Freitag, 18.12.09 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
Mit Claudia Belemann
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages - "Lauter Lyrik"
Friedrich von Hausen: Min herze und min lip
gelesen von: Christian Brückner
aus: "Lauter Lyrik". Der Hör-Conrady. Die Sammlung deutscher Gedichte, hg. von Karl Otto Conrady
Kulturnachrichten
Migranten des Wortschatzes

Wie fremde Wörter bei uns heimisch werden
Heute: Kaviar
Was ist eigentlich die deutsche Sprache, woraus setzt sie sich zusammen? Mit der Entstehung des Neuhochdeutschen im 17. Jahrhundert war die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Sprache ist permanent äußeren Einflüssen ausgesetzt, passt sich der Interaktion mit anderen Völkern und Ländern an, spiegelt veränderte Lebens- und Berufswelten. Manche Wörter bleiben Modeerscheinungen, andere richten sich dauerhaft im Sprachgebrauch ein - etwa scheinbar urdeutsche Begriffe wie "Eisbein" oder "kunterbunt", denen man ihre lange Reise zu uns gar nicht mehr anhört. Unser Autorenduo berichtet, wo die Wörter her kamen und warum sie im Deutschen heimisch wurden.
Eine Reihe von Rolf Bernhard Essig und Gudrun Schury
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7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Mehr Schein als Sein?

Umweltsünde Weihnachtspäckchen
Verpackungen an Weihnachten
Bei Umweltschützern haben sie nicht unbedingt den besten Ruf und der Aufschrei über die Berge von Abfall nach Weihnachten erschallt auch jedes Jahr wieder. Aber Geschenke unterm Weihnachtsbaum ohne Verpackung würden eher Betretenheit hervorrufen. Schließlich erzeugt die Hülle Spannung, denn man erkennt nicht gleich, was sich darunter verbirgt. Das Verpackungs-Design hat sogar in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Die schnöde Hülle ist zum Bestandteil des Geschenks geworden und immer öfter sehr persönlich auf den Beschenkten zugeschnitten.
Barbara Geschwinde über den schönen Schein der Dekoration
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Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Ulrich Deuter
Kirche in WDR 3
Mit Pfarrer Klaus-Jürgen Diehl aus Witten
Zu Beginn: The Virgin Mary had a baby boy
Komponist: Traditional
Bearbeiter: Hugh Keyte und Andrew Parrott
ensemble amarcord
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Spenden-Marathon am Ziel

Michael Ladenburger, Leiter des Beethovenhauses
Bonner Beethoven-Haus hat das Autograph der Diabelli-Variationen
Künstler wie Kurt Masur, Lars Vogt oder Andreas Staier spendeten ihre Gagen, weltweit über 2000 Beethoven-Fans gaben Geld, damit das Autograph von Ludwig van Beethovens Diabelli-Variationen op. 120 für Klavier in eine öffentliche und keine private Bibliothek wandert. Ein anonymer Verkäufer hatte die „33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli“ statt einem Auktionshaus dem Bonner Beethoven-Haus angeboten. Jetzt ist das Notenbuch in Bonn.
Der Leiter der Sammlungen des Beethoven-Hauses Dr. Michael Ladenburger spricht über seinen neuen, mehrere Millionen Euro teuren Schatz.
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- Beethovenhaus Bonn
Schön ist es auch anderswo!

Franz Ackermann-Ausstellung in Bonn
Franz Ackermanns künstlerische Reiseeindrücke
Das Bonner Kunstmuseum, seit jeher ein Hort der Malerei, zeigt in seiner aktuellen Ausstellung raumbezogene, raumgreifende und über den Raum hinausweisende Malereien des 1963 im bayrischen Neumarkt St. Veit geborenen Künstlers. Sie alle handeln vom oder thematisieren und problematisieren das Reisen in ferne Länder. In seinen wand- und raumfüllenden Bildcollagen treffen subtile, grafisch strenge Bleistiftzeichnungen auf leuchtende abstrakt-konkrete Flächen aus Neonfarben und banale, touristische Schwarzweißfotos. Mit seinen bildnerischen Erinnerungen an seine ständigen Reisen rund um den Globus hat Ackermann in Bonn alle Wände der acht Ausstellungsräume überzogen und installiert in ihnen eine ebenso bunte wie irritierende, multimediale Allerweltsschau.
Ein Gespräch mit Christiane Vielhaber
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- Kunstmuseum Bonn
Avatare - Aufbruch nach Pandora

Avatar: Hellblaue Wesen in einer fernen Welt
Von der Natur des Homo Cyber Sapiens
Wirklichkeit ist die größte Illusion
Er steht für den Menschen und ist kein Mensch. Er ist ein künstlicher Stellvertreter in einer menschlichen Welt: der Avatar. Ein körperloser Körper, der sich in parallele Kosmen begibt. Sein Original hingegen wandelt sich zum Homo Cyber Sapiens, der in Sekundenschnelle auf Reisen geht und durchs Netz flaniert. Der Mensch wird zum Cyborg. Er tauscht Organe gegen Titan, ersetzt Gelenke mit Prothesen und erweitert die Grenzen seines Körpers. Schon im Altertum kreierten Wissenschaftler und Literaten Automaten und Roboter. Maschinenmenschen, die handeln, denken und fühlen. Wer sind diese Cyborgs? Die Fortführung der Evolution? Digitale Kunstobjekte? Mosaik navigiert sich durch Parallelwelten und stellt die Natur der Kultur auf den Kopf.
Ein Beitrag von Claudia Friedrich
Redaktion: Terry Albrecht
Musikzusammenstellung: Miriam Vanneste











