Sonntag, 05.02.12 um 16:05 Uhr
Canto de Norte y Sur
Neuheiten aus Galizien, Katalonien und Andalusien
Mit Cecilia Aguirre
Olivenza, Cedillo oder Alcuéscar heißen kleine unbekannte Dörfer in der westlichen spanischen Provinz Extremadura. In ihren Volksmusiken sind die Zeiten der arabischen Herrschaft noch lebendig geblieben: so soll im Turm von Floripes, am Stausee von Alcantara gelegen, die arabische Prinzessin Floripes festgehalten worden sein, nachdem bekannt wurde, dass sie in den spanischen Adligen Guido de Borgoña verliebt war. Von den Bauwerken dieser entlegenen Region an der Grenze zu Portugal, von ihren Türmen, Bauernhäusern und Brücken, singt die neunköpfige Formation Acetre. Sie ist seit gut 30 Jahren die bekannteste Formation von Extremadura.
Weiter nördlich, in Galizien, haben sich ein Geiger, ein Akkordeonspieler und ein Bassist zum Trio „Talabarte“ zusammen geschlossen. Der kraftvolle Folk von Talabarte zelebriert die grenzüberschreitenden Rhythmen und Melodien des Finisterrae mit seiner Nähe zu Portugal und dem keltischen Raum.
„Alle habe aus dem Brunnen der Verrücktheit getrunken“, heißt es im andalusischen Süden Spaniens in der Martinete „Tierra de las tres culturas“ - „Land der drei Kulturen“. Der Gitarrist und Komponist Chema Vilchez reflektiert in modernen Flamenco-Jazz-Fusionen über die Gemeinsamkeiten der arabischen, christlichen und jüdischen Welt des alten „Al Andalus“.
Und aus dem katalonischen Barcelona vermischt die Multikulti-Gruppe „Buritaca“ verschiedenste Weltmusiken und urbane Stile zu einem zeitgemäßen „Worldbeat“.
Außerdem: Neuheiten aus der Weltmusik-Szene in NRW
Redaktion: Dagmar Töpfer


















