WDR 3 Jüdisches Leben - Sendungen A-Z - Programm

Samariter feiern auf dem Berg Gerizim das Wochenfest

WDR 3 Jüdisches Leben - 03.06.2014 Zum jüdischen Wochenfest

Schawuot ist das jüdische Wochenfest, das ca. sieben Wochen bzw. 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert wird. Es erinnert daran, wie Moses auf dem Berg Sinai die Tora erhielt. Heutzutage bleiben viele Juden an Schawuot eine Nacht wach und lernen. [mehr]


Juden feiern Pessachfest auf Berg Gerazim

WDR 3 Jüdisches Leben - 14.04.2014 Zum jüdischen Pessachfest

Pessach, auch Passa(h) oder Pascha genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei. [mehr]

Orthodoxer Jude vor Schaufenster das mit Kostümen für das Purimsfest ausgestattet ist

WDR 3 Jüdisches Leben - 15.03.2014 Zum jüdischen Purimfest

Das jüdische Purimfest erinnert an die Rettung der persischen Juden vor der Verfolgung des Schurkens Haman. In diesem Jahr beginnt das Purimfest am Abend des 15. März. Vieles wirkt wie Karneval: Spaß, Verkleidung, Alkohol. [mehr]

Kulturnachrichten

  • Polen sagt Kulturjahr in Russland ab

    Die polnische Regierung hat das für 2015 geplante polnische Kulturjahr in Russland abgesagt. Der Außenminister und die Kulturministerin erklärten, angesichts der gegenwärtigen politischen Situation und der Ereignisse in der Ukraine sei es unmöglich ist, ein polnisches Jahr in Russland durchzuführen. Auch das im Gegenzug geplante russische Kulturjahr in Polen wird ausgesetzt. Vorher hatten mehrere polnischer Künstler darum gebeten, das Kulturjahr in Russland abzusagen oder zu verschieben.

  • Helge Achenbach muss in U-Haft bleiben

    Der Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach bleibt in Untersuchungshaft. Das Landgericht Essen verwarf eine Haftbeschwerde seiner Anwälte als unbegründet. Es liege weiterhin ein dringender Tatverdacht vor, außerdem sieht das Gericht Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Der 62-jährige Kunstberater sitzt seit sechs Wochen in U-Haft. Ihm wird vorgeworfen, Kunstwerke und Oldtimer mit verdeckten Preisaufschlägen und gefälschten Rechnungen an den Aldi-Erben Berthold Albrecht weiterverkauft zu haben. Ein Sprecher Achenbachs wies die Vorwürfe erneut zurück.

  • Weitere Kunstwerke in Gurlitts Wohnung gefunden

    In der Wohnung von Cornelius Gurlitt sind weitere Kunstwerke gefunden worden, bei denen es sich womöglich um NS-Raubkunst handelt. Dieser Verdacht soll jetzt geprüft werden. Knapp drei Monate nach dem Tod des Münchner Kunstsammlers stießen Beamte bei der Sicherung des Nachlasses auf bislang nicht bekannte Kunstwerke. Darunter sind zwei Skulpturen, die von Edgar Degas und Auguste Rodin stammen könnten. Die Werke wurden im Frühjahr 2012 nicht von der Staatsanwaltschaft Augsburg beschlagnahmt. Damals wurden in Gurlitts Münchner Wohnung fast 1300 Werke sicher gestellt, die aus dem Nachlass seines Vaters stammten.

  • Hannah-Arendt-Preis an russische und ukrainische Künstler

    Zwei Aktionskünstlerinnen der russischen Gruppe Pussy Riot erhalten gemeinsam mit dem ukrainischen Schriftsteller Juri Andruchowytsch den diesjährigen Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken. Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina waren nach einem Auftritt in der Moskauer Erlöserkathedrale zu Straflager und Zwangsarbeit verurteilt worden. Mit den mutigen Aktionskünstlerinnen möchte die Jury auch all jene würdigen, die trotz Verfolgung an ihrem Widerstand gegen die reaktionäre Wende in Russland festhalten. Juri Andruchowytsch ist seit Jahren eine wichtige literarische Stimme der demokratischen Bewegung der Ukraine. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Stadt Bremen verliehen. Sie ist nach der jüdischen Publizistin Hannah Arendt benannt.

  • Holocaust-Mahnmal in Herne demoliert

    Unbekannte haben das Holocaust-Mahnmal in Herne beschädigt. Dabei entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro. Das Mahnmal wurde im Januar 2010 eingeweiht. Es besteht aus einer dunklen Steinplatte, die als Rampe zu einer aufrecht stehenden Gedenktafel führt. Darauf erinnern 400 Okulare an die 400 von den Nazis ermordeten Juden aus Herne und Wanne-Eickel. Mehrere dieser Glaskörper und die Wand des Mahnmals wurden nun beschädigt. Der Staatsschutz des Bochumer Polizeipräsidiums hat die Ermittlungen aufgenommen.

  • Literaturarchiv Marbach bekommt weitere Heidegger-Briefe

    Heideggers Familie hat dem Literaturarchiv Marbach 70 Briefe des Philosophen übergeben. Heidegger und seine Frau schrieben die Briefe zwischen 1907 und 1927 an seine Eltern. Die Korrespondenz ist davon geprägt, dass Heideggers Eltern streng katholisch waren. Der Sohn versuchte beispielsweise mehrfach, Vorbehalte gegen eine Heirat mit der Protestantin Elfriede Petri auszuräumen. Das Literaturarchiv bekommt außerdem die Korrespondenz mit seiner Mitarbeiterin Elisabeth Gerber-Krumsiek. Der 1976 verstorbene Philosoph hatte dem Archiv bereits zu Lebzeiten einen Großteil seines Nachlasses übergeben.

  • Rechtschreibfehler auf Bonner Straßenschildern

    In Bonn sind viele Straßen im sogenannten Widerstandsviertel auf der Bonner Hardthöhe nach Gegnern des Nazi-Regimes benannt. Zum diesjährigen Jubiläum des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 ließ die Stadt Erklärschilder zu den Namen anbringen, die allerdings voller peinlicher Rechtschreibfehler sind. Das fiel jetzt einem aufmerksamen Bonner Ratsherren auf. So ist auf rund 30 Schildern "Wiederstand" statt "Widerstand" zu lesen, und der Pazifist Carl von Ossietzky wird zum "Parzifisten". Abkürzungen und Satzzeichen wurden offenbar nach dem Zufallsprinzip ausgewählt oder sind schlicht falsch. Noch ist unklar, ob die Stadt oder die Druckerei für die Schlamperei verantwortlich ist. Wie es hieß, würden die fehlerhaften Schilder schnell ausgetauscht.

  • Kohl-Biograf wird Urteil voraussichtlich akzeptieren

    Kohl-Biograf Heribert Schwan wird seine Niederlage im Rechtsstreit um die Kohl-Interviews voraussichtlich doch akzeptieren. Bislang hatte der Publizist stets erklärt, er wolle zur Not bis zur letzten Instanz auf sein Recht an den Gesprächsaufzeichnungen pochen. Das Kölner Oberlandesgericht hatte in zweiter Instanz geurteilt, dass Altbundeskanzler Helmut Kohl die 135 Tonbänder mit Gesprächen über sein Leben behalten kann. Schwan sollte daraus ursprünglich eine Kohl-Biografie schreiben. Bei dem juristischen Streit geht es im Kern um die Frage, ob ein Interview dank der Gesprächsführung eine journalistische Leistung ist, oder ob der Biograf nur Helmut Kohls Gedanken notierte. Die offizielle Urteilsbegründung wird Ende nächster Woche erwartet.

  • Kritische israelische Journalisten werden bedroht

    Der Gaza-Krieg hat Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit in Israel. Kritische israelische Journalisten werden offen mit dem Tod bedroht. Im Deutschlandfunk sagte der Zeitungsjournalist Gideon Levy, er gehe nur noch mit Leibwächtern auf die Straße. In einem Artikel für die Zeitung "Haaretz" hatte er das Handeln der israelischen Luftwaffe-Piloten kritisiert. Auch die Haaretz-Journalistin Amira Hass wird regelmäßig beschimpft und bedroht. Die meisten israelischen Medien unterstützen das Vorgehen der Regierung. Abweichende Meinungen finden sich fast nur bei ausländischen Sendern wie der britischen BBC oder dem arabischen Sender Al Dschasira international. Der israelische Kommunikationsminister Gilad Erdan möchte die englischsprachige Ausgabe von Al Dschasira jetzt aus dem Kabelprogramm verbannen.


Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor aufgestellt

WDR 3 Jüdisches Leben - 27.11.2013 Zum jüdischen Chanukkafest

Chanukka (Hanukkah oder Lichterfest) ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes jüdisches Fest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. Es beginnt jeweils am 25. Tag des Monats Kislew (November/Dezember). [mehr]

Vorbereitungen zum Laubhüttenfest

WDR 3 Jüdisches Leben - 18.09.2013 Zum jüdischen Laubhüttenfest

Sukkot oder Laubhüttenfest ist eines der drei jüdischen Wallfahrtsfeste. Das Fest wird im Herbst, fünf Tage nach dem Versöhnungstag, im September oder Oktober gefeiert und dauert sieben Tage. [mehr]

WDR 3 Symbolbild: Bücher liegen auf einem Radiogerät, das auf einem Regal steht

WDR 3 Jüdisches Leben Alltag und Geschichte an jüdischen Feiertagen

Jüdische Kultur, jüdisches Gemeindeleben, jüdischer Alltag in Deutschland und aller Welt – Jüdisches Leben stellt Gemeindeleben aus Nordrhein-Westfalen genauso vor wie Entwicklungen im Judentum weltweit. [mehr]


Jom Kippur

WDR 3 Jüdisches Leben - 13.09.2013 Zum jüdischen Versöhnungsfest

Jom Kippur auf Deutsch zumeist Versöhnungstag ist der höchste jüdische Feiertag. Er wird im Herbst im September oder Oktober am 10. Tischri, dem siebten Monat des traditionellen, bzw. ersten Monat des bürgerlichen jüdischen Kalenders, als Fasttag begangen. [mehr]

Jüdisches Neujahrsfest Rosch ha-Schana

WDR 3 Jüdisches Leben - 04.09.2013 Zum jüdischen Neujahrsfest

Rosch ha-Schana ist der jüdische Neujahrstag. Die Mischna, die wichtigste Sammlung religiöser Überlieferungen des rabbinischen Judentums, legt dieses Fest als Jahresbeginn und für die Berechnung von Kalenderjahren fest. [mehr]