ein paar Klicks entsteht eine Stadt nach den eigenen Wünschen. In Mühlheim an Ruhr wird seit dem 14. September dieses Stadtspiel in Realversion erprobt. Noch bis zum 9. Oktober steht hier die Stadt als öffentlicher Raum im Fokus vieler künstlerischer Arbeiten und offenen Diskussionen. Die Mühlheimer sind dazu angehalten, sich mit ihrer Stadt auseinanderzusetzen. Was ist das für eine Stadt, in der sie leben und was macht sie so "schlimm"? Wo findet hier noch städtisches Leben statt und vor allem: was gilt es zu verändern?

Bericht von Franziska Traub

Kulturpresseschau

Blick in die Feuilletons von Michael Köhler

Kirche in WDR 3

Mit Prälat Franz Hochstein aus Paderborn
Zu Beginn: Sei nun wieder zufrieden, meine Seele 
Motette für Singstimmen und Instrumente
Komponist: Andreas Hammerschmidt
Text aus dem Alten Testament nach Psalm 116,7-9
Knabenchor Hannover und Johann Rosenmüller Ensemble
Leitung: Jörg Breiding

Ein Beitrag der Katholischen Kirche

8.05 Uhr bis 9.00 Uhr

Ans Licht bringen

Probenfoto "Kein Licht", © Klaus Lefebvre
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Probenfoto "Kein Licht"

Elfriede Jelinek & Karin Beier am Schauspiel Köln

Die Kombination Elfriede Jelinek / Karin Beier, die im letzten Jahr überaus  erfolgreich gewesen ist, wird zur neuen Saison am Kölner Schauspielhaus fortgesetzt. Auf den Dreier-Wurf „Das Werk / Im Bus / Ein Sturz“, mit dem Regisseurin und Theater erneut an die Spitze der Bühnen-Rankings gelangt sind und der nicht zuletzt die Stadt Köln selbst Mores lehrte, folgt nun der Doppelabend „Demokratie in Abendstunden & Kein Licht. Der erste Teil collagiert Material etwa von Beuys, John Cage und Rainald Goetz. Der zweite Teil (Elfriede Jelinek) widmet sich einer Katastrophe, nämlich dem Unglück von Fukushima. Also: Menschheitsdämmerung und Weltenlärm.

Eine Rezension von Andreas Wilink

Island und Architektur?

Eiríksstadir, Rekonstruktion eines Langhauses, Foto: Gudmundur Ingólfsson
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Eiríksstadir, Rekonstruktion eines Langhauses

Ausstellung Deutsches Architektur Museum in Frankfurt

Als Begleitveranstaltung zur Frankfurter Buchmesse veranstaltet das Deutsche Architekturmuseum die Ausstellung „Island und die Architektur?“ Präsentiert wird nicht nur die bekannte Konzerthalle Harpa, die kürzlich vom dänischen Architekten Henning Larsen und dem dänisch-isländischen Künstler Olaffur Eliasson am Hafen Reykjaviks errichtet wurde. In der Ausstellung lernt man auch zahlreiche weniger geläufige Architekten kennen, die bedeutenden Einfluß auf das isländische Baugeschehen der letzten Jahrzehnte hatten.

Ein Beitrag von Klaus Englert

Kulturnachrichten

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Warten auf Yoshio

Probenfoto "Hanjo", Foto: picture-alliance/dpa
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Probenfoto "Hanjo"

Calixto Bieito inszeniert "Hanjo" von Toshio Hosokawa

Yukio Mishima war einer der kraftvollsten und umstrittensten Autoren Japans. Als er sich 1970 in Tokio auf rituelle Art selbst entleibte, fand in diesem spekta-kulären Selbstmord die verzweifelte Suche nach Halt in der eigenen Tradition angesichts einer sterilen, amerikanisierten Konsumgesellschaft ein tragisches Ende. Es ist ein Zwiespalt, den auch Toshio Hosokawa, Japans bedeutendster und fleißigster Komponist, seit langem empfindet. Deshalb greift er in seinen Opern gern auf traditionelle Sujets oder Formen zurück – etwa in seinem 2004 uraufgeführten Hanjo. Aus Mishimas Modernen Nō-Spielen entnahm Hosokawa die Geschichte von der ehemaligen Geisha Hanako, die bis zum Wahnsinn auf einen Mann wartet, der ihr einst begegnete. Dazu hat Hosokawa eine organische, fast naturhafte Musik komponiert, die in der Duisburger Gebläserhalle von der musikFabrik (Ltg. Garry Walker) gespielt wird. Und zum ersten Mal erlebt man bei der Ruhrtiennale eine Arbeit des spanischen Starreguíssuers Calixto Bieito..

Gespräch mit Michael Struck-Schloen

Redaktion: Wassilios Nikitakis
Musikzusammenstellung: Andreas Bindzus


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