Mittwoch, 15.09.10 um 23:05 Uhr
Oeldorf
oder der elektronische Bauernhof
Mit Johannes Zink
Ab 1971 spitzten Fuchs und Hase im kleinen Flecken namens Oeldorf im Bergischen vorm Gute-Nacht-Sagen die Lauscher. Aus einem der Bauernhöfe mischten sich plötzlich sonderbare Klänge aus einer fremden akustischen Welt in die Waldesruhe. Es war ein Neutöner ins Dorf eingezogen: Peter Eötvös, damals Assistent von Karlheinz Stockhausen in dessen Elektronischem Studio, der sich in der Nähe zu Stockhausens Kürtener Wohnort niedergelassen hatte. Im ländlichen Idyll blieb er nicht lange alleine, weitere Musiker leisteten ihm Gesellschaft: der Ecuadorianer Mesías Maiguashca, die Cellistin Gaby Schumacher. Und der Geiger Joachim Krist. Er erzählt, wie die „Gruppe Oeldorf” lebte und arbeitete und abseits jeder Urbanität bis 1975 die Oeldorfer Sommernachtsmusiken veranstaltete, in denen Scheunen-Charm und elektronische Avantgarde miteinander Hand in Hand gingen.
Mesías Maiguashca
Übungen für 3 (1976)
Walter Seyfarth, Klarinette
Joachim Krist, Violine
Gaby Schumacher, Cello
Mesías Maiguashca
Oeldorf 8 (1972-74)
Gruppe Oeldorf
Peter Eötvös
Elektrochronik für Klarinette, Posaune, Violine, Violoncello und Kuhglocken (1974)
Gruppe Oeldorf
Karlheinz Stockhausen
Laub und Regen aus Herbstmusik (1974)
Beate Zelinsky, Klarinette
David Smyers, Bassetthorn
Emanuel Nuñes
73-Oeldorf-75 (1974)
Peter Eötvös, E-Orgel
Mesías Maiguashca, E-Orgel
Emmanuel Nuñes, Tonbänder
Redaktion: Frank Hilberg













