Dienstag, 27.09.11 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Günter Kunert: So soll es sein
Kulturnachrichten
Unfug mit Fugen
Kabarettisten interpretieren
Klassische Musik
Heute: Hans Dieter Hüsch und "Oper"
Klassische Musik behauptet ihren traditionsreichen Rang in modernen Zeiten und ist tragende Säule des Kulturradios WDR 3. Wie alles Erhabene fordert sie zum neckischen Witzeln heraus, liebevolle Spötteleien gelten einem hoch geschätzten Genre. Da spielt dann "Eine kleine Lachmusik" Vivaldis "Viagrazeiten" und zu diesem "Haydn-Spaß" gönnt sich der geneigte Kenner einen "Schluck aus dem Opernglas". Ob mit Klavier, Nasenflöte oder Orchester, ob mit Gesang oder gesprochenem Wort - die ganze Welt zwischen Scherz und Scherzo gerät jeden Dienstag gegen 6 Uhr 45 und 8 Uhr 50 ins Blickfeld von "Unfug mit Fugen", dem humorigen Klassikführer.
Reihe von Walter Muffler und Axel Naumer
7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Künstler am Werk
Heute: Bildhauer Uwe Karlsen
Wie entsteht ein Kunstwerk? Welche Werkstätten benötigt ein Künstler,
um seine Arbeiten zu realisieren? Und wie wird ein Werk schließlich vor
Ort von der Skizze in den realen Raum übertragen? WDR 3 Mosaik geht diesen Fragen von Entstehungsbedingungen der Kunst in einer kleinen Reihe nach. Reporterin Claudia Dichter hat den Bildhauer Uwe Karlsen in die
Kölner Keramikwerkstatt von Niels Dietrich begleitet und beobachtet,
wie aus mehreren Tonnen Ton ein Kunstwerk wurde. Der in der Schweiz lebenden Künstler Uwe Karlsen macht große Skulpturen aus Keramik und Metall für den Außenraum. Amorphe Figuren, die vor Dynamik strotzen. Die bis zu 300 Kilo schweren Arbeiten entstehen in einem aufwendigen und physisch extrem anstrengenden Prozess Köln, in der Keramikwerkstatt Niels Dietrich.
Reportage von Claudia Dichter
Aktuelle Ausstellung:
MEISSEN artCAMPUS
- Der Neue Anfang
Ausstellung in der Baumwollspinnerei Leipzig
Bis 15.10.2011
Buchhinweis:
Erformt. Uwe Karlsen
Hrsg. Raimund Stecker
DuMont Buchverlag, Köln 2011
39,95 Euro
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- Baumwollspinnerei Leipzig
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Kersten Knipp
- Beitrag hören
Kirche in WDR 3
Mit Prälat Franz Hochstein aus Paderborn
Zu Beginn: Cantate Domino, Motette
Komponist: Claudio Monteverdi
Rheinische Kantorei
Christoph Lehmann, Orgel
Leitung: Hermann Max
Ein Beitrag der Katholischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Mosaik-Schwerpunkt: 50. Jubiläum des Deutschen Kabarettarchivs
"Wir werden diese alberne Welt umschmeißen", verhieß an der Schwelle des 20. Jahrhunderts Kabarettpionier Otto Julius Bierbaum. So ganz ist das dem Brettl in seiner mehr als hundertjährigen Geschichte nicht gelungen und der Schweizer Kabarettdoyen Franz Hohler konstatiert deshalb augenzwinkernd: "Wenn wir auch sonst nirgendwo hinkommen, kommen wir wenigstens ins Archiv." Genauer gesagt ins Deutsche Kabarettarchiv in Mainz, das in diesem Jahr sein fünfzigstes Jubiläum feiert. Hier entsteht fortlaufend ein Gesamtbild der Kleinkunst in Bild- und Tondokumenten, Plakat- und Notensammlungen, Programmheften, Manuskripten, Briefwechseln.
Beitrag von Walter Muffler
Auf dem Weg zur Spaßgesellschaft
Mosaik-Schwerpunkt: 50. Jubiläum des Deutschen Kabarettarchivs
Jürgen Kessler, einer der besten Kabarettkenner des Landes, steht Rede und Antwort über sein Metier, das er begreift als "Schmelztiegel vieler verschiedener Künste". Der Mainzer Alt- und Immernochvordere des gepflegten Aufmüpfens erlebte und begleitete den Wandel des Kabaretts von der hochpolitischen 68er-Ära bis zur entpolitisierten Post-Spaßgesellschaft. Als Mitinitiator des deutschen Kleinkunstpreises, als Manager der Kabarettgröße Hanns Dieter Hüsch und als Leiter des deutschen Kabarettarchivs. Quo vadis Kabarett, Quote oder Quorum - diese Frage treibt unseren Gesprächsgast um.
Gespräch mit Jürgen Kessler
Leiter des Deutschen Kabarettarchives
Jubiläumsausstellung "Satire und Justiz"
Bis 30.09, auf den Fluren der Staatsanwaltschaft Mainz
Ernst-Ludwig-Str. 7, 55116 Mainz
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Kulturnachrichten
Kulturgeschichte der Stadt Venedig
Heute erscheint "Venedig erobert die Welt" von Roger Crowley
Robert Crowleys Porträt von Venedig schildert, wie die auf Eichenpfählen labil im Marschland ruhende Stadt an der Mündung des Po zur reichsten und mächtigsten Handelsstadt der Welt aufstieg. Schon immer waren die republikanischen Venezianer anders, passten in kein Schema: sie lebten im und vom Wasser, das ihnen zunächst nur reichlich Fisch lieferte und das überall begehrte Salz. Crowley zeigt, mit welcher die Konkurrenz überragenden kaufmännischen Intelligenz – und macchiavellistisch gnadenlosen Brutalität – Venedigs Macht bis zu dem Punkt wuchs, als sein Monopol um 1500 durch die Entdeckung des Seewegs nach Indien und die Eroberung der Neuen Welt gebrochen wurde.
Rezension von Hans-Jörg Modlmayr
Buchhinweis:
Roger Crowley: Venedig erobert die Welt
Die Dogen-Republik zwischen Macht und Intrige
Aus dem Englischen von Hans Freundl und Heike Schlatterer
Theiss Verlag, 2011
24,95 Euro
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Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Andreas Bindzus

















