Samstag, 28.01.12 um 06:05 Uhr
WDR 3 Mosaik
Das Kulturmagazin
Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist:
Darin u.a.:
6.05 bis 7.00 Uhr
Text des Tages
Hans-Jürgen Heise: Bei Büsum
Gelesen von Christian Brückner
Aus: Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady. Die Sammlung deutscher Gedichte, hg. von Karl-Otto Conrady
Kulturnachrichten
Auf meinem Nachttisch
Wolfgang Hohlbein empfielt: George R. R. Martin "Die Flamme erlischt"
"Das erste Mal habe ich dieses Buch gelesen als ich zwanzig war, es war einer der ersten fantastischen Romane, die ich wirklich bewusst gelesen habe und es hat mich so beeindruckt, dass ich es jedem ans Herz legen möchte. Vordergründig ist es eine Science-Fiction-Abenteuergeschichte, die auf diesem Wege aber eine Liebesgeschichte, eine Geschichte über Schicksale und Menschen transportiert. Es geht um zwei Menschen, die verfeindet sind, gegeneinander kämpfen, sich quer durch die Galaxis jagen. Man ist dabei als Leser hin- und hergerissen, man muss sie beide verstehen können, also der Böse ist nicht so böse und die Gute hat auch ihre Ecken und Kanten. Ich habe es damals in zwei Tagen verschlungen." Wolfgang Hohlbein
Originalausgabe erschienen 1977 unter dem Titel "Dying of the Light", deutsche Ausgabe erstmals 1978, 479 Seiten. ISBN 3-442-24318-1. Übersetzung ins Deutsche von Werner Fuchs. Fantasy Productions. Antiquarisch erhältlich
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7.08 Uhr bis 8.00 Uhr
The Rock’N’Rollator Show
Jugendliche und Senioren haben in Bonn ein gemeinsames Theaterprojekt entwickelt
So vergeht die Zeit! Die aufmüpfigen Jugendlichen der 50er Jahre,
die mit Geltolle und Petticoat zum Entsetzen ihrer Eltern Rock’n‘Roll tanzten, kommen ins Großeltern-Alter und schieben den Rollator durch barrierefreie Wohnungen. Während ihre Enkel aus der Generation iPod (nicht nur) musikalisch auf einem ganz anderen Stern leben. Vertreter beider Altersgruppen treffen sich im Bonner Theater im Chor The Groove@Grufties - Jugendliche bis 25 und Menschen ab 60. Gemeinsam haben sie ein Generationen übergreifendes Projekt entwickelt: The Rock’n’Rollator Show. Mit der populären Musik des 20. und 21. Jahrhunderts (von The Who bis zu Arcade Fire) und Texten aus zwei Jahrtausenden (von Juvenal bis zu Heinz Strunk) kommt es zu einer selbstkritischen Konfrontation zweier Generationen, die die Lust und die Schrecken des Alterns ironisch und – natürlich – sehr musikalisch beleuchtet. Premiere ist am 28. Januar.
Reportage von Ulrike Gondorf
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- Theater Bonn
Kulturpresseschau
Blick in die Feuilletons von Ulrich Deuter
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Kirche in WDR 3
Es spricht Pfarrer Reinhard Ellsel aus Lübbecke über den Choral " Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun". Evangelisches Gesangbuch Nummer 497. Sie hören die Marienkantorei Bielefeld unter der Leitung von Jochen A. Modeß
8.05 Uhr bis 9.00 Uhr
Kultverdächtig und sensibel
Der Hausregisseur des Schauspielhauses Bochum
Wenn die Heldin eines Shakespeare-Stücks plötzlich mit Kungfu-Tritten auf die Männer losgeht oder ein Charakter aus einem Gerhart Hauptmann-Drama mal kurz einen Zombie aus einem Horrorfilm markiert – dann ist man ziemlich sicher in einem Stück von Regisseur David Bösch gelandet. Er inszeniert Klassiker mit impulsiv-verrückter Spiellust und Mut zum ganz großen Gefühl, ohne ihnen den tragischen Kern zu rauben. Der 33jährige gilt als der "Warmherzige" unter den jüngeren Regisseuren, und er ist der "Quotenbringer" des Theaters: So wurden seine sensibel-leidenschaftlichen Interpretationen von "Romeo und Julia" oder dem "Sommernachtstraum" Kult, gerade auch unter jüngeren Theaterbesuchern. Längst inszeniert er an den großen Häusern wie das Wiener Burgtheater oder das Bayrische Staatstheater, trotzdem bleibt Nordrheinwestfalen seine künstlerische Heimat. In Bochum ist David Bösch derzeit Hausregisseur. Dort hat er zuletzt Hans Falladas "Kleiner Mann – was nun?" inszeniert.
Gespräch mit David Bösch
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- Schauspielhaus Bochum
Redaktion: Petra Weber
Musikzusammenstellung: Judith Nüsser















