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Mittwoch, 27.01.10 um 06:05 Uhr

WDR 3 Mosaik

Das Kulturmagazin

Mit Daniel Finkernagel

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:

6.05 bis 7.00 Uhr

Text des Tages

Victoria Theodoru: Picnic
Gelesen von Manuela Alphons

Kulturnachrichten

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Bildbeschreibung

Museum MARTa Herford, Rechte: dpa Report

MARTa Herford

Heute: Mimmo Paladinos "Blattgold und Mischtechnik auf Holz", 2007

Kaum ein Bundesland verfügt über eine so hohe Museumsdichte wie Nordrhein-Westfalen. Hochkarätige Werke vom Mittelalter bis in die jüngste Gegenwart sind hier jederzeit und für alle verfügbar. Dabei sind es bei weitem nicht nur die großen Blockbuster-Ausstellungen, für die es sich lohnt, Schlange zu stehen. Denn Museen sind Erinnerungsorte, in denen geforscht, bewahrt und gesammelt wird. Viele Besucher wissen gar nicht, dass sich das eigentliche "Herz" der Museen in den stilleren Sälen befindet. Die Reihe "Bildbeschreibung" will die verborgenen Schätze in NRWs Museen heben.

Vorgestellt von Jan Hoet, Gründungsdirektor des Museums MARTa Herford

7.08 Uhr bis 8.00 Uhr

Oberhaupt der Klangkörper

Zur Krisen-Konferenz der Deutschen Orchestervereinigung

Die Lage der öffentlich geförderten Orchester ist im Vergleich zu anderen Kultureinrichtungen immer noch vergleichsweise gut. Doch nicht nur im Osten Deutschlands haben sich seit den neunziger Jahren Orchesterschließungen, Etatkürzungen und Fusionen gehäuft. Auch in Nordrhein-Westfalen, wo immer noch eine hohe Dichte an traditionellen Kulturorchestern herrscht, war in den letzten zwanzig Jahren das Wegsparen von Klangkörpern nicht tabu: 1992 wurde das Musiktheater Oberhausen aufgelöst, im Jahr 2000 musste die Philharmonia Hungarica in Marl Insolvenz anmelden, und zum Beispiel das Opernorchester der Stadt Bonn wird, ungeachtet des wirtschaftlichen Booms der Stadt, seit Jahren zum Sparen gezwungen.
Im Zuge der Finanzkrise und nicht zuletzt durch das so genannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz der neuen Bundesregierung ist die finanzielle Lage der Kommunen prekär, und so sind stärkere Einsparungen bei den deutschen Orchestern zu befürchten als je zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik.

Beitrag von Matthias Nöther

Kulturpresseschau

Blick in die Feuilletons von Ulrich Deuter

Kirche in WDR 3

Mit Pfarrerin Johanna Krumbach aus Augustdorf
Zu Beginn: Er weckt mich alle Morgen für gemischten Chor a cappella
Komponist: Rudolf Zöbeley
Textdichter: Jochen Klepper
Solistenensemble
Leitung: Gerhard Schnitter

8.05 Uhr bis 9.00 Uhr

Auftritt in Köln

Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller, Rechte: pictures-alliance

Herta Müller

Lesung der Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller im WDR Funkhaus

In Kooperation mit dem Kulturradio WDR 3 hat das Literaturhaus Köln die Schriftstellerin Herta Müller eingeladen. Herta Müller las gestern im WDR Funkhaus aus ihrem Roman "Atemschaukel". Das Kulturmagazin Mosaik berichtet über die Lesung und sendet Ausschnitte aus dem Gespräch mit der in Rumänien geborene deutschsprachigen Literatur-Nobelpreisträgerin. Die vollständige Lesung ist im WDR 3 Kulturradio am Karfreitag zu hören, von 12.05 bis 13.00 Uhr in der Sendung Gutenbergs Welt. Der Roman "Atemschaukel", beschreibt das Schicksal eines jungen Mannes, der nach dem 2. Weltkrieg in ein sowjetisches Arbeitslager verschleppt wird. Gespeist wird der Roman über die Deportation von Rumänien-Deutschen in die Ukraine insbesondere von den Erlebnissen des Dichters Oskar Pastior.  

Bericht von Terry Albrecht

Christoph Brockhaus geht...

Christoph Brockhaus, Foto: Britta Lauer

Christoph Brockhaus

Nach 25 Jahren übergibt Christoph Brockhaus die Museumsleitung des Duisburger Lehmbruck Museums an Raimund Stecker 

Das Wilhelm Lehmbruck Museum versammelt neben dem Lebenswerk seines Namenspatrons, des berühmten Duisburger Bildhauers, bedeutende Skulpturen der Klassischen Moderne bis zur zeitgenössischen Objektkunst. Mit seiner luftigen Architektur und dem Skulpturenpark gehört das Haus zu den wichtigsten Zentren der Bildhauerkunst in Europa. Ein Vierteljahrhundert lang hat der Kunsthistoriker Christoph Brockhaus die Geschicke des Hauses bestimmt und maßgeblich zu dessen internationalen Renommee beigetragen. Ende des Jahres geht er in Pension und zum 1. Februar übergibt er die Museumsleitung an seinen Nachfolger Raimund Stecker.

Gespräch mit dem langjährigen Museumsleiter

...Raimund Stecker kommt

Raimund Stecker, Foto: Stadt Duisburg
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Raimund Stecker

Porträt des neuen Direktors des Wilhelm Lehmbruck Museums

In den 90er Jahren hat Raimund Stecker den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf geleitet. Von 2000 bis 2006 war er Gründungsdirektor des Arp-Museums in Rolandseck. Weil er Kritik an der umstrittenen Praxis posthumer Güsse der Skulpturen Hans Arps durch den Trägerverein des Museums geäußert hatte, musste er noch vor der Eröffnung seinen Hut nehmen. Inzwischen hat sich längst bestätigt, dass er Recht hatte. Am 1. Februar übernimmt Stecker nun die Leitung des renommierten Duisburger Zentrums für Bildhauerkunst.

Beitrag von Christel Wester

Hinter den Kulissen der Kulturhauptstadt

Zeche Zollverein Essen, Rechte: pictures-alliance

Zeche Zollverein

Das Projekt Designstandort Zollverein stagniert

Essen, Zeche Zollverein. Paradebeispiel für eine restaurierte und zum Industrie- und Designmuseum umfunktionierte Altanlage der Montanindustrie. Sie fungiert denn auch als das prominenteste der fünf Besucherzentren der Kulturhauptstadt und produzierte als Kulisse für das Eröffnungswochenende genau die "großen Bilder", die man als Startschuss in die Welt schicken wollte. Die Gala jedoch ist inzwischen verraucht, der Alltag hält wieder Einzug und damit das ungelöste Problem der auf dem Gelände anvisierten "Design-Stadt". Seit über 20 Jahren ist geplant, dass auf einer ausladenden Freifläche Gebäude für die Ansiedlung von Firmen der Kreativwirtschaft hochgezogen werden sollen. Indes es wollen sich par tout keine Investoren einstellen! Die hochtrabenden Pläne drohen, wie's aussieht, zum Mythos zu werden.

Anmerkungen von Ulrich Land

Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Sebastian Blume


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