WDR 3 Literaturfeature - Sendungen A-Z - Programm


 
 

Kulturnachrichten

  • Fotograf Alfred Wertheimer gestorben

    Der Fotograf Alfred Wertheimer ist tot. Nach Angaben eines Freundes starb er bereits am Sonntag kurz vor seinem 85. Geburtstag in New York. Alfred Wertheimer wurde in Coburg in Oberfranken geboren und floh mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten in die USA. In jungen Jahren fotografierte er den damals noch unbekannten Sänger Elvis Presley und legte damit die Grundlage für seine Karriere. Es folgten Aufnahmen von Präsidentenpaaren, Politikern und Hollywoodstars.

  • Matera in Süditalien Kulturhauptstadt Europas 2019

    Die süditalienische Stadt Matera wird Kulturhauptstadt des Jahres 2019. Die Stadt ist bekannt für ihre Altstadt. Diese besteht zum Teil aus Höhlensiedlungen und gehört seit 1993 zum Unesco-Weltkulturerbe. Neben Matera wird auch die bulgarische Stadt Plowdiw 2019 den Titel tragen, der jedes Jahr von einer Jury der Europäischen Union an zwei Städte vergeben wird. In den Kulturhauptstädten finden in dem jeweiligen Jahr zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Aktionen statt. In diesem Jahr sind das schwedische Umeå und das lettische Riga an der Reihe. Im nächsten Jahr folgen Mons in Belgien und Pilsen in Tschechien.

  • Unesco fordert mehr Schutz für Kulturgüter im Nahen Osten

    Die Deutsche Unesco-Kommission hat die systematische Zerstörung und Plünderung historischer Stätten im Nahen Osten verurteilt. Der Handel mit Kulturgütern aus Syrien, Libyen und dem Irak finanziere zudem Terrorgruppen wie den Islamischen Staat. Die Kommission forderte deshalb Kunsthändler auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und illegalen Kunsthandel zu verhindern. Sie begrüßte auch das Vorhaben der Bundesregierung, die Gesetze zu verschärfen und künftig für alle eingeführten Kulturgüter Herkunftsnachweise zu verlangen. Eine Unesco-Konvention verbietet seit 1970 illegalen Handel mit Kulturgütern.

  • Deutlicher Besucherrückgang bei Bundeskunsthalle in Bonn

    Die Bundeskunsthalle in Bonn rechnet mit deutlich weniger Besuchern als im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Intendanten Rein Wolfs kamen bis Oktober nur 285.000 Menschen, 2013 waren es bis zum Jahresende 200.000 mehr. Als Grund nannte er weniger Ausstellungen sowie das geringe Interesse zum Beispiel an der Schau "Afrikanische Meister". Ab Ende Oktober will die Bundeskunsthalle deshalb kurzfristig eine Ausstellung der Fotografin Herlinde Koelbl ins Programm nehmen. "Targets" ist bereits im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt worden und beschäftigt sich mit militärischer Ausbildung in fast 30 Ländern.

  • Streit um Antisemitismus-Bedenken an der New Yorker Met

    Die Aufführung einer Oper an der New Yorker Metropolitan Opera hat heftige Proteste ausgelöst. Vor der Premiere von "Death of Leon Klinghoffer" protestierten rund 400 Menschen gegen die Aufführung. Das Publikum in der Oper reagierte mit Applaus. Nach Auffassung der Kritiker verherrlicht das Werk des US-amerikanischen Komponisten John Adams den Mord an dem Juden Leon Klinghoffer. Dieser war 1985 von Palästinensern erschossen worden. Seit die Oper auf den Spielplan der Metropolitan Opera gesetzt wurde, gibt es Proteste. Jüdische Organisationen befürchten, dass die Aufführung den Antisemitismus verstärken könnte. Daraufhin war eine weltweite Kinoübertragung abgesagt worden. Die Oper bleibt aber weiter auf dem Spielplan. "The Death of Klinghoffer" wurde 1991 ohne größere Kontroverse in Brüssel uraufgeführt. Spätere Aufführungen in Europa und in New York waren vom Publikum kontrovers aufgenommen worden.

  • Metze-Mangold neue Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission

    Die Politikwissenschaftlerin Verena Metze-Mangold ist zur neuen Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission gewählt worden. Sie war bisher Vizepräsidentin und tritt die Nachfolge von Walter Hirche an. Die gelernte Journalistin war von viele Jahre in der Intendanz des Hessischen Rundfunks tätig und war Geschäftsführerin der Filmförderung des Hessischen Rundfunks. Die deutsche Unesco-Kommission hat ihren Sitz in Bonn. Sie koordiniert den länderübergreifenden Austausch bei Bildungs- und Kulturfragen. Dazu gehört auch das Unesco-Weltkulturerbe.

  • Ehemaliger WDR-Intendant Friedrich-Wilhelm von Sell gestorben

    Der ehemalige Intendant des WDR, Friedrich-Wilhelm von Sell, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Jurist begann seine Rundfunk-Karriere beim Sender Freies Berlin. 1971 wechselte er zum WDR, zunächst als Verwaltungsdirektor und später als Intendant. Friedrich Wilhelm von Sell stand neun Jahre an der Spitze des größten deutschen Senders. Er baute die Gebühreneinzugszentrale GEZ mit auf und setzte sich für mehr Regionalberichterstattung des WDR ein. Nach seiner Zeit als Intendant beteiligte sich Friedrich-Wilhelm von Sell als Gründungsbeauftragter am Aufbau des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg.

  • Casino-Betreiber hält an Warhol-Versteigerung fest

    Der Casino-Betreiber Westspiel will trotz scharfer Kritik aus Politik und Kunst zwei Bilder von Andy Warhol verkaufen. Ein Sprecher sagte, die Versteigerung der Werke "Triple Elvis" und "Four Marlons" finde wie geplant am 12. November in New York statt. Die Westspiel, eine Tochter der landeseigenen NRW.Bank, erhofft sich einen Erlös von rund 100 Millionen Euro. Damit soll das Unternehmen saniert werden. Gegen den Verkauf hatten die Direktoren der nordrhein-westfälischen Kunstmuseen ebenso protestiert wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sieht keine Möglichkeit, die Versteigerung zu stoppen.

  • Schweizer Fotograf René Burri gestorben

    Der Schweizer Fotograf René Burri ist im Alter von 81 Jahren in Zürich gestorben. Er wurde zunächst mit seinen Reisereportagen bekannt, später erschienen seine Portraits berühmter Persönlichkeiten in Magazinen auf der ganzen Welt. Er fotografierte Che Guevara und Pablo Picasso, den Bildhauer Alberto Giacometti und den Architekten Le Corbusier. René Burri war Mitglied der Fotoagentur Magnum. Seine 1960 veröffentlichten Portraits von Bürgern der Bundesrepublik und der DDR gelten als Dokument der Zeitgeschichte. Sein Werk wurde mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet.