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Dienstag, 30.03.10 um 06:05 Uhr

WDR 3 Mosaik

Das Kulturmagazin

Mit Michael Struck-Schloen

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:

6.05 bis 7.00 Uhr

Text des Tages

Eduard Mörike: Er ist's
gelesen von Anja Lais

Kulturnachrichten

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Unfug mit Fugen

Willy Astor, Rechte: pictures-alliance

Willy Astor

Kabarettisten interpretieren Klassische Musik
Heute: Willy Astor und "Rageman"

Klassische Musik behauptet ihren traditionsreichen Rang in modernen Zeiten und ist tragende Säule des Kulturradios WDR 3. Wie alles Erhabene fordert sie zum neckischen  Witzeln heraus, liebevolle Spötteleien gelten einem hoch geschätzten Genre. Da spielt dann „Eine kleine Lachmusik“ Vivaldis „Viagrazeiten“ und zu diesem „Haydn-Spaß“ gönnt sich der geneigte Kenner einen „Schluck aus dem Opernglas“. Ob mit Klavier, Nasenflöte oder Orchester, ob mit Gesang oder gesprochenem Wort - die ganze Welt zwischen Scherz und Scherzo gerät jeden Dienstag ins Blickfeld von „Unfug mit Fugen“, dem humorigen Klassikführer.

Eine Reihe von Walter Muffler und Axel Naumer

7.08 Uhr bis 8.00 Uhr

Blitzschnelle Wunder

Schlitt III von Karl Otto Götz

Das Arp Museum Rolandseck zeigt Karl Otto Götz

Er hat Nam June Paik inspiriert, Gerhart Richter und Sigmar Polke unterrichtet und gilt als Gründer des sogenannten „Informel“ in Deutschland. Sein Credo: „Man kann aus allem Kunst machen“.  Karl Otto Götz tat das zuweilen „In Erwartung blitzschneller Wunder“ in Hochgeschwindigkeit. „In Erwartung blitzschneller Wunder“ lautet denn auch der Titel der  Retrospektive im Arp Museum Bahnhof Rolandseck die an Hand zahlreicher Arbeiten von 1942 bis 2009 sowohl die künstlerische Entwicklung als auch die Vielfalt des Werkes von Karl Otto Götz vor Augen führen.

Ein Beitrag von Tania Förster

 

Kulturpresseschau

Blick in die Feuilletons von Michael Köhler

Kirche in WDR 3

Mit Pastor Dietmar Schmidt aus Bochum
Zu Beginn: Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken 
für Sopran und Chor
Komponist: Melchior Vulpius
Textdichter: Sigmund von Birken
Hannelore Finkbeiner Sopran
Das Solistenensemble
Leitung: Gerhard Schnitter

Ein Beitrag der Katholischen Kirche

8.05 Uhr bis 9.00 Uhr

Grazile Kraft

Das "Christian Dior Building"

Das japanische Architekturbüro Sanaa erhält den Pritzker-Preis 2010

Der Pritzker-Preis, die mit 100 000 Dollar weltweit höchste Auszeichnung für Architekten, geht in diesem Jahr nach Japan. Preisträger sind Kazuyo Sejima und ihr Kollege Ryue Nishizawa, die Gründer des Architektenbüros Sanaa in Tokio. Zu den bekanntesten Projekten der beiden japanischen Architekten gehören das «New Museum of Contemporary Art» in New York, das «Christian Dior Building» in Tokio
und die «Zollverein School of Management and Design» in Essen. Die Pritzker-Jury würdigte die zugleich «grazilen und kraftvollen» sowie «klaren und fließenden» Entwürfe desmPaares. Sejima war im vorigen November als erste Frau zur Leiterin der Architekturbiennale von Venedig ernannt worden.

Ein Gespräch mit Beatrix Novy

Geheimes Shooting

Selbstporträt von Robert Mapplethorp

Ein bislang unbekanntes Gastspiel Robert Mapplethorpes in Düsseldorf

Der 1946 geborene und 1989 verstorbene Robert Mapplethorpe dominierte die Fotoszene des ausgehenden 20. Jahrhunderts, öffnete den Weg zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform und verankerte das homosexuelle Sujet in der Massenkultur. Eine groß angelegte Retrospektive seines Werkes ist zur Zeit im Düsseldorfer NRW-Forum zu sehen, bei deren Vorbereitung das Gerücht auftauchte, es gäbe einen Film, der zeige, wie Robert Mapplethorpe in Düsseldorf fotografiere. Das Video aus dem Jahr 1983 fand sich jetzt im WDR-Archiv. Es belegt ein bislang unbekanntes Düsseldorfer Foto-Shooting, aus dem unter anderem auch das Porträt von Udo Kier in der aktuellen Ausstellung des NRW-Forums stammt. Wo aber sind die anderen Aufnahmen? Wer ist darauf zu sehen und was hat Mapplethorpe überhaupt nach Düsseldorf geführt?

Ein Gespräch mit Werner Lippert vom NRW-Forum Düsseldorf

Roter Faden

Uwe Timm, Rechte: pictures-alliance / dpa

Uwe Timm

Uwe Timm wird Siebzig.

Seine Bücher heißen Romane, aber eigentlich sind es Erzählungen aus Erzählungen:
Aus dem Leben eines betrügerischen Brokers, eine Alt-68ers, der Trauerreden schreibt, von den  kolonialen Untaten des Deutschen Reiches in Afrika, der „Entdeckung der Currywurst. Und immer spinnen sie dabei ihren Faden durch ein wahres Labyrinth von phantastischen,  tatsächlichen , grotesken oder traurigen, nebensächlichen oder bedeutsamen Episoden. Der Faden ist rot. Denn der Schriftsteller Uwe Timm ist auch der Erzähler seiner Generation, die man die 68er nennt. Einer von Ihnen ist der Publizist Martin Greffrath, der erklärt, warum auch nachfolgende Generationen diesen Autor unbedingt mal wieder lesen sollten.

Ein Essay von Martin Greffrath

Redaktion: Marion Ammicht
Musikzusammenstellung: Dorothee Prasser


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Kirche im Frühling, Rechte: dpa - Report

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