Montag, 16.11.09 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages - "Lauter Lyrik"
Hannelies Taschau: Klarträumer
gelesen von Donata Höffer
aus: "Lauter Lyrik". Der Hör-Conrady. Die Sammlung deutscher Gedichte, hg. von Karl Otto Conrady
Kulturnachrichten
Design im Dasein
Dinge, die unser Leben prägen
Heute: Magenta
Im 21. Jahrhundert umgeben wir uns mit mehr Dingen als jemals zuvor und niemals zuvor wurde auf deren Gestaltung soviel Wert gelegt. Aus der Flut der Objekte, die täglich aufs Neue in unsere Leben strömen, ragen zahlreiche Klassiker heraus. Sie haben unseren Alltag geprägt - aus unterschiedlichen Gründen: Weil sie eine besondere Form haben, weil sie eine neue Funktion erfüllten, die den Nerv der Zeit getroffen hat, oder aus ganz anderen Motiven. Klassiker unseres Alltags immer montags um 6:45 Uhr, kurz und hintersinnig beleuchtet.
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7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
Mehr als ein T-Shirt!
Das tragbare Kommunikationsmittel der Informationsgesellschaft
Ausstellung im Bielefelder Kunstverein
"Mehr als ein T-Shirt" heißt eine Ausstellung, die am Wochenende im Bielefelder Kunstverein eröffnet wurde und die sich dem T-Shirt als künstlerischem Medium widmet. Als tragbares Kommunikationsmittel mit frechen Slogans, als Alternative zur Leinwand oder auch als dehnbare Skulptur präsentieren es die 23 an der Ausstellungen beteiligten Künstler und Künstlerinnen. Vertreten sind u.a. Arbeiten der Modeikone Vivienne Westwood , der Künstlerin Jenny Holzer und des durch seine Kunstaktionen bekannten Gianni Motti. Die Ausstellung präsentiert neben T-Shirts auch Malerei, Fotografie, Skulpturen und Videos.
Ein Beitrag von Susanne Hagemann
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- Bielefelder Kunstverein
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilltons von Ulrich Deuter
Kirche in WDR 3
Mit Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer aus Meschede
Zu Beginn: Unsre Missetat drücket uns hart
Motette für 4- bis 8stimmigen Solo- und Tuttichor
Komponist: Carl Friedrich Christian Fasch
Text aus dem Alten Testament nach Psalm 119
Rheinische Kantorei
Leitung: Hermann Max
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Themenwoche: was ist uns die Klassik wert?

Immer knapp bei Kasse: Mozart brauchte dringend Mäzene
Beispiel: Mäzenatentum in der europäischen Kunstmusik
Ein Mäzen ist jemand mit viel Geld, mit Interesse an der Kultur und mit noch
mehr Interesse an der Repräsentanz seiner Macht. Deswegen wäre die
Entwicklung der europäischen Kunstmusik – man könnte auch sagen: der
"Klassik" – nicht denkbar ohne diejenigen, die diese Musik bezahlt haben.
In der WDR 3 Themenwoche "Was ist uns die Klassik wert?" soll zunächst
die Frage beantwortet werden, was der Gesellschaft von Adel und Reichtum das wert war, was wir heute "Klassik" nennen.
Ein Beitrag von Sebastian Felser
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- Weitere Sendungen zum Programmschwerpunkt
"Was die Mode streng geteilt..."

Beethovens Neunte Sinfonie im geteilten Deutschland
"Der imperialistische Bonner Staat steht mit seinem Streben nach Atomwaffen und seiner psychologischen Kriegsführung im krassen Widerspruch zu Beethovens Ideenwelt ..." so donnerte 1969 ein SED-Funktionär auf einer Beethoven-Tagung in Potsdam. Der Komponist, selbst hin- und hergerissen zwischen revolutionärem Aufbruch und der Enttäuschung über die Restauration nach dem Wiener Kongress, wurde im geteilten Deutschland häufig als ideologisches Kanonenfutter missbraucht -- auf beiden Seiten der Mauer. Die Dortmunder Musikwissenschaftlerin Christina M. Stahl hat kulturpolitische Strategien und das oft lächerliche Gerangel um den Alleinvertretungsanspruch für "Ludwig van" durch gründliche Recherche ans Licht gebracht. Im Zentrum: die bis heute für Feierstunden vergewaltigte Neunte Sinfonie.
Ein Gespräch mit der Autorin
Christina M. Stahl: "Was die Mode streng geteilt?!
Beethovens Neunte während der deutschen Teilung"
Mainz: Schott Music 2009
39,95 EUR
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Unsterbliche Tanzfee
Der Ballettklassiker "La Sylphide" am Aalto Ballett Theater Essen
Mit „La Sylphide“ fing alles an: Ballettromantik, „weiße Akte“ (also Tütü und Spitzenschuh) im Wechsel mit bunten Handlungsszenen und natürlich die Vorstellung von der ätherisch-zarten Ballerina, deren Erotik spirituell durchlüftet wird – die Tänzerin als Wesen aus einer anderen Welt. 1832 wurde der Stoff in einer ersten Fassung auf die Bühne gebracht, vier Jahre später überarbeitete der dänische Choreograf August Bournonville das Ballett und schuf die bis heute niemals ganz von den Spielplänen verschwundene Version von der Tanzfee. In Essen wurde die Ballett-Pantomime nun mit dem dortigen Aalto Ballett Theater von dem beim Königlich Dänischen Ballett ausgebildeten Choreografen Peter Schaufuss neu einstudiert. Die tragische Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen Luftgeist und Mensch.
Ein Beitrag von Nicole Strecker
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Redaktion: Maria Ott
Musikzusammenstellung: Miriam Vanneste














