Freitag, 12.03.10 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Willian Wordsworth: Auf der Westminster Brücke
Gelesen von Bernt Hahn
Kulturnachrichten
Migranten des Wortschatzes
Wie fremde Wörter bei uns heimisch werden
Heute: Okay
Was ist eigentlich die deutsche Sprache, woraus setzt sie sich zusammen? Mit der Entstehung des Neuhochdeutschen im 17. Jahrhundert war die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Sprache ist permanent äußeren Einflüssen ausgesetzt, passt sich der Interaktion mit anderen Völkern und Ländern an, spiegelt veränderte Lebens- und Berufswelten. Manche Wörter bleiben Modeerscheinungen, andere richten sich dauerhaft im Sprachgebrauch ein - etwa scheinbar urdeutsche Begriffe wie "Eisbein" oder "kunterbunt", denen man ihre lange Reise zu uns gar nicht mehr anhört. Unser Autorenduo berichtet, wo die Wörter her kamen und warum sie im Deutschen heimisch wurden.
Reihe von Rolf Bernhard Essig und Gudrun Schury
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7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Politik und Kultur
Braucht Nordrhein-Westfalen einen Kulturminister?
NRW sieht und feiert sich gerne als eine der dichtesten Kulturlandschaften Europas. Dabei hat das Land nicht mal einen eigenen Kulturminister. Denn muss es dringend bekommen, fordert der Kulturrat NRW pflichtgemäß, sind doch am 9. Mai Landtagswahlen. Aber wäre es damit getan, ist nicht viel wichtiger, dass die Kultur in diesen Zeiten der Krise von einer Persönlichkeit vertreten wird, die ihre Bedeutung für das Land, und d.h. vor allem für seine vielen großen Städte, herausstellt und sie stärkt.
Anmerkungen von Andreas Rossmann
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Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Ulrich Deuter
Kirche in WDR 3
Mit Pastor Christoph Neumann aus Iserlohn
Zu Beginn: Gib Dich zufrieden und sei stille, op. 55,2
für 4-stimmigen Chor a cappella
Komponist: Albert Becker
Textdichter: Paul Gerhardt
Thomanerchor Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller
Ein Beitrag der Evangelischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Kultur und Politik
Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller diskutiert mit Künstler Ai WeiWei
In Herta Müllers Romanen, Erzählungen und Essays geht es immer darum, wie die Diktatur in Rumänien unter Ceausescu die Menschen deformiert und welche Wunden sie geschlagen hat. Im Mittelpunkt von Ai Weiweis künstlerischer Arbeit steht die Kritik des Regimes in China. Doch beide wollen eigenständige Kunstwerke schaffen und nicht nur politischen Kommentare liefern. Gestern Abend trafen sich die Literaturnobelpreisträgerin und der hierzulande bekannteste chinesische Künstler im Kölner Schauspielhaus, um die alte, doch immer wieder aktuelle Frage zu diskutieren: Wie politisch kann, darf oder muss Kunst sein?
Bericht von Christel Wester
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Literatur und Musik

Schauspieler Hanns Zischler
Hanns Zischler präsentiert "Fülle des Wohllautes von Thomas Mann auf der lit.Cologne
Bekannt wurde der Schauspieler Hanns Zischler Anfang der 70er Jahre durch die Filme von Wim Wenders. Seitdem hat er in über 170 Kino- und Fernsehfilmen mitgespielt. Aber Zischler agiert nicht nur auf der Leinwand, sondern auch auf dem Papier. Der Cineast schreibt regelmäßig Filmkritiken und mit seinem Buch „Kafka geht ins Kino“ wurde er als Essayist bekannt. Aber auch die innige Beziehung zwischen Sprache und Musik ist ein Thema, das den Literaturliebhaber Hanns Zischler brennend interessiert. Schließlich setzt er seine Stimme in Hörbüchern und Hörspielen ständig als Instrument ein, um Sprache zum Klingen zu bringen. Auf der lit.Cologne liest er am Sonntag das legendäre Kapitel „Fülle des Wohllauts“ aus dem „Zauberberg“, in dem Thomas Manns Protagonist Hans Castorp seinen Schallplattenschrank öffnet und Rossini, Puccini, Verdi, Gounod, Bizet und Debussy vorspielt.
Gespräch mit dem Schauspieler und Essayisten Hanns Zischler
Hinweis auf die Veranstaltung:
Auf Flügeln des Gesanges – das Libretto: Thomas Mann: Fülle des Wohllauts Mit Hanns Zischler, lit.Cologne, 14.3., 17:30 Uhr, Schlosserei
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Heimspiel

Ewald Mataré, Stehende Kuh (Windkuh), 1923 Bronze
Zur Eröffnung der Ausstellung "Ewald Mataré. Eine rheinische Privatsammlung" im Museum Kurhaus Kleve
Mataré zählte nicht nur zu den wichtigsten rheinischen Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit. Mit seiner unverwechselbaren plastischen Formensprache spielte er auch innerhalb der klassischen Moderne in Deutschland eine bedeutsame und einflussreiche Rolle, wie etwa als Lehrer von Erwin Heerich und Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie.
1988 gelangte sein künstlerischer Nachlass an das Museum Kurhaus. Dieser eigene Bestand wird nun bis Juni ergänzt durch 50 Mataré-Arbeiten aus einer rheinischen Privatsammlung. Sie stammen aus den Jahren 1923-1960 und decken somit das gesamte Schaffensspektrum ab, in dessen Zentrum zeitlebens die Tierdarstellung stand. Zu Matarés Markenzeichen wurden dabei die handschmeichlerisch kleinen und ganz in sich selbst ruhenden, liegenden Kälbchen und Kühe.
Rezension von Christiane Vielhaber
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- Museum Kurhaus Kleve
Gastspiel
Ausstellungsbeitrag der Akademie der Künste "aus/ gezeichnet/ zeichnen" zum 25-jährigen Jubiläum des Käthe Kollwitz Museums
In diesem Jahr feiert das Käthe Kollwitz Museum Köln seinen 25. Geburtstag. Zu diesem Anlass widmet sich das Museum in einer Ausstellung der Zeichnung als künstlerischem Ausdrucksmittel, im Andenken an Käthe Kollwitz, die selbst eine große Zeichnerin war. Der Begriff der Zeichnung hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts jedoch geändert. Die Zeichnung ist heute ein selbständiges Werk und entsteht nicht mehr allein mit Bleistift, Kohle oder Feder auf Papier. Photographie, digitale Medien und Objekte erweitern das Spektrum, wie die Ausstellung zeigt. Werke von über 60 Künstlerinnen und Künstlern sind zu sehen, alle sind Mitglieder der Akademie der Künste Berlin, Sektion Kunst.
Ein Beitrag von Dorothea Breit
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- Käthe Kollwitz Museum Köln
Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Frank Hilberg













