WDR 3 Jüdisches Leben - Sendungen A-Z - Programm

Darstellung der Zerstörung des jüdischen Tempels in Jerusalem durch die Soldaten des römischen Feldherrn Titus (Gemälde aus dem 19. Jhdt.)

WDR 3 Jüdisches Leben - 04.08.2014 Zum jüdischen Gedenken der Tempelzerstörung

Der 9. Tag des Monats Av ist ein Fastentag im Judentum. Er erinnert an die Zerstörung des Tempels, erst durch die Babylonier, dann endgültig durch die Römer ein paar Jahrhunderte später im Jahr 70 nach der Zeitrechnung. Der 9. Av ist ein fast depressiver Tag: Man grüßt sich nicht in der Synagoge, man sitzt nicht auf Stühlen oder Bänken, sondern auf dem Fußboden. [mehr]


Samariter feiern auf dem Berg Gerizim das Wochenfest

WDR 3 Jüdisches Leben - 03.06.2014 Zum jüdischen Wochenfest

Schawuot ist das jüdische Wochenfest, das ca. sieben Wochen bzw. 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert wird. Es erinnert daran, wie Moses auf dem Berg Sinai die Tora erhielt. Heutzutage bleiben viele Juden an Schawuot eine Nacht wach und lernen. [mehr]

Juden feiern Pessachfest auf Berg Gerazim

WDR 3 Jüdisches Leben - 14.04.2014 Zum jüdischen Pessachfest

Pessach, auch Passa(h) oder Pascha genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei. [mehr]

Kulturnachrichten

  • Google erringt Etappensieg gegen deutsche Verlage

    Deutsche Presseverlage haben im Streit mit Google eine Niederlage erlitten. Das Bundeskartellamt will wegen der Veröffentlichung von Pressetexten vorerst nicht gegen den US-Konzern vorgehen. Nach Ansicht der Behörde gibt es nicht genügend Ansatzpunkte dafür, dass ein Missbrauch von Marktmacht vorliegt. Die Verlage streiten mit Google darüber, ob der Suchmaschinenkonzern für die Verwendung von Pressetexten im Internet eine Gebühr zahlen muss. Google lehnt das ab. Nach dem deutschen Leistungsschutzrecht dürfen Presseverleger Gebühren verlangen, wenn ihre Inhalte kommerziell im Internet genutzt werden - allerdings nicht für einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte.

  • Mittelalterliches Gebäude unter Paderborner Domplatz

    Archäologen haben in Paderborn unter dem Domplatz Mauerreste eines mittelalterlichen Gebäudes gefunden. Wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mitteilte, könnte das Gebäude ein Bischofspalast gewesen sein. Die Ausgrabung deute außerdem darauf hin, dass der Straßenverlauf des mittelalterlichen Hellwegs durch Paderborn anders war, als bisher angenommen. Nach Ansicht der Experten wurde das Gebäude Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts abgerissen, um der Handelsstraße Platz zu machen.

  • Indien verbietet Film über Ermordung Indira Gandhis

    In Indien darf ein Film über die Ermordung der früheren Regierungschefin Indira Gandhi nicht gezeigt werden. Die Behörden stoppten den für Freitag geplanten Kinostart des Films. Sie befürchten, er könnte gewalttätige Unruhen auslösen. Indira Gandhi war 1984 von zwei Leibwächtern erschossen worden, die zur Religionsgemeinschaft der Sikhs gehörten. Nach Ansicht der Behörden verherrlicht der Film die Tat.

  • Kulturrat setzt Aachener Zollmuseum auf "Rote Liste"

    Der Deutsche Kulturrat hat das Aachener Zollmuseum Friedrichs auf die "Rote Liste bedrohter Kultureinrichtungen" gesetzt. Nach Angaben des Kulturrats benötigt das Museum gut 31.000 Euro, um seine Sammlung als Ganzes zu erhalten - ansonsten gehe ein Teil der Objekte an die Erben des Museumsgründers. Die Stadt Aachen sehe sich aber nicht in der Lage, neben den laufenden Kosten für das Museum auch noch diesen Betrag aufzubringen. Das Zollmuseum Friedrichs liegt in der Nähe der niederländischen Grenze und zeigt eine zollgeschichtliche Sammlung, die etwa 3.000 Objekte umfasst.

  • Tauziehen um Ausstellungsstücke von der Krim

    Das russische Kulturministerium hat ein Amsterdamer Museum aufgefordert, Ausstellungsstücke von der Krim zurückzugeben. Die Entscheidung des Museums, die Objekte vorerst zu behalten, sei nicht gerechtfertigt. Das archäologische Museum der Universität Amsterdam zeigt seit Februar eine Ausstellung über das Reitervolk der Skythen mit wertvollen Goldschätzen, die zum Teil aus Museen von der Krim stammen. Weil die Halbinsel mittlerweile an Russland angegliedert wurde, ist unklar, ob die Objekte jetzt der Ukraine oder den Museen auf der Krim gehören. Das Amsterdamer Museum hat deshalb entschieden, die Kunstschätze nach dem Ende der Ausstellung in der kommenden Woche zunächst in den Niederlanden zu behalten, bis die Frage auf diplomatischem Weg gelöst ist.

  • Lovis Corinths "Drei Grazien" keine NS-Raubkunst

    Das Gemälde "Drei Grazien" von Lovis Corinth ist keine NS-Raubkunst. Nach Einschätzung der sogenannten Limbach-Kommission müssen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen das Bild nicht an die Erben der früheren jüdischen Besitzerin zurückgeben. Die Kommission teilte mit, angesichts der Faktenlage sei ein "Zwangsverkauf" nicht erkennbar. Die Erben der Berliner Tuchfabrikantin Clara Levy hatten eine Rückgabe des Gemäldes gefordert. Die Kommission unter Vorsitz der früheren Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Jutta Limbach beschäftigt sich mit strittigen Fällen von NS-Raubkunst. Ihre Empfehlungen sind nicht rechtlich bindend, haben aber in der Regel großes Gewicht.

  • "Zentrum für verfolgte Künste" in Solingen genehmigt

    Die Gründung eines "Zentrums für verfolgte Künste" in Solingen rückt näher. Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat das neue Museum genehmigt. Es soll an Maler und Schriftsteller erinnern, die in der NS-Diktatur und in der DDR verboten und vertrieben wurden. Das "Zentrum für verfolgte Künste" wird im alten Rathaus des Solinger Stadtteils Gräfrath eingerichtet. Es wird eine Sammlung mit Werken verfolgter Künstler übernehmen, die bisher im Solinger Kunstmuseum untergebracht ist. Träger des neuen Museums sind der Landschaftsverband Rheinland und die Stadt Solingen unter Beteiligung der "Bürgerstiftung für verfolgte Künste".

  • Zweite Strafanzeige gegen Kunstberater Achenbach

    Die Betrugsaffäre um den inhaftierten Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach weitet sich aus. Bei der Staatsanwaltschaft Essen ist eine zweite Strafanzeige gegen Achenbach wegen mutmaßlichen Betrugs eingegangen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, wurde sie vom früheren Allkauf-Miteigentümer Bernd Viehof gestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt außerdem noch in einem dritten Verdachtsfall. Die Affäre war ins Rollen gekommen, als die Aldi-Erbenfamilie Albrecht gegen Helge Achenbach Anzeige erstattete. Der 62-Jährige soll seinen Kunden für Kunstwerke und Oldtimer überhöhte Preise in Rechnung gestellt haben. Der Kunstberater sitzt seit Mitte Juni in Untersuchungshaft.

  • Berlinale verleiht Wim Wenders Goldenen Ehrenbären

    Die Berlinale zeichnet den Filmemacher Wim Wenders mit dem Goldenen Ehrenbären aus. Festivaldirektor Dieter Kosslick sagte, das vielseitige Werk des Regisseurs habe das Filmgedächtnis geprägt und inspiriere nach wie vor andere Filmemacher. Der 69-jährige Wenders gilt als wichtiger Erneuerer des deutschen Kinofilms. Er drehte seit den siebziger Jahren mehr als 60 Filme. Wenders erhält den Goldenen Ehrenbären bei der nächsten Berlinale im Februar kommenden Jahres. Das Festival wird ihm zu Ehren außerdem eine Reihe seiner Filme zeigen.


Orthodoxer Jude vor Schaufenster das mit Kostümen für das Purimsfest ausgestattet ist

WDR 3 Jüdisches Leben - 15.03.2014 Zum jüdischen Purimfest

Das jüdische Purimfest erinnert an die Rettung der persischen Juden vor der Verfolgung des Schurkens Haman. In diesem Jahr beginnt das Purimfest am Abend des 15. März. Vieles wirkt wie Karneval: Spaß, Verkleidung, Alkohol. [mehr]

Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor aufgestellt

WDR 3 Jüdisches Leben - 27.11.2013 Zum jüdischen Chanukkafest

Chanukka (Hanukkah oder Lichterfest) ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes jüdisches Fest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. Es beginnt jeweils am 25. Tag des Monats Kislew (November/Dezember). [mehr]

WDR 3 Symbolbild: Bücher liegen auf einem Radiogerät, das auf einem Regal steht

WDR 3 Jüdisches Leben Alltag und Geschichte an jüdischen Feiertagen

Jüdische Kultur, jüdisches Gemeindeleben, jüdischer Alltag in Deutschland und aller Welt – Jüdisches Leben stellt Gemeindeleben aus Nordrhein-Westfalen genauso vor wie Entwicklungen im Judentum weltweit. [mehr]


Vorbereitungen zum Laubhüttenfest

WDR 3 Jüdisches Leben - 18.09.2013 Zum jüdischen Laubhüttenfest

Sukkot oder Laubhüttenfest ist eines der drei jüdischen Wallfahrtsfeste. Das Fest wird im Herbst, fünf Tage nach dem Versöhnungstag, im September oder Oktober gefeiert und dauert sieben Tage. [mehr]

Jom Kippur

WDR 3 Jüdisches Leben - 13.09.2013 Zum jüdischen Versöhnungsfest

Jom Kippur auf Deutsch zumeist Versöhnungstag ist der höchste jüdische Feiertag. Er wird im Herbst im September oder Oktober am 10. Tischri, dem siebten Monat des traditionellen, bzw. ersten Monat des bürgerlichen jüdischen Kalenders, als Fasttag begangen. [mehr]

Jüdisches Neujahrsfest Rosch ha-Schana

WDR 3 Jüdisches Leben - 04.09.2013 Zum jüdischen Neujahrsfest

Rosch ha-Schana ist der jüdische Neujahrstag. Die Mischna, die wichtigste Sammlung religiöser Überlieferungen des rabbinischen Judentums, legt dieses Fest als Jahresbeginn und für die Berechnung von Kalenderjahren fest. [mehr]