Mittwoch, 06.04.11 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
Darin u.a.:
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Günter Frorath: Die Katze und die Nachtigall
Kulturnachrichten
Vom richtigen Leben
Heute: Marlon Brando (1924-2004)
"Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden."
Wir leben in relativistischen Zeiten. Manch ein Abendländer vermisst verbindliche "Werte" und Moral. Dogmen und Handlungsanweisungen, wie vor allem die Religion sie bietet, haben wieder Konjunktur. In diesem Geistesklima soll die Reihe "Vom richtigen Leben" als Anstoß zur Besinnung auf das eigene Denken und Urteilsvermögen wirken. Indem sie zeigt, wie vielfältig im Laufe der Geschichte die Antworten auf die immergleichen Fragen ausgefallen sind. Von Jesus bis Marx, von Epikur bis Goethe oder Gandhi: "Vom richtigen Leben" zitiert die Ideen und Ideologien großer Denker und Sinnstifter und beleuchtet ihre Weltweisheiten in kritisch-essayistischen Miniaturen - immer mittwochs um 6.45 Uhr und als Wiederholung gegen 8.50 Uhr im "Mosaik" auf WDR 3.
Beitrag von Detlev Arens
- Beitrag hören
- Podcast
7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Von Jägern und Sammlern
Mosaikreihe "Kunstsammler in Nordrhein-Westfalen"
Heute: Der "private" Sammler Stefan Horsthemke
Es gibt zwei unterschiedliche Typen von Mensch: Jäger und Sammler. Wer Kunst sammelt ist meist beides gleichzeitig. Er jagt, um seine Sammlung zu vervollständigen. Ein beliebtes Jagdrevier sind Kunstmessen - Verkaufsveranstaltungen, auf denen Galerien in Kojen Kunstwerke ausstellen und verkaufen. Eine der wichtigsten europäischen Messen beginnt in wenigen Tagen, die Art Cologne. Vom 13. bis 17. April werden rund 200 Galerien die Augen der Sammler zum Flirren bringen und manch Jägerherz höher schlagen lassen. Doch warum überhaupt sammeln? Und soll die Sammlung an die Öffentlichkeit oder lieber privat bleiben? Drei Sammlertypen geben Einblick in ihre Motive. Drei? Ja, denn manchmal müssen zwei gemeinsam entscheiden, welche Kunst in die Sammlung soll.
Porträt von Claudine Engeser
Redaktion: Valentina Dobrosavljevic
- Beitrag hören
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Wolfgang Stenke
- Beitrag hören
Kirche in WDR 3
Mit Pastor Christoph Neumann aus Iserlohn
Zu Beginn: Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
Choral für gemischten Chor und Orgel
Komponist: Tera de Marez Oyens-Wansink
Bearbeitr: Huijbers, Bernhard
Text nach Huub Oosterhuis, Peter Pawlowsky und Nikolaus Greitemann
Chorus Cantate Domino, Markus Karas, Orgel
Leitung: Markus Karas
Beitrag der Evangelischen Kirche
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Prozess gegen Adolf Eichmann
Die Stiftung "Topographie des Terrors" erinnert an das Gerichtsverfahren vor fünfzig Jahren
Am 11. April 1961 begann in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann, SS-Obersturmbandführer und Leiter des Judenreferats im Reichssicherheitshauptamt. Damit wurde der wichtigste Organisator der Vernichtung der Juden in Europa endlich vor Gericht gestellt. Ein Prozess, der damals eine internationale Bedeutung erhielt, da erstmals sowohl die Täter als auch die Opfer der "Endlösung" angehört wurden, eine Zäsur in der juristischen Beurteilung des Völkermords. Der Ort, an dem die Stiftung "Topographie des Terrors" die Ausstellung zeigt, gerhörte bis 1945 der Reichsführungs-SS. Jetzt wird hier erstmals in Wort und Bild und Ton den Prozeß gegen Eichmann dokumentiert.
Gespräch mit Jörg Aufenanger
- Beitrag hören
- Stiftung Topographie des Terrors
Werkausgabe der ersten deutschen Romanautorin
Eine Tagung an der Ruhruniversität Bochum widmet sich der spätmittelalterlichen Literatur
Die führende literarische Gattung der Moderne ist der Roman. Was ihn, kennzeichnet, ist die Form der Prosa. Das war nicht immer so. Noch bis ins späte Mittelalter schrieb und hörte man große Epen wie etwa den Artusroman in Versform. Erst ab der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts änderte sich das, als vier französische Heldenepen aus der Versform in deutsche Prosa übertragen wurden: "Herpin", "Sibille", "Loher und Maller" und "Huge Scheppel". Sie ebneten den Weg zum modernen Roman. Dafür verantwortlich gewesen sein soll eine Frau: die Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken. Das Problem: ihre Romane sind bisher nicht ediert, weswegen sie bisher kaum erforscht geschweige denn ins Neuhochdeutsche übersetzt worden sind. Das soll sich nun ändern, heute beginnt eine Tagung an der Ruhr-Universität Bochum zum Thema "Spätmittelalterliche Überlieferung in der Editionspraxis".
Gespräch mit Literaturwissenschaftler Bernd Bastert
- Beitrag hören
- Bernd Bastert Germanistisches Institut RUB
Kulturnachrichten
Künstlergarten auf dem Museumsdach
Für die Max Liebermann Schau in Bonn wird angepflanzt
Der Garten des deutschen Impressionisten Max Liebermann am Wannsee ist legendär. In unzähligen Bildern hat der Maler diese minutiös geplante Anlage mit Birkenallee und Blumenterrassen, Hecken und Nutzgarten in seinen Gemälden festgehalten. Bis heute ist der Garten begehbar und Teil des Liebermann Museums in Berlin. Im Rahmen der großen Ausstellung: "Max Liebermann und die Moderne" lässt die Bundeskunsthalle in Bonn die Hauptelemente des Liebermann'schen Gartens auf der Dachterrasse nachbauen.
Reportage von Claudia Dichter
- Beitrag hören
- Podcast
- Bundeskunsthalle Bonn
Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Nicole Spelz
















