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Samstag, 01.10.11 um 06:05 Uhr

WDR 3 Mosaik

Das Kulturmagazin

Mit Michael Struck-Schloen

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:

6.05 bis 7.00 Uhr

Text des Tages

Friedrich Rückert: Grammatische Deutschheit
gelesen von Sophie Rois
aus: Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady. Die Sammlung deutscher Gedichte, hg. von Karl-Otto Conrady

Kulturnachrichten

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Fußnoten zur Musikgeschichte

Leos Janácek, Rechte: picture-alliance / Mary Evans Picture Library

Leos Janácek

Heute: Leos Janácek komponiert die Sonate „1.X.1905“ (1905)

Das Große im Kleinen, das Kleine im Großen: diese Musikgeschichte in Fußnoten hält sich nicht an die Groß- und Hauptjubiläen des Kulturbetriebs. Sie übt den Spürsinn im Kleingedruckten und erinnert, woran sich sonst niemand erinnert. Wie auf den Tag genau vor 143 Jahren Anton Bruckner in einem Brief an seinen Freund Weinwurm den nahenden Wahnsinn ankündigt. Warum, vor 138 Jahren, Camille Saint Saens‘ Oper „Die gelbe Prinzessin“ ein Misserfolg wurde. Oder dass des Thomaskantors Bach Jubel-Kantate „Froher Tag“ vor 278 Jahren genau auf den zehnten Todestag seines Amtsvorgängers fiel: Zufall oder Absicht? 

Holger Noltze öffnet Seiten-, Um- und Nebenwege durch den Dschungel der Musikgeschichte und kreuzt dabei unvermutet immer wieder auch die Hauptstraßen

7.08 Uhr bis 8.00 Uhr

Lichtsicht

Lichtsicht-Biennale, Foto: Carola Loeser, Copyright: AES+F
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Lichtsicht-Biennale

Die Dritte Projektions-Biennale in Bad Rothenfelde

Heute wird in Bad Rothenfelde die dritte Projektions-Biennale eröffnet. Unter der künstlerischen Leitung des zweimaligen Documenta-Leiters Manfred Schneckenburger  bespielen Künstlerinnen und Künstler aus Russland, Südkorea, Israel, Österreich, Japan, Bulgarien und Deutschland die salzig verkrusteten Schwarzdornwände der historischen Gradierwerke. Insgesamt entsteht dabei ein gigantischer Bilderreigen auf über 11.000 Quadratmetern.  Zu sehen sind die Lichtkunstwerke bis zum 8. Januar 2012, jeweils ab Dämmerungsbeginn.

Beitrag von Susanne Hagemann

Kulturpresseschau

Blick in die Feuilletons von Michael Köhler

Kirche in WDR 3

Mit Prälat Franz Hochstein aus Paderborn
Zu Beginn: Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren 
Motetette für Singstimmen und Basso continuo
Komponist: Johann Christoph Bach
Text aus dem Neuen Testament nach Lukas 2,29
Cantus Cölln
Leitung: Konrad Junghänel

Ein Beitrag der Katholischen Kirche

8.05 Uhr bis 9.00 Uhr

Mit anderen Augen

Helmut Oehring, Rechte: picture-alliance/dpa
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Helmut Oehring

Gespräch mit dem Komponisten Helmut Oehring

Helmut Oehring wurde 1961 als Sohn taubstummer Eltern in Ost-Berlin geboren. Erst mit vier Jahren lernte er sprechen, nachdem er vorher ausschließlich in der Gebärdensprache kommunizierte. Im Alter von 11 Jahren entdeckte er eher zufällig die Musik als seine "Lebensretterin": zunächst die Hitparade, bald darauf die Streichquartette von Bela Bartok. Als Autodidakt lernte er Gitarre und begann später zu komponieren. Heute gilt er als einer der bedeutenden Vertreter der Neuen Musik in Deutschland. Schon jetzt hat er seine sehr persönliche Autobiografie vorgelegt.

Buchhinweis:
Helmut Oehring: Mit anderen Augen.
Vom Kind gehörloser Eltern zum Komponisten
btb Verlag, 2011
15,99 Euro

Redaktion: Wassilios Nikitakis
Musikzusammenstellung: Andreas Bindzus


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