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Montag, 21.02.11 um 06:05 Uhr

WDR 3 Mosaik

Das Kulturmagazin

Mit Raoul Mörchen

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:

Darin u.a.:

6.05 bis 7.00 Uhr

Text des Tages

Walther von der Vogelweide: Under der linden
Gelesen von Donata Höffer
aus: Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady. Die Sammlung deutscher Gedichte, hg. von Karl-Otto Conrady

Kulturnachrichten

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Design im Dasein

Jacken aus dem Material Gore-Tex, Rechte; picture-alliance/dpa
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Gore-Tex-Jacken

Dinge, die unser Leben prägen
Heute: Gore-Tex-Jacke

Im 21. Jahrhundert umgeben wir uns mit mehr Dingen als jemals zuvor und niemals zuvor wurde auf deren Gestaltung soviel Wert gelegt. Aus der Flut der Objekte, die täglich aufs Neue in unsere Leben strömen, ragen zahlreiche Klassiker heraus. Sie haben unseren Alltag geprägt - aus unterschiedlichen Gründen: Weil sie eine besondere Form haben, weil sie eine neue Funktion erfüllten, die den Nerv der Zeit getroffen hat, oder aus ganz anderen Motiven. Klassiker unseres Alltags immer montags um 6:45 Uhr und als Wiederholung gegen 8 Uhr 50,  kurz und hintersinnig beleuchtet.

Beitrag von Jörg Biesler

7.08 Uhr bis 8.00 Uhr

Die Dezernenten

Kulturdezernent Jörg Stüdemann, Rechte: picture-alliance, dpa
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Kulturdezernent Jörg Stüdemann

Mosaik-Reihe "Kulturchefs zwischen Kunst und Politik"

Das Geld ist knapp. Im "Land der Städte" Nordrhein-Westfalen stehen die meisten Kommunen unter Nothaushaltrecht. Politik und Verwaltungsvorstände der Städte sind aufgefordert, Sparvorschläge einzubringen. Sie haben aber nicht mehr viel zu bieten. Neben dem Personalabbau kommen vor allem die freiwilligen Leistungen in den Blick: Sport, Bildung, Soziales und - die Kultur. Bei letzterer vermuten politische Kreise aller Couleur großes Einsparpotenzial, obwohl viele Studien das Gegenteil nachweisen. Wie gehen Kulturdezernenten mit dieser Situation um?

Heute: Jörg Stüdemann, Dortmund

Kulturpresseschau

Blick in die Feuilletons von Kersten Knipp

Kirche in WDR 3

Mit Pfarrerin Viktoria Keil aus Barntrup
Zu Beginn: Wir glauben Gott im höchsten Thron 
für gemischten Chor a cappella
Komponist: Christian Lahusen
Text nach Rudolf Alexander Schnitter
Solistenensemble
Leitung: Gerhard Schnitter

Ein Beitrag der Evangelischen Kirche

 

8.05 Uhr bis 9.00 Uhr

Wer ist Don Giovanni?

Probenfoto: Don Giovanni, Foto: Wil can Iersel
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Szene "Don Giovanni"

Eva-Maria Höckmayr inszeniert Mozarts Oper im Theater Aachen

Don Giovanni schürt Phantasien und entzieht sich in seinem musikalischen und spielerischen Facettenreichtum dabei selbst jeglicher Einordnung. Immer scheint er der zu sein, den die anderen in ihm sehen. Er wirft das Licht zurück auf eine Gesellschaft, die im Verlauf der Ereignisse so außer Kontrolle gerät, dass sie bereit ist, ihren Protagonisten eigenhändig zu lynchen. Seit 1787 hat Mozarts Opernheld die Theatermacher und Theaterzuschauer herausgefordert. Hohe Erwartungen weckt die junge Regisseurin, die in Aachen seine Geschichte auf die Bühne bringt: Eva-Maria Höckmayr hat bereits in Freiburg und Heidelberg gearbeitet; am Theater Aachen hat sie in der Spielzeit 2009/10 "Pelleas und Mélisande" inszeniert und wurde dafür mit dem NRW-Förderpreis für junge Künstler und mit dem Götz-Friedrich-Preis für Regie ausgezeichnet. Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch hat die musikalische Leitung des Abends.

Rezension von Ulrike Gondorf

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Probenfoto: Die Wellen, Pressestelle Schauspiel Köln, © Stephen Cummiskey
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Szene "Die Wellen"

Premiere "Die Wellen" am Schauspiel Köln

Die Darsteller filmen einander, machen Geräusche, Wind, Lichteffekte, halten Mikrofone. Manchmal wirkt der Abend wie ein Ballett. Jeder weiß genau, was er in welchem Moment zu tun hat. Der Roman "Die Wellen" von Virginia Woolf besteht aus Selbstgesprächen von drei Frauen und drei Männern, verbunden von Zwischenspielen eines Erzählers.  Vor fünf Jahren hat Regisseurin Katie Mitchell die "Wellen" schon einmal inszeniert, in London. Nun nähert sie sich in Köln – mit anderen Schauspielern – ihrer Aufführung von einst, überprüft und verfeinert sie.

Beitrag von Stefan Keim

Kulturnachrichten

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Schlag nach bei Conrady!

Literaturhistoriker Karl Otto Conrady, Rechte; picture-alliance / Jörg Carstensen
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Literaturhistoriker Karl Otto Conrady

Zum 85. Geburtstag des Kölner Germanisten

Der Name Conrady ist längst ein Markenzeichen für Lyrik: "Der Große Conrady" ist die wichtigste und bekannteste Sammlung deutscher Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. 1977 hat der Kölner Germanist seine erste Lyrik-Anthologie herausgegeben und seitdem in zahlreichen Neuauflagen immer wieder erweitert und aktualisiert. 1100 Gedichte aus 900 Jahren haben bekannte Schauspieler für den „Hör-Conrady“ gelesen. Aber auch mit Goethe ist der Name Conrady verbunden, seine zweibändige Biografie wird bis heute gelesen. Überhaupt ist der Kölner Germanist kein zurückgezogen lebender Gelehrter, sondern ein Mann der Öffentlichkeit. Als deutscher PEN-Präsident vereinte er in den 90er Jahren die Schriftsteller aus Ost und West. 

Gespräch mit dem Literaturhistoriker und Autor Karl Otto Conrady

Buchhinweis:
Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, erweiterte Neuauflage, herausgegeben von Karl Otto Conrady Artemis und Winkler Verlag, 2008
49,90 Euro

Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Sebastian Blume


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