WDR 3 Literaturfeature - Sendungen A-Z - Programm

 
 

 
 

Kulturnachrichten

  • Ehemaliger "aspekte"-Moderator Alexander U. Martens gestorben

    Der ehemalige Moderator des ZDF-Kulturmagazins "aspekte", Alexander Ulrich Martens, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Martens war von 1978 bis 1998 Kulturredakteur beim ZDF. Die Sendung "aspekte" moderierte er zehn Jahre lang. Martens war auch Mitbegründer und Jurymitglied des "aspekte"-Literaturpreises. Vor seiner Zeit beim ZDF leitete er die Pressestelle des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

  • Tribeca Filmfestival in New York eröffnet

    In New York ist das 13. Tribeca Filmfestival eröffnet worden. Zu sehen sind 80 neue Spielfilme aus aller Welt sowie Dokumentationen und Kurzfilme. Einziger deutscher Beitrag ist der Horror-Thriller "Der Samurai" des jungen Berliner Filmemachers Till Kleinert. Das Festival im New Yorker Stadtteil Tribeca war nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center 2001 gegründet worden, um den besonders schwer betroffenen Süden von Manhattan neu zu beleben. Zu den Gründern zählt auch Hollywoodstar Robert De Niro.

  • Neue Dramaturgen am Düsseldorfer Schauspielhaus

    Der Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, Günther Beelitz, hat sein neues Team vorgestellt. Für die nächsten beiden Spielzeiten holt er die Neusser Chefdramaturgin Barbara Noth und den Wuppertaler Dramaturgen Oliver Held nach Düsseldorf. Die designierte Chefdramaturgin Eva-Maria Voigtländer hatte um die Auflösung ihres Vertrages gebeten, weil sie mit den vorgesehenen Spielplanänderungen nicht einverstanden war. Intendant Günther Beelitz war im Februar berufen worden. Der 75-Jährige soll das Haus in den kommenden zwei Jahren leiten, bis ein neuer Intendant gefunden ist. Das Düsseldorfer Schauspielhaus hat mit einem Millionen-Defizit und schlechten Besucherzahlen zu kämpfen.

  • Prüfung der Eigentumsrechte bei NS-Raubkunst kann Jahrzehnte dauern

    Die Prüfung der Eigentumsrechte bei möglicher NS-Raubkunst kann möglicherweise noch Jahrzehnte dauern. Das hat der bayerische Kunstminister Ludwig Spaenle eingeräumt. Das Thema war nach der Beschlagnahmung der Werke aus dem Besitz des Schwabinger Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt in den Blickpunkt gerückt. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben nach eigenen Angaben bei rund 1.500 Kunstwerken Zweifel an der Herkunft. Davon wurden bisher 300 untersucht. Das hat jedoch 15 Jahre gedauert. 12 Kunstwerke wurden an die Erben der von den Nazis enteigneten Besitzer zurückgegeben. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen hatten 1998 als einziges deutsches Museum an der Washingtoner Konferenz zu NS-Raubkunst teilgenommen und ein Jahr später die erste Stelle zur Provenienzforschung in Deutschland eingerichtet.

  • Rumänische Dichterin Nina Cassian gestorben

    Die rumänische Dichterin, Malerin und Komponistin Nina Cassian ist tot. Sie starb im Alter von 89 Jahren in New York. Einen Namen machte sie sich insbesondere mit ihrer surrealistisch beeinflussten Lyrik und mit ihrem bohèmehaften Lebenswandel.1985 emigrierte sie in die USA. Die aus einer jüdischen Familie stammende Schriftstellerin hat mehr als 50 Gedichtbände veröffentlicht. Außerdem übersetzte sie Werke von William Shakespeare, Berthold Brecht, Christian Morgenstern und Paul Celan ins Rumänische. Als bedeutendes Zeitdokument gilt Nina Cassians dreibändige Autobiografie.

  • Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis an WDR-Korrespondentin Atai

    Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernseh-Journalisten geht in diesem Jahr an die WDR-Korrespondentin Golineh Atai und den Fernsehautor Stephan Lamby. Golineh Atai arbeitet derzeit im ARD-Studio Moskau. Sie überzeugte die Jury durch ihre sachliche, ruhige und abwägende Berichterstattung über die Ukraine und die Krise auf der Krim. Der Autor und Produzent Stephan Lamby hat zahlreiche Dokumentationen über Politiker und Wirtschaftsgrößen gemacht, aber auch über Walter Kohl, den Sohn des Altkanzlers. Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis erinnert an den früheren Tagesthemen Moderator und würdigt kritischen Fernsehjournalismus.

  • Landschaftsverband kritisiert Umstellung der Denkmalförderung

    Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat den Rückzug des Landes aus der Denkmalförderung scharf kritisiert. Der Direktor des Verbandes, Wolfgang Kirsch, sagte, durch den Wegfall der Förderung seien wichtige Industriedenkmäler vom Verfall bedroht. Als Beispiel nannte er einen Wasserturm in Dortmund, das "Lanstroper Ei". Er müsse dringend saniert werden, doch dafür gebe es vom Land keine Fördermittel mehr. Die rot-grüne Landesregierung hat die Fördermittel für den Denkmalschutz drastisch gekürzt. Seit vergangenem Herbst werden stattdessen zinsgünstige Darlehen angeboten.

  • Reform der Künstlersozialkasse auf den Weg gebracht

    Die Bundesregierung hat die schon lange geplante Reform der Künstlersozialkasse auf den Weg gebracht. Nach einem Referentenentwurf des Arbeitsministeriums soll die Wirtschaft durch strengere Kontrollen zur Zahlung ihrer Sozialabgaben gebracht werden. Die Künstlersozialkasse ermöglicht es freiberuflichen Künstlern, ebenso wie angestellte Arbeitnehmer nur 50 Prozent zur Sozialversicherung zu zahlen. Die andere Hälfte tragen der Bund und die Unternehmen, die von der Arbeit der Kreativen profitieren. Viele dieser Unternehmen zahlen jedoch ihre Abgaben nicht. Deshalb mussten die Beiträge zur Künstlersozialkasse angehoben werden - zuletzt Anfang des Jahres von 4,1 auf 5,2 Prozent

  • Erschossene Fotografin Anja Niedringhaus wird mit neuem Preis geehrt

    Die in Afghanistan erschossene Fotografin Anja Niedringhaus wird posthum mit einem nach ihr benannten Preis geehrt. Das gab die "Internationale Stiftung für Frauen in den Medien" bekannt. Der "Anja Niedringhaus Preis" soll künftig jedes Jahr an eine Foto-Journalistin vergeben werden, die mit so viel Engagement ihrer Arbeit nachgeht wie die preisgekrönte Reporterin. Für die Auszeichnung stiftete Howard Buffett, Sohn des Investors Waren Buffett, eine Million US-Dollar. Anja Niedringhaus war Anfang April von einem afghanischen Polizisten erschossen worden.