WDR 3 Jüdisches Leben - Sendungen A-Z - Programm

Orthodoxer Jude vor Schaufenster das mit Kostümen für das Purimsfest ausgestattet ist

WDR 3 Jüdisches Leben - 04.03.20153 Zum Purimsfest

Das jüdische Purimfest kann man mit Karneval vergleichen. Juden verkleiden sich und betrinken sich. Nur gibt es einen wichtigen Unterschied. An Purim geht es um das Überleben des jüdischen Volkes. Im Buch Esther, das an Purim im Mittelpunkt steht, will der Schurke Haman das jüdische Volk auslöschen. Die Frage nach dem Leben und Überleben, nach dem Umgang mit den Unterdrückern und mit der Diskriminierung spielt im spielt immer wieder eine Rolle. Etwa wenn sich die jüdische Gemeinde in Krakau mit Bildung gegen Steinwürfe wehrt. Oder wenn Freiwillige in Oldenburg Schülern das Judentum näher bringen wollen. [mehr]


Ein jüdisches Kind sitzt am Essenstisch während des Pessach-Fests

WDR 3 Jüdisches Leben - 03.04.2015 Von Aachen bis Tel Aviv

Was bewegt Juden in NRW, in Deutschland und in aller Welt? Jüdisches Leben informiert vor Feiertagen über jüdische Szene und Politik, über jüdische Gemeinden, über Schräges und Schrilles. [mehr]

  • Jüdisches Leben Freitag, 3. April 2015 14.45 - 15.00 Uhr
Adriana Altaras, Schauspielerin

WDR 3 Jüdisches Leben - 16.12.2014 Kerzen und Kartoffelpuffer: Jüdische Szene

Am Chanukkafest sind Kerzen und Kartoffelpuffer wichtig. Das Fest erinnert an ein Ölwunder – acht Tage soll ein Öltropfen im Tempel in Jerusalem gebrannt haben. Daher zünden Juden an Chanukka achtarmige Leuchter an und essen Ölgebackenes. "Jüdisches Leben" zeigt, was Juden bewegt – in NRW und bundesweit. [mehr]

Kulturnachrichten

  • Castorf bleibt bis 2017 Intendant der Berliner Volksbühne

    Frank Castorf bleibt bis 2017 Intendant der Berliner Volksbühne. Der Senat teilte mit, sein Vertrag werde um ein Jahr verlängert. Damit wird Castorf die Volksbühne 25 Jahre geleitet haben. Wer dann seine Nachfolge antritt, ist noch offen. Nach unbestätigten Berichten ist der Direktor der Londoner Tate Gallery, Chris Dercon, im Gespräch. Ein Sprecher des Senats sagte lediglich, dass zurzeit Gespräche mit möglichen Nachfolgern geführt werden.

  • 3sat-Preis für Schauspielerin Lina Beckmann

    Die Schauspielerin Lina Beckmann wird mit dem 3sat-Preis geehrt. Die 33-Jährige ist Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Sie erhält die Auszeichnung für ihre Darstellung der Ella in Ibsens "John Gabriel Borkmann". Die Jury teilte mit, Beckmann spiele ohne Rücksicht auf eigene Verluste, auf Gefällig-Sein und vorteilhafte Erscheinung. Der 3sat-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Rahmen des Berliner Theatertreffens im Mai vergeben.

  • Anne Frank früher gestorben als bisher angenommen

    Das jüdische Mädchen Anne Frank ist möglicherweise früher gestorben als bisher angenommen. Die Amsterdamer Anne Frank-Stiftung teilte mit, dass Anne und ihre Schwester Margot nach jüngsten Erkenntnissen bereits im Februar 1945 im damaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen an Fleckentyphus gestorben seien. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das Rote Kreuz das wahrscheinliche Todesdatum auf März 1945 datiert. Im Auftrag der Stiftung haben Wissenschaftler Archive und Erinnerungen von Lagergefangenen ausgewertet, um die letzten Monate von Anne Frank zu rekonsturieren. Ihr genauer Todestag ist der Untersuchung zufolge nicht mehr festzustellen.

  • Lindgren-Preis an südafrikanische Organisation Praesa

    Der Astrid-Lindgren-Preis geht in diesem Jahr an die südafrikanische Organisation Praesa. Das Bildungsprojekt in Kapstadt fördert das Lesen mit Leseclubs und gibt eine Kinderbuch-Reihe heraus. Die "Little Hand Books" erscheinen in 20 afrikanischen Sprachen und ermöglichen es Kindern, in ihrer Muttersprache zu lesen. Die Jury erklärte, die Arbeit von Praesa zeige, wie sehr Bücher und Geschichten das Leben von Kindern bereichern. Der mit umgerechnet gut einer halben Million Euro verbundene Preis ist die höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur weltweit. Die schwedische Regierung stiftete den Astrid-Lindgren-Preis nach dem Tod der berühmten Kinderbuchautorin 2002.

  • "Tannhäuser"-Inszenierung in Novosibirsk abgesetzt

    Im russischen Novosibirsk ist eine umstrittene Inszenierung von Richard Wagners Oper "Tannhäuser" abgesetzt worden. Die Leitung der Staatsoper begründete ihre Entscheidung damit, dass der Regisseur nicht zu Änderungen bereit gewesen sei. Gestern erst hatte das Kulturministerium den langjährigen Direktor der Oper, Boris Mesdritsch, entlassen und einen Nachfolger benannt. Hintergrund des Theaterskandals ist die Kritik von russisch-orthodoxen Kirchenführern an der "Tannhäuser"-Inszenierung. Sie hatten die Theatermacher wegen Verletzung religiöser Gefühle angezeigt, waren vor Gericht jedoch gescheitert. Künstler und Menschenrechtler werfen dem Kulturministerum Zensur vor.

  • Marion Poschmann übernimmt Bonner Poetikdozentur

    Die Schriftstellerin Marion Poschmann übernimmt zum Sommersemester die Thomas-Kling-Poetikdozentur an der Universität Bonn. Poschmann wird zwei Semester lang Lehrveranstaltungen anbieten. Die gebürtige Essenerin lebt in Berlin und schreibt Lyrik und Prosa. Ihr Roman "Die Sonnenposition" stand 2013 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Die Bonner Poetikdozentur wird von der Kunststiftung NRW vergeben. Sie ist nach dem Lyriker und Essayisten Thomas Kling benannt, der bis zu seinem Tod 2005 auf der Raketenstation Hombroich in Neuss lebte.

  • Preußenstiftung prüft Herkunft von menschlichen Überresten

    Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will die Herkunft von Schädeln und Gebeinen in ihren ethnologischen Sammlungen so schnell wie möglich prüfen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat 2011 von der Berliner Charité eine Sammlung von 8.000 Skeletten und Schädeln übernommen. Seit Jahren fordern Länder wie Namibia die Rückgabe von menschlichen Überresten, die während der Kolonialzeit nach Europa gebracht wurden. Die Charité hatte in den vergangenen Jahren zweimal Gebeine an Namibia zurückgegeben.

  • Lyrikpreis der Stadt Münster an Charles Bernstein

    Die Stadt Münster vergibt ihren Preis für Internationale Poesie in diesem Jahr an den amerikanischen Lyriker Charles Bernstein. Die Jury lobt Bernstein für sein breitgefächertes lyrisches Werk. Es umfasse liedhafte Stücke ebenso wie gesellschaftskritische Verse und von Dada angeregte Lautgedichte. Zusammen mit Bernstein werden seine Übersetzer geehrt, darunter das Wiener Übersetzerkollektiv Versatorium. Der Internationale Lyrikpreis ist mit 15.500 Euro dotiert und wird anlässlich des Lyrikertreffens Münster im Mai verliehen.

  • Weiterer Rücktritt in Martin-Heidegger-Gesellschaft

    Die Martin-Heidegger-Gesellschaft kommt nach der Veröffentlichung antisemitischer Äußerungen des Philosophen nicht zur Ruhe. Nach dem Vorsitzenden Günter Figal ist jetzt auch seine Stellvertreterin zurückgetreten. Die italienische Philosophin Donatella Di Cesare begründete ihre Entscheidung damit, dass es in der Heidegger-Gesellschaft keine Unterstützung für eine kritische Auseinandersetzung mit Martin Heidegger gebe. Im vergangenen Jahr waren Tagebücher Heideggers aus den 1930er Jahren mit bislang unbekannten antisemitischen Äußerungen veröffentlicht worden.


Fanchoreographie vor Anpfiff zum Gedenken des jüdischen Bayern-Präsidenten Kurt Landauer

WDR 3 Jüdisches Leben - 08.10.2014 Von Bochum bis Tel Aviv: Jüdische Szene

Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer, draußen wird’s kälter. Und was machen Juden? Sie setzen sich nach draußen in zugige Hütten zum Laubhüttenfest. Wir stellen den Mann vor, der den FC Bayern nach vorn brachte, wir blicken auf Antisemitismus bei Akademikern und erkunden Graffiti in Tel Aviv. [mehr]

Martin Buber

WDR 3 Jüdisches Leben - 03.10.2014 Versöhnungstag - Martin Buber

Der Versöhnungstag Jom Kippur ist einer der wenigen Fastentage im Judentum: 25 Stunden ohne Essen und Trinken, ohne Lederschuhe, die früher Zeichen des Luxus waren, und ohne Sex. Die Sendung stellt Kompositionen von Max Bruch bis John Zorn zu Jom Kippur vor und macht einen Ausflug in das Denken des Religionsphilosophen Martin Buber. [mehr]

WDR 3 Symbolbild: Bücher liegen auf einem Radiogerät, das auf einem Regal steht

WDR 3 Jüdisches Leben Alltag und Geschichte an jüdischen Feiertagen

Jüdische Kultur, jüdisches Gemeindeleben, jüdischer Alltag in Deutschland und aller Welt – Jüdisches Leben stellt Gemeindeleben aus Nordrhein-Westfalen genauso vor wie Entwicklungen im Judentum weltweit. [mehr]


Jüdisches Neujahrsfest Rosch ha-Schana

WDR 3 Jüdisches Leben - 24.09.2014 Zum jüdischen Neujahrsfest

Für Juden beginnt das Jahr 5775. So lange ist es nach traditioneller Zählung nämlich her, dass Gott die Welt erschuf. Juden wünschen "schana towa umetuka" - ein gutes und süßes Jahr. Dazu passt das Essen. Man tunkt Apfelstücke in Honig [mehr]

Darstellung der Zerstörung des jüdischen Tempels in Jerusalem durch die Soldaten des römischen Feldherrn Titus (Gemälde aus dem 19. Jhdt.)

WDR 3 Jüdisches Leben - 04.08.2014 Zum jüdischen Gedenken der Tempelzerstörung

Der 9. Tag des Monats Av ist ein Fastentag im Judentum. Er erinnert an die Zerstörung des Tempels, erst durch die Babylonier, dann endgültig durch die Römer ein paar Jahrhunderte später im Jahr 70 nach der Zeitrechnung. Der 9. Av ist ein fast depressiver Tag: Man grüßt sich nicht in der Synagoge, man sitzt nicht auf Stühlen oder Bänken, sondern auf dem Fußboden. [mehr]

Samariter feiern auf dem Berg Gerizim das Wochenfest

WDR 3 Jüdisches Leben - 03.06.2014 Zum jüdischen Wochenfest

Schawuot ist das jüdische Wochenfest, das ca. sieben Wochen bzw. 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert wird. Es erinnert daran, wie Moses auf dem Berg Sinai die Tora erhielt. Heutzutage bleiben viele Juden an Schawuot eine Nacht wach und lernen. [mehr]


Juden feiern Pessachfest auf Berg Gerazim

WDR 3 Jüdisches Leben - 14.04.2014 Zum jüdischen Pessachfest

Pessach, auch Passa(h) oder Pascha genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei. [mehr]