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Samstag, 17.04.10 um 23:05 Uhr

Pop Talks

Iggy Pop zwischen Proto-Punk und Post-Chanson

Iggy Pop 2008, Rechte: dpa
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Iggy Pop

von Thomas Mense

Immer wieder sind Iggy-Pop-Songs zu klassischen Hymnen der jeweils neuen Generation von Punks geworden, die ihn zum Urvater der Dissidenz erkoren haben: „1969“ auf dem Debütalbum der Stooges z.B., in dem der damals 22-jährige seine Langeweile und Perspektivlosigkeit herausschreit - und damit konträr zum Zeitgeist der Woodstock-Euphorie stand. Über zwei Dutzend Alben hat er seitdem aufgenommen.

Iggy Pop ist der zuverlässige, desillusionierende und auch poetische Chronist des zeitgenössischen Amerika. Die Platte „New Values“ von 1979 nahm hellsichtig das Erstarken einer religiösen Rechten vorweg. Das Konzeptalbum „American Caesar“ (1993) entwarf das dekadente Bild Amerikas auf der Folie von Gibbons klassischer historischer Studie „Verfall und Untergang des Römischen Reiches“. Mit „Avenue B“(1999) und „Préliminaires“(2009) wendet Iggy Pop sich dem Jazz und Chanson zu.
In WDR 3 open:FreiRaum stellt sich Iggy Pop den Fragen von Thomas Mense.

Redaktion: Markus Heuger


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