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WDR 3 Bühne: Radio, 4.10.2009, 20:05 Uhr
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Carola Bauckholt hellhörig (2007/09) Musiktheater für Sopran, Mezzosopran, Bariton, drei Celli, Klavier und vier Schlagzeuger
Sylvia Nopper, Sopran, Truike van der Poel, Mezzosopran, Matthias Hahn, Bariton, Schlagquartett Köln, Cello trio blu, Helena Bugallo – Klavier, Klangregie: Zoro Babel, Leitung: Erik Oña
CD: WDRLC; V: Thürmchen-Verlag
Die musikalische Gesamtkeitung hat Erik Oña in Carola Bauckholts Musiktheater hellhörig aus dem Jahr 2007.
Mod 2
WDR 3. Bühne Radio. Heute mit der Ursendung von Carola Bauckholts Musiktheater hellhörig für Sopran, Mezzosopran, Bariton, drei Celli, Klavier und vier Schlagzeuger. Die Mitwirkenden: Sylvia Nopper, Truike van der Poel und Matthias Hahn, das Schlagquartett Köln, Cello trio blu und Helena Bugallo am Klavier. Klangregie Zoro Babel, Leitung: Erik Oña. Eine Produktion des WDR 2009.
In ihrem Musiktheaterstück hellhörig greift Carola Bauckholt neben traditionellen Instrumenten auch auf zahlreiche Alltagsgegenstände als Klangerzeuger zurück. Sie erfindet oft vollkommen neue Spielweisen und schafft so ganz eigene Klangmischungen zwischen Natur und Kultur, tönendem Abfall und hoher Klangfinesse. Carola Bauckholt gehört zu einer Generation von Musiktheaterkomponisten, die bei Mauricio Kagel in die Schule gegangen sind – einem Lehrer, der bereits den Konzertsaal in eine Bühne verwandelt hat, indem er die typischen Gesten und Verhaltensweisen der Musiker zuspitzte, ihnen eine ironische Wendung gab. Kagel warf einen kritischen Blick auf die vertrauten Rituale. Selbst dann, wenn er sich eines der klassischsten aller „Formate“ bediente – des Streichquartetts. Sein erstes Streichquartett aus dem Jahr 1967 war eine pompöse Störung des Gewohnten. Angefangen beim Auftritt: Zunächst nimmt nur der Cellist den gewohnten Platz ein und beginnt, da seine Kollegen nicht erscheinen, sein Instrument allein zu bearbeiten, in dem er an einer zwischen die Saiten gezogenen Stricknadel zupft. Während des gesamten Stücks erreichen die vier Spieler kein einziges Mal die übliche Sitzordnung. Neben dem üblichen Frack tragen die Musiker zeitweise Handschuhe - nur eines von zahlreichen selbstgewählten Hindernissen. Oft weiß man als Zuschauer nicht, ob es sich um eine echte Musikaufführung handelt oder um die Darstellung eines Konzerts. Zumal manche szenische Aktion eines Instrumentalisten die übrigen zu musikalischen Aktionen animiert – oder umgekehrt.
In unserer Aufnahme spielt das Arditti-String Quartet Mauricio Kagel Streichquartett Nr. 1, indem der gewohnte Ton nur zufällig vorzukommen scheint.
Mauricio Kagel
Quartett Nr. 1
CD: Arditti String Quartet
10:54
Mod 3
Mauricio Kagels Quartett Nr. 1 in einer Aufnahme mit dem Arditti String Quartet.
Mauricio Kagels Schaffen war in den späteren Jahren vor allem dadurch geprägt, dass er Musik über Musik machte. Dieses schier unerschöpfliche Thema war auch Ausgangspunkt für seine Radio-Phantasie RRRR. In RRRR vertonte Kagel die Einträge eines Musiklexikons, die sich unter dem Buchstaben RRRR versammelten. Viele Musiker haben sich dann aus diesem Musiklexikon wieder kleinere handlichere Taschenlexika zusammengestellt mit Einträgen für den persönlichen Bedarf.
So auch der Klarinettist Michael Riessler der sich gemeinsam mit Kristi Becker - Klavier und Geoffrey Wharton - Violine einige Jazzeinträge herauspickte: Racket, Rrrr Bop, Reeds, Re: Old/new und Riff.
Mauricio Kagel
Jazzstücke aus RRRRR
8:22
Mod 4
Michael Riessler - Klarinette, Kristi Becker - Klavier und Geoffrey Wharton - Violine mit fünf Jazzstücken aus Mauricio Kagels musikenzyklopädischem Standardwerk: Rrrrrrrr.
Ein kleiner Nachtrag von Igor Strawinskij sei an dieser Stelle nachgereicht: R wie Ragtime für 11 Instrumente. Es spielt die Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi.
Igor Strawinskij
Ragtime für 11 Instrumente
CD: LC12686 - Penta Tone, Best. Nr: PTC5186046 Track 12
4:45
© Dieses Manuskript ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwertet werden. Insbesondere darf es nicht ganz oder teilweise oder in Auszügen abgeschrieben oder in sonstiger Weise vervielfältigt werden. Für Rundfunkzwecke darf das Manuskript nur mit Genehmigung des Westdeutschen Rundfunks Köln benutzt werden.










