WDR 3 Jüdisches Leben - Sendungen A-Z - Programm

Fanchoreographie vor Anpfiff zum Gedenken des jüdischen Bayern-Präsidenten Kurt Landauer

WDR 3 Jüdisches Leben - 08.10.2014 Von Bochum bis Tel Aviv: Jüdische Szene

Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer, draußen wird’s kälter. Und was machen Juden? Sie setzen sich nach draußen in zugige Hütten zum Laubhüttenfest. Wir stellen den Mann vor, der den FC Bayern nach vorn brachte, wir blicken auf Antisemitismus bei Akademikern und erkunden Graffiti in Tel Aviv. [mehr]


Martin Buber

WDR 3 Jüdisches Leben - 03.10.2014 Versöhnungstag - Martin Buber

Der Versöhnungstag Jom Kippur ist einer der wenigen Fastentage im Judentum: 25 Stunden ohne Essen und Trinken, ohne Lederschuhe, die früher Zeichen des Luxus waren, und ohne Sex. Die Sendung stellt Kompositionen von Max Bruch bis John Zorn zu Jom Kippur vor und macht einen Ausflug in das Denken des Religionsphilosophen Martin Buber. [mehr]

Jüdisches Neujahrsfest Rosch ha-Schana

WDR 3 Jüdisches Leben - 24.09.2014 Zum jüdischen Neujahrsfest

Für Juden beginnt das Jahr 5775. So lange ist es nach traditioneller Zählung nämlich her, dass Gott die Welt erschuf. Juden wünschen "schana towa umetuka" - ein gutes und süßes Jahr. Dazu passt das Essen. Man tunkt Apfelstücke in Honig [mehr]

Kulturnachrichten

  • Kunstmesse Contemporary Art Ruhr eröffnet in Essen

    Die Kunstmesse Contemporary Art Ruhr präsentiert am Wochenende in Essen Werke von mehr als 300 zeitgenössischen Künstlern. Auf dem Gelände der Zeche Zollverein stellen sich unter anderem Galerien, Kunstprojekte und Hochschulen vor. Nach Angaben der Veranstalter ist das gesamte Spektrum aktueller Kunst zu sehen, von riesen Skulpturen und Installationen, über Malerei, Performances bis zu Fotografie und Videokunst. Der Länderschwerpunkt zeigt in diesem Jahr Kunst aus Rumänien. Ein eigenes Programm widmet die Essener Kunstmesse Nachwuchskünstlern aus dem Ruhrgebiet.

  • Pariser Picasso-Museum wird wiedereröffnet

    Nach fünfjähriger Schließung wird am Samstag das Picasso-Museum in Paris wiedereröffnet. Das Museum im Marais-Viertel besitzt mit 5.000 Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen die größte Sammlung des spanischen Künstlers. Bei dem Umbau wurde die Ausstellungsfläche des Hauses verdoppelt. Statt vorher rund 200 Werke sind jetzt mehr als 450 zu sehen. Wegen mehrmaliger Verzögerungen bei der Wiedereröffnung war das Museum in den vergangenen Monaten wiederholt in die Schlagzeilen gekommen. Sie fällt nun mit dem Geburtstag Pablo Picassos zusammen, der am 25. Oktober 1881 in Málaga geboren wurde.

  • Arte-Reporter in Indonesien verurteilt

    Zwei Reporter des deutsch-französischen Senders Arte sind in Indonesien zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht sprach sie schuldig, die Unruheprovinz Papua mit falschem Visum bereist zu haben. Das Strafmaß wurde auf zwei Monate und 15 Tage festgelegt. Der Anwalt der Journalisten teilte mit, dass Thomas Dandois und Valentine Bourrat die meiste Zeit bereits in U-Haft abgesessen hätten, so dass sie am Montag entlassen würden. Internationale Journalistenorganisationen hatten die Festnahme der arte-Reporter als Angriff auf die Pressefreiheit verurteilt. Für ausländische Journalisten gelten seit Jahren Einschränkungen bei der Berichterstattung aus Papua.

  • Preis für literarische Kritik und Essay an Carolin Emcke

    Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnet die Publizistin Carolin Emcke aus. Sie ist Preisträgerin des Johann-Heinrich-Merck-Preises für literarische Kritik und Essay, der am Samstag in Darmstadt verliehen wird. Die Jury lobte Emckes genaue Beobachtungsgabe, ihre analytische Präzision und erzählerische Kraft. Carolin Emcke arbeitet als freie Publizistin unter anderem für die Wochenzeitung "Die Zeit" und die "Süddeutsche Zeitung". Seit mehr als 15 Jahren bereist sie Krisen- und Konfliktgebiete, darunter Afghanistan, Irak und das Westjordanland. In ihrem Büchern schreibt sie über extreme Erfahrungen von Gewalt und Ausgrenzung.

  • Zwei Kunsthistoriker für Forschung über Beuys ausgezeichnet

    Der Joseph Beuys Preis für Forschung geht in diesem Jahr an die beiden Kunsthistoriker Marianne Wagner und Ulf Jensen. Marianne Wagner wird für ihre Dissertation "Lecture Performance. Sprechakte als Aufführungskunst" ausgezeichnet. Ulf Jensen promovierte über die Bedeutung des Films für das Werk von Joseph Beuys. Die Preisverleihung findet am Samstag im Schloss Moyland statt. Mit dem Josef Beuys Preis für Forschung werden junge Wissenschaftler geehrt, die interdisziplinär über Beuys forschen. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

  • Medienkünstler und Blogger gestalten Deutschen Pavillon in Venedig

    Deutschland präsentiert auf der nächsten Biennale in Venedig aktuelle Medienkunst. Kurator Florian Ebner hat fünf deutsche und internationale Künstler mit der Gestaltung der Ausstellung beauftragt. Beteiligt sind der Documenta-Teilnehmer Olaf Nicolai, die deutsche Filmemacherin Hito Steyerl und der Fotograf Tobias Zielony. Außerdem sind zwei Künstler aus Ägypten dabei: die Filmemacherin Jasmina Metwaly und der Blogger Philip Rizk. Thema der Ausstellung ist die politische Bedeutung von Bildern im digitalen Zeitalter. Der Kurator des Deutschen Pavillons in Venedig, Florian Ebner, ist Fotokunstexperte und leitet im Museum Folkwang in Essen die fotografische Sammlung.

  • Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis an Peter Handke

    Der Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2014 geht an den Schriftsteller Peter Handke. Zur Begründung hieß es, der 71-Jährige habe mit seinen innovativen Stücken über Jahrzehnte hinweg die Bühnensprache bereichert und verändert. Der österreichische Autor schrieb unter anderem die Stücke "Publikumsbeschimpfung", "Immer noch Sturm" und "Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten". Der Else-Lasker-Schüler-Preis wird von der Stiftung "Rheinland-Pfalz für Kultur" verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Februar 2015 im Pfalztheater Kaiserslautern überreicht.

  • Grünes Licht für Suhrkamp-Sanierungsplan

    Im jahrelangen Streit um den Suhrkamp Verlag hat das Landgericht Berlin endgültig grünes Licht für den Sanierungsplan des Verlagshauses gegeben. Damit kann der Verlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Der Mitgesellschafter Hans Barlach verliert damit weitreichende Mitspracherechte. Er ist seit Jahren mit der Verlagschefin Unseld-Berkéwicz zerstritten. In dem Urteil wies das Gericht Barlachs Beschwerde gegen den Sanierungsplan zurück. Die Nachteile einer Planverzögerung seien schwerwiegender als die Nachteile für Barlach, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Eine weitere Beschwerde wurde nicht zugelassen.

  • WestLB verkaufte 2006 Beckmann-Bild

    Die ehemalige Landesbank WestLB hat 2006 ein Selbstbildnis des Malers Max Beckmann aus ihrer Sammlung verkauft. Die Tageszeitung "Rheinische Post" berichtet, dass das Gemälde damals ohne Absprache mit der Landespolitik und weit unter Wert verkauft worden sein soll. Die Zeitung beruft sich unter anderem auf den damaligen NRW-Finanzminister Helmut Linssen. Demnach veranlasste der damalige WestLB-Chef Fischer den Verkauf ohne Rücksprache mit den Aufsichtsgremien. Der Kaufpreis soll bei knapp 14 Millionen Euro gelegen haben. Ein Jahr später wurde das Bild auf einer Auktion für 30 Millionen Euro angeboten. Die WestLB-Nachfolgerin Portigon bestätigte den Verkauf des Gemäldes im Jahr 2006, machte jedoch keine Aussagen zum Kaufpreis.


Darstellung der Zerstörung des jüdischen Tempels in Jerusalem durch die Soldaten des römischen Feldherrn Titus (Gemälde aus dem 19. Jhdt.)

WDR 3 Jüdisches Leben - 04.08.2014 Zum jüdischen Gedenken der Tempelzerstörung

Der 9. Tag des Monats Av ist ein Fastentag im Judentum. Er erinnert an die Zerstörung des Tempels, erst durch die Babylonier, dann endgültig durch die Römer ein paar Jahrhunderte später im Jahr 70 nach der Zeitrechnung. Der 9. Av ist ein fast depressiver Tag: Man grüßt sich nicht in der Synagoge, man sitzt nicht auf Stühlen oder Bänken, sondern auf dem Fußboden. [mehr]

Samariter feiern auf dem Berg Gerizim das Wochenfest

WDR 3 Jüdisches Leben - 03.06.2014 Zum jüdischen Wochenfest

Schawuot ist das jüdische Wochenfest, das ca. sieben Wochen bzw. 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert wird. Es erinnert daran, wie Moses auf dem Berg Sinai die Tora erhielt. Heutzutage bleiben viele Juden an Schawuot eine Nacht wach und lernen. [mehr]

WDR 3 Symbolbild: Bücher liegen auf einem Radiogerät, das auf einem Regal steht

WDR 3 Jüdisches Leben Alltag und Geschichte an jüdischen Feiertagen

Jüdische Kultur, jüdisches Gemeindeleben, jüdischer Alltag in Deutschland und aller Welt – Jüdisches Leben stellt Gemeindeleben aus Nordrhein-Westfalen genauso vor wie Entwicklungen im Judentum weltweit. [mehr]


Juden feiern Pessachfest auf Berg Gerazim

WDR 3 Jüdisches Leben - 14.04.2014 Zum jüdischen Pessachfest

Pessach, auch Passa(h) oder Pascha genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei. [mehr]

Orthodoxer Jude vor Schaufenster das mit Kostümen für das Purimsfest ausgestattet ist

WDR 3 Jüdisches Leben - 15.03.2014 Zum jüdischen Purimfest

Das jüdische Purimfest erinnert an die Rettung der persischen Juden vor der Verfolgung des Schurkens Haman. In diesem Jahr beginnt das Purimfest am Abend des 15. März. Vieles wirkt wie Karneval: Spaß, Verkleidung, Alkohol. [mehr]

Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor aufgestellt

WDR 3 Jüdisches Leben - 27.11.2013 Zum jüdischen Chanukkafest

Chanukka (Hanukkah oder Lichterfest) ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes jüdisches Fest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. Es beginnt jeweils am 25. Tag des Monats Kislew (November/Dezember). [mehr]