Dienstag, 26.01.10 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Bertolt Brecht: Fragen eines lesenden Arbeiters
Gelesen von Bodo Primus
Kulturnachrichten
Unfug mit Fugen

Horst Evers
Kabarettisten interpretieren Klassische Musik
Heute: Horst Evers und "Die Karajan-Strategie"
Klassische Musik behauptet ihren traditionsreichen Rang in modernen Zeiten und ist tragende Säule des Kulturradios WDR 3. Wie alles Erhabene fordert sie zum neckischen Witzeln heraus, liebevolle Spötteleien gelten einem hoch geschätzten Genre. Da spielt dann „Eine kleine Lachmusik“ Vivaldis „Viagrazeiten“ und zu diesem „Haydn-Spaß“ gönnt sich der geneigte Kenner einen „Schluck aus dem Opernglas“. Ob mit Klavier, Nasenflöte oder Orchester, ob mit Gesang oder gesprochenem Wort - die ganze Welt zwischen Scherz und Scherzo gerät jeden Dienstag ins Blickfeld von „Unfug mit Fugen“, dem humorigen Klassikführer.
Reihe von Walter Muffler und Axel Naumer
7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Erweiterung des Wagner-Kanons?

Szenenfoto
Videokünstler Philipp Stölzl hat sich in Berlin an die Neuinszenierung der Oper "Rienzi" gewagt
Wagners frühe Oper "Rienzi" war eine musikwissenschaftliche Karteileiche. Jetzt taucht das Werk plötzlich häufiger auf den Spielplänen auf, 2007 in Leipzig, 2008 in Bremen und nun an der Deutschen Oper Berlin - immer noch einem der ersten Häuser der Republik in Sachen Wagner. Der prominente Video-, Film- und Opernkünstler Philipp Stölzl hat das fünfstündige Mammutwerk für die Berliner Aufführung radikal zusammengekürzt. Eine Einrichtung, um die Repertoirefähigkeit des Stücks zu testen oder die wenig empfindliche Vorgehensweise eines Bildregisseurs, der seine ersten Erfolge mit Musikvideos für Rammstein und Madonna hatte? Muss man damit rechnen, dass "Rienzi" demnächst auch in Bayreuth erscheint? Auf jeden Fall zeigt das Stück eine ganz andere Seite von Wagner, nämlich den Komponisten, der stark in der Tradition der großen deutschen romantischen Oper wurzelt und der von ihm später so geschmähten französischen Grand Opéra.
Gespräch mit dem WDR 3 Musikredakteur Richard Lorber
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- Deutsche Oper Berlin
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Ulrich Deuter
Kirche in WDR 3
Mit Pfarrerin Johanna Krumbach aus Augustdorf
Zu Beginn: Befiehl dem Herrn deine Wege für Chor und Orgel
Komponist: Max Reger
Text aus dem Alten Testament nach Psalm 37,5
Die Vokalromantiker
Jürgen Opfermann, Orgel
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Alle guten Dinge sind 3?

Martin Schläpfer
Bei seiner 3. Premiere "b.03" zeigt der Düsseldorfer Tanzdirektor Martin Schläpfer 3 Choreografien
Georges Balanchine - ein Name, der in der Ballettwelt Begeisterung auslöst. Balanchine begründete einen neuen Stil, die Neoklassik, dank ihm schaffte es das klassische Ballett sich zu modernisieren, über bloße Handlungsballett-Formate hinauszugelangen. Aber nicht jedes Ensemble darf Balanchine tanzen – das Ballett am Rhein unter Martin Schläpfer zählt zu den "Auserwählten". In seinem dritten Programm für Duisburg/ Düsseldorf präsentiert Schläpfer Balanchines erstes in Amerika entstandenes Meisterwerk "Serenade" zur Musik von Tschaikowsky. Außerdem ist in "b.03" ein Stück des vor allem für das Nederlands Dans Theatre arbeitenden Choreografen-Duos Lightfoot/ León zu sehen, sowie Martin Schläpfers eigene Arbeit "Reformationssymphonie". Eine Premiere, die nach dem "Tanz an sich" fragt.
Rezension von Nicole Strecker
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- Ballett am Rhein
Stadt - Mensch - Heimat
Kongress des NRW-Ministeriums für Bauen und Verkehr über die Zukunft der Städte
Nordrhein-Westfalen ist eigentlich zu Ende gebaut. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Städte wiederaufgebaut worden, neue Universitäten und Autobahnen, Industrieanlagen und Wohngebiete wuchsen bis in die 80er Jahre. Dann setzte mindestens im Ruhrgebiet ein Wandel ein, den die Internationale Bauausstellung Emscherpark zehn Jahre lang zu steuern versuchte. Aus Bergwerken wurden Brachen oder Museen und die Städte begannen, kleiner zu werden. Gleichzeitig weiteten sich andere Regionen aus, etwa um Köln und Düsseldorf. Zu diesem anhaltenden Wandel kommen die Herausforderungen der Klimaveränderung und der Wunsch nach Baukultur. In welchen Städten wollen wir leben, fragten gestern Fachleute auf einem Bonner Kongress und versuchten sich an Antworten.
Bericht von Jörg Biesler
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- Stadtbaukultur NRW
Stadt - Archiv - Heimat

Unglücksstelle
Rundreise zu Asylarchiven mit Beständen des eingestürzten Kölner Stadtarchivs
Seit dem Einsturz am 3. März vergangenen Jahres wurden etwa 85 Prozent der Bestände des Kölner Stadtarchivs geborgen, etwa 10 Prozent werden noch im Grundwasserbereich des Trichters vermutet. Hier wird ein Bauwerk errichtet, um auch diese Archivalien bergen zu können. Von einem Totalverlust von etwa 5 Prozent der Archivalien muss ausgegangen werden.
Die geretteten Dokumente sind in verschiedene Asylarchive in Nordrhein-Westfalen verschickt worden. Ein Drittel der Archivalien lagert in Münster. Dort steht die Methode der Gefriertrocknung zur Verfügung, die den Dokumenten Nässe entzieht, ohne diese weiter zu beschädigen. Zur Zeit reist ein Kölner Restauratoren-Team durch das Land und begutachtet den Zustand der Bestände. In diesem Jahr soll auch ein provisorisches Domizil für das Stadtarchiv eingerichtet werden.
Gespräch mit der Leiterin der Restaurierungsarbeiten Nadine Thiel
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Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Sebastian Blume











