WDR 3 Jüdisches Leben - Sendungen A-Z - Programm

Jüdisches Neujahrsfest Rosch ha-Schana

WDR 3 Jüdisches Leben - 24.09.2014 Zum jüdischen Neujahrsfest

Für Juden beginnt das Jahr 5775. So lange ist es nach traditioneller Zählung nämlich her, dass Gott die Welt erschuf. Juden wünschen "schana towa umetuka" - ein gutes und süßes Jahr. Dazu passt das Essen. Man tunkt Apfelstücke in Honig [mehr]


Darstellung der Zerstörung des jüdischen Tempels in Jerusalem durch die Soldaten des römischen Feldherrn Titus (Gemälde aus dem 19. Jhdt.)

WDR 3 Jüdisches Leben - 04.08.2014 Zum jüdischen Gedenken der Tempelzerstörung

Der 9. Tag des Monats Av ist ein Fastentag im Judentum. Er erinnert an die Zerstörung des Tempels, erst durch die Babylonier, dann endgültig durch die Römer ein paar Jahrhunderte später im Jahr 70 nach der Zeitrechnung. Der 9. Av ist ein fast depressiver Tag: Man grüßt sich nicht in der Synagoge, man sitzt nicht auf Stühlen oder Bänken, sondern auf dem Fußboden. [mehr]

Samariter feiern auf dem Berg Gerizim das Wochenfest

WDR 3 Jüdisches Leben - 03.06.2014 Zum jüdischen Wochenfest

Schawuot ist das jüdische Wochenfest, das ca. sieben Wochen bzw. 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert wird. Es erinnert daran, wie Moses auf dem Berg Sinai die Tora erhielt. Heutzutage bleiben viele Juden an Schawuot eine Nacht wach und lernen. [mehr]

Kulturnachrichten

  • EU-Parlamentarier kritisieren künftigen Kulturkommissar Navracsics

    Der umstrittene designierte EU-Kulturkommissar Tibor Navracsics hat heftige Kritik der Europaabgeordneten einstecken müssen. In einer dreistündigen Anhörung am Mittwoch in Brüssel warfen EU-Parlamentarier dem Ungarn fehlende Glaubwürdigkeit und kulturpolitischen Kahlschlag in seinem Land vor. Navracsics war als ungarischer Justizminister für mehrere umstrittene Gesetze zur Einschränkung der Pressefreiheit verantwortlich. Er ist Mitglied der rechtskonservativen Fidesz-Partei von Regierungschef Viktor Orban. Navracsics betonte, er werde sich in seiner neuen Rolle für die Medienfreiheit einsetzen. Das EU-Parlament stimmt am 22. Oktober über die gesamte Kommission ab. Nur mit seiner Zustimmung kann die Kommission ihren Dienst antreten.

  • Insolvenzverfahren für Musikhaus Tonger eröffnet

    Das Amtsgericht Köln hat das Insolvenzverfahren für das Kölner Musikhaus Tonger eröffnet. Das Traditionsunternehmen mit rund 40 Mitarbeitern in drei Städten war in Turbulenzen geraten und hatte im Juni Insolvenzantrag gestellt. Geschäftsführer Lutz Wentscher sagte, Ziel sei es, das Unternehmen mit allen seinen Standorten zu erhalten. Dazu sollen neue Gesellschafter aufgenommen werden und die Internetpräsenz des Geschäfts verbessert werden. Das 1822 gegründete Musikhaus vertreibt Instrumente, Noten und CDs. Neben dem Haupthaus in Köln hat Tonger Filialen in Düsseldorf und Bonn.

  • Jüdische Gemeinde in Düsseldorf ehrt Tote Hosen

    Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf hat die Rockband "Tote Hosen" mit der Josef-Neuberger-Medaille ausgezeichnet. Auch der Prorektor der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf, Thomas Leander, wurde geehrt. Die Toten Hosen hatten zusammen mit den jungen Sinfonikern der Musikhochschule vor einem Jahr an drei Konzertabenden Musik gespielt, die im Nationalsozialismus als "entartet" diffamiert worden war. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Oded Horowitz, erklärte, mit den Konzerten hätten die Musiker "die damals verbotenen und nach dem Krieg totgeschwiegenen Künstler dem Vergessen entrissen".

  • New York Times will 100 Stellen abbauen

    Die traditionsreiche New York Times will erneut in großem Stil Stellen abbauen. Nach Angaben der Zeitung sollen etwa 100 Stellen im Newsroom gestrichen werden. Zusätzlich will sich das Blatt von einigen Angestellten in anderen Geschäftsbereichen trennen. Außerdem soll "NYT Opinion", eine neue App für Meinungsbeiträge, wegen zu geringen Nutzerinteresses wieder abgeschafft werden. In den vergangenen Jahren hatte die New York Times bereits mehrfach Stellen gestrichen.

  • Pariser Regierung will Louvre an sieben Tagen öffnen

    Der Louvre, das Schloss Versailles und das Musée d'Orsay in Paris sollen künftig an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein. Dies sieht der Etatentwurf des französischen Kultusministeriums für das kommende Jahr vor. Bisher sind die drei meistbesuchten nationalen Museen Frankreichs jeweils an einem Tag in der Woche geschlossen. Die zusätzlichen Kosten sollen durch die Mehreinnahmen beim Ticketverkauf gedeckt werden. Der Louvre empfängt im Jahr mehr als neun Millionen Besucher und damit mehr als jedes andere Museum der Welt.

  • aspekte-Literaturpreis für Katja Petrowskaja

    Die Berliner Schriftstellerin Katja Petrowskaja erhält für ihre Erzählung "Vielleicht Esther" den Literaturpreis der ZDF-Kultursendung "aspekte". Die Jury erklärte, die in Kiew geborene 44-Jährige stemme sich in ihrem Werk gegen das Nichtwissen und Vergessen. Petrowskaja behandelt in "Vielleicht Esther" ihre eigene Familiengeschichte und die nationalsozialistischen Gräueltaten in der Ukraine. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird Petrowskaja nächste Woche auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

  • Einheitsdenkmal nicht vor 2016 fertig

    Die Errichtung des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin verzögert sich weiter. Ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte, das Denkmal werde nicht vor 2016 fertig. Die nach Plänen der Choreografin Sasha Waltz und des Architekten Johannes Milla geplante "Einheitswippe" sollte eigentlich spätestens im kommenden Jahr zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung eingeweiht werden. Errichtet werden soll es auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals. Ein Grund für die Verzögerung sind die wilhelminischen Mosaike, die auf diesem Sockel entdeckt wurden. Der Berliner Landeskonservator und die Kulturstaatsministerin haben sich bisher nicht darüber verständigen können, wie diese Mosaiken erhalten werden können.

  • Olga Martynova erhält Berliner Literaturpreis

    Der Berliner Literaturpreis geht im kommenden Jahr an die russische Schriftstellerin Olga Martynova. Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert. Zur Begründung hieß es, der Autorin gelinge es, gängige Themen wie Herkunft, Liebe oder Familie in ein großes Erzähluniversum zu verwandeln. Mit dem Preis ist eine Berufung der Freien Universität Berlin auf die Heiner-Müller-Gastprofessur für das Sommersemester 2015 verbunden. Olga Martynova zog 1991 nach Deutschland und lebt in Frankfurt am Main. Gedichte schreibt sie auf Russisch, Prosa auf Deutsch. Für ein Kapitel aus ihrem Roman "Mörikes Schlüsselbein" gewann sie 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis.

  • Insolvenzverfahren gegen Achenberg-Unternehmen eröffnet

    Fast vier Monate nach der Inhaftierung des Düsseldorfer Kunstberaters Helge Achenbach sind die Insolvenzfahren für drei seiner Firmen eröffnet worden. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters sagte, die erste Gläubigerversammlung sei für den 19. November angesetzt. Betroffen sind demnach zwei Kunstberatungsfirmen sowie seine Düsseldorfer Restaurants Monkey's. Ausgelöst worden war die Betrugsaffäre um Achenbach durch eine Anzeige der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht. Achenbach soll ihm Kunst und Oldtimer zu überhöhten Preisen vermittelt haben.


Juden feiern Pessachfest auf Berg Gerazim

WDR 3 Jüdisches Leben - 14.04.2014 Zum jüdischen Pessachfest

Pessach, auch Passa(h) oder Pascha genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei. [mehr]

Orthodoxer Jude vor Schaufenster das mit Kostümen für das Purimsfest ausgestattet ist

WDR 3 Jüdisches Leben - 15.03.2014 Zum jüdischen Purimfest

Das jüdische Purimfest erinnert an die Rettung der persischen Juden vor der Verfolgung des Schurkens Haman. In diesem Jahr beginnt das Purimfest am Abend des 15. März. Vieles wirkt wie Karneval: Spaß, Verkleidung, Alkohol. [mehr]

WDR 3 Symbolbild: Bücher liegen auf einem Radiogerät, das auf einem Regal steht

WDR 3 Jüdisches Leben Alltag und Geschichte an jüdischen Feiertagen

Jüdische Kultur, jüdisches Gemeindeleben, jüdischer Alltag in Deutschland und aller Welt – Jüdisches Leben stellt Gemeindeleben aus Nordrhein-Westfalen genauso vor wie Entwicklungen im Judentum weltweit. [mehr]


Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor aufgestellt

WDR 3 Jüdisches Leben - 27.11.2013 Zum jüdischen Chanukkafest

Chanukka (Hanukkah oder Lichterfest) ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes jüdisches Fest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. Es beginnt jeweils am 25. Tag des Monats Kislew (November/Dezember). [mehr]