WDR 3 Literaturfeature - Sendungen A-Z - Programm


 
 

Kulturnachrichten

  • Gericht weist Gema-Klage gegen Youtube ab

    Die Videoplattform Youtube ist nicht für die Inhalte ihrer Nutzer verantwortlich. Das Landgericht München hat entschieden, dass Youtube als technische Online-Plattform keine Gebühren an die Verwertungsgesellschaft Gema zahlen muss. Die Gema vertritt die Urheberrechte etwa von Komponisten oder Textautoren. Seit Jahren gibt es Streit mit dem Internkonzern Google, zu dem Youtube gehört, wie viel Geld Musiker bekommen sollen, wenn ihre Videos online angesehen werden. Wegen der fehlenden Einigung sind viele Musik-Clips für deutsche Internetnutzer nicht verfügbar.

  • Nach Dauerstreit will Rostocker Intendant Kurs fortsetzen

    Nach dem Dauerstreit um seinen Intendanten Sewan Latchinian will das Volkstheater Rostock mit mehr als 30 Neuproduktionen in die neue Spielzeit gehen. Hintergrund des Streites war ein Vergleich der Theaterpolitik Mecklenburg-Vorpommerns mit Kulturzerströrungen der Terrormiliz IS. Daraufhin hatte der Rostocker Bürgermeister Sewan Latchinian zunächst fristlos gekündigt und dann auf Druck der Bürgerschaft wieder berufen. Die neu Spielzeit soll nach den Worten des Theaterintendanten unter dem Motto Tolerenz stehen. Mit dem Programm sollen mehr Kinder und Jugendliche als bisher für das Theater begeistert werden.

  • Neue Multimedia-Gastprofessur an Hochschulen in Detmold

    Ab dem Wintersemester übernehmen Multimedia-Künstler eine Gastprofessur in Detmold. Den Anfang macht der Komponist und Klangkünstler Gilbert Nouno vom Royal College of Music in London. Er wird an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule für Musik in den Studiengängen Komposition, Klangregie und Music Acoustics unterrichten. Auch gemeinsame künstlerische Projekte sind geplant. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst fördert die Kooperation mit 100.000 Euro.

  • Polnischer Historiker scheidet aus Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung aus

    Der polnische Historiker Krzysztof Ruchniewicz hat sein Mandat im wissenschaftlichen Beraterkreis der Berliner Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung niedergelegt. Er nannte als Grund die Wahl des Düsseldorfer Historikers Winfrid Halder zum neuen Direktor der Stiftung. Ihm seien sowohl seine Person als auch seine Qualifikation unbekannt. Der Stiftungsrat solle nun in Zusammenarbeit mit Winfrid Halders einen neuen Beirat wählen. Der Historiker Krzysztof Ruchniewicz ist Direktor des Willy Brandt-Instituts für Deutschland- und Europastudien an der Universität Breslau.

  • Schwede Lars Gustafsson erhält Thomas-Mann-Preis

    Der schwedische Erzähler und Lyriker Lars Gustafsson wird mit dem Thomas-Mann-Preis 2015 geehrt. Zur Begründung heißt es, er überzeuge durch seine erzählerische Meisterschaft in Verbindung mit philosophischer Einsicht. Das gelte besonders für seine Romanfolge "Risse in der Mauer" sowie den Roman "Der Bienenzüchter". Lars Gustafssons Werk umfasst mehr als 40 Bände und ist auch in deutscher Übersetzung erschienen. Der Thomas-Mann-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Er wird von der Stadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste verliehen.

  • Syrien will schärfere Grenzkontrollen gegen Kulturraub

    Der Generaldirektor der syrischen Verwaltung für Altertümer hat strengere Grenzkontrollen gegen den Kulturraub durch die Terrormilz IS gefordert. In einem Beitrag für das Magazin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz heißt es, Syriens Nachbarstaaten sollten ihre Grenzen sichern, um Schmuggel zu verhindern. Das Unesco-Welterbekomitee hat bei seiner Jahrestagung in seiner "Bonner Erklärung" ebenfalls dazu aufgerufen, den Antikenschmuggel aus Syrien und anderen Ländern der Region zu unterbinden.

  • Ruth Schweikert neue Stadtschreiberin in Frankfurt

    Die Schweizer Schriftstellerin Ruth Schweikert wird neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim, einem Stadtteil von Frankfurt am Main. Die in Zürich lebende Autorin erhält 20.000 Euro und kann ein Jahr lang im Stadtschreiberhaus wohnen. Nach Meinung der Jury ist Ruth Scheikert eine "Meisterin der Satzrhytmen". Sie werfe in ihrem Werk einen schonungslosen Blick auf das alltägliche Leben. Zuletzt erschien ihr Roman "Wie wir älter werden".

  • Neuer Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

    Der Düsseldorfer Historiker Winfrid Halder wird neuer Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin. Nach Angaben des Stiftungsrates soll er sein Amt im Herbst antreten. Winfrid Halder ist seit 2006 Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf und Privatdozent am Historischen Seminar der Heinrich-Heine-Universität. Er wird Nachfolger von Manfred Kittel, der sein Amt nach einem Bruch mit dem wissenschaftlichen Beraterkreis der Stiftung Ende letzten Jahres niederlegte.

  • Kafka-Briefe sollen an Israels Nationalbibliothek gehen

    Im jahrelangen Rechtsstreit um Briefe des jüdischen Schriftstellers Franz Kafka hat die israelische Nationalbibliothek einen weiteren Erfolg erzielt. Das Bezirksgericht in Tel Aviv entschied, dass der Nachlass von Max Brod, dem Herausgeber der Werke Franz Kafkas, an die Jerusalemer Bibliothek gehen soll. Damit bekräftigte das Gericht eine ähnliche Entscheidung aus dem Jahr 2012, die bislang nicht umgesetzt worden ist. Die Richter wiesen die Darstellung der Israelin Eva Hoffe zurück, sie sei rechtmäßige Erbin des kostbaren Nachlasses. Sie war die ehemalige Sekretärin von Max Brod. Ein Verlierer ist auch das Deutsche Literaturarchiv Marbach, das Interesse an dem Nachlass hat.