WDR 3 Zeichen & Wunder - Sendungen A-Z - Programm

Fritz J. Raddatz, Kritiker, Erzähler, Herausgeber

Fritz J. Raddatz im Gespräch - 19.06.2014 Großkritiker und Gesellschaftsspötter

Fritz J. Raddatz ist eine der schillerndsten Figuren des Literaturbetriebs: einflussreicher Kritiker, Erzähler, Herausgeber und skandalträchtiger Tagebuch-Autor. Michael Kohtes trifft den "Unruhestifter" zum Gespräch.  [mehr]


Petra Morsbach, Schriftstellerin

Petra Morsbach im Gespräch - 09.06.2014 Opernführerin und Milieuagentin

Als Opernregisseurin bekam sie genug davon, Stücke aufzuführen, die eh schon da waren - als Autorin begann sie, die Welt selbst zu gestalten. Adrian Winkler trifft Petra Morsbach zum Gespräch.  [mehr]

Der ungarische Schriftsteller György Dalos

György Dalos im Gespräch - 29.05.2014 Dissident und Kulturvermittler

Eigentlich kaum zu glauben: György Dalos, der Jude ist und dessen Vater an den Folgen der Zwangsarbeit unter den Nazis starb, ist heute einer der wichtigsten Kulturvermittler zwischen Deutschland und Ungarn. Michael Kohtes trifft den Autor zum Gespräch. [mehr]

Kulturnachrichten

  • Zusatzvorstellungen bei der Ruhrtriennale

    Die Ruhrtriennale bietet aufgrund der großen Nachfrage am Freitag und am kommenden Montag Zusatzvorstellungen von "Le Sacre du Printemps" an. In Romeo Castelluccis Inszenierung des Strawinsky-Balletts gibt es keine Tänzer, stattdessen bewegen sich Maschinen, aus denen Knochenstaub rieselt. Auch für die Produktion "Sänger ohne Schatten" von Boris Nikitin gibt es einen Zusatztermin im September.

  • Rostock liest Uwe Johnsons "Jahrestage"

    Rostock würdigt den Schriftsteller Uwe Johnson mit einem ungewöhnlichen Leseprojekt. Hunderte Bürger haben die 366 Kapitel von Johnsons vierbändigem Roman "Jahrestage" eingelesen. Die Aufnahmen werden nun ein Jahr lang täglich von einem lokalen Radiosender ausgestrahlt. Johnson schildert in seinem Hauptwerk das Leben von Gesine Cresspahl vom 21. August 1967 bis zum 20. August 1968 anhand von täglichen Einträgen. Der Schriftsteller wuchs in Mecklenburg-Vorpommern auf und studierte in Rostock. Die Stadt ist Sitz der Uwe-Johnson-Gesellschaft und beherbergt den Nachlass des 1984 gestorbenen Autors.

  • Tarifeinigung an der New Yorker Met

    Der Arbeitskampf an der New Yorker Metropolitain Opera ist weitgehend beigelegt. Die Gewerkschaften der Sänger und Orchestermusiker stimmten einer teils drastischen Kürzung ihrer Gagen zu. Grund für die Einschnitte sind sinkende Besucherzahlen und steigende Kosten. Die Leitung der Met hatte bereits im Frühjahr angekündigt, die Gagen und Gehälter um ein Sechstel kürzen zu wollen. Die Gewerkschaften hatten zuletzt mit Streik gedroht. Die "Met" in New York zählt zu den berühmtesten Opernhäusern der Welt.

  • Kulturstaatsministerin unterstützt Autorenkritik an Amazon

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt die Kritik deutscher Autoren an dem Onlinehändler Amazon. In Berlin kritisierte sie ungewöhnlich scharf die Methoden des Internetbuchhändlers. Sie sagte, es sei inakzeptabel, wenn Titel aus Empfehlungslisten gestrichen und Lieferungen verzögert würden, um Rabattforderungen gegenüber Verlagen durchzusetzen. Mehr als 1.000 deutschsprachige Autoren haben bis jetzt einen Offenen Brief an Amazon-Chef Jeff Bezos unterzeichnet. Auch amerikanische Schriftsteller brachten ihren Unmut über Amazon in einem Brief zum Ausdruck.

  • Bewährungsstrafe für Picasso-Fälscher

    Ein Berliner Gericht hat einen Kunstfälscher zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der 52-jährige hatte zuvor gestanden, dass er eine alte afrikanische Maske mit der Signatur Pablo Picassos versehen hat. Außerdem fälschte er eine Expertise zu dem vermeintlichen Werk. Die Maske war über eine Berliner Galerie für 49.000 Euro verkauft worden.

  • Literaturnobelpreisträger Kertész nimmt Staatsorden an

    Der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertész hat den ungarischen Staatsorden entgegengenommen. Kertész, der als Kind das KZ Buchenwald überlebte, wurde anlässlich des Holocaust-Gedenkjahres mit dem "Orden des Heiligen Stephan" ausgezeichnet. Die Ordensvergabe war umstritten. Kritiker der Regierung Orbán waren der Meinung, dass die rechtsnationale Regierung Kertesz als Feigenblatt für ihre Politik benutze. Der schwer kranke Schriftsteller verteidigte die Ordensverleihung. Er sagte, es sei wichtig, in Ungarn einen Konsens herzustellen. Kertész hatte 2002 den Nobelpreis für sein Werk "Roman eines Schicksallosen" bekommen. Darin verarbeitete er seine Erfahrungen als Häftling im Konzentrationslager.

  • Preis der deutschen Schallplattenkritik zeichnet "Liebeslieder" aus

    Das Freiburger "ensemble recherche" ist für seine CD "Liebeslieder" vom Preis der deutschen Schallplattenkritik geehrt worden. Die WDR-Produktion wurde in der Kategorie Zeitgenössische Musik auf die vierteljährliche "Bestenliste" gesetzt. Nach Ansicht der Jury beweist die Aufnahme, dass es auch in der neuen Musik um große Gefühle gehen kann. Die CD präsentiert 30 kurze Liebeslieder zeitgenössischer Komponisten. Das "ensemble recherche" spielt seit 25 Jahren zeitgenössische Kammermusik.

  • Architektur Biennale "plan 14" gerettet

    Die Kölner Architektur Biennale "plan 14" ist gerettet. Sie findet trotz gestrichener Landesförderung statt, in diesem Jahr jedoch in kleinerem Format. Unter dem Titel "Architektur im Kontext" beschäftigt sich die Veranstaltung mit der Entwicklung urbaner Lebensräume. Dazu gibt es Ausstellungen, Exkursionen, Vorträge und Diskussionen. Über Monate war nicht klar, ob das Festival überhaupt stattfinden kann. Das Bauministerium in Düsseldorf hatte seine Förderung von 150.000 Euro gestrichen. "plan 14" beginnt am 19. September und dauert eine Woche.

  • Christina Végh verlässt Bonner Kunstverein

    Die Leiterin des Bonner Kunstvereins, Christina Végh, wechselt nach Hannover. Sie wird neue Direktorin der Kestnergesellschaft. Das fast einhundert Jahre alte Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst zählt zu den größten und renommiertesten Kunstvereinen in Europa. Nach Bonn kam Végh vor zehn Jahren. Unter ihrer Leitung wurde das Gebäude des Kunstvereins saniert. Als Kuratorin holte sie international bekannte Künstler wie Anne Collier und Ed Atkins nach Bonn und entwickelte ein eigenes Programm für Kinder und Jugendliche. Ihre Nachfolge in Bonn übernimmt ab Dezember kommissarisch die Kuratorin am Kunstverein Oriane Durand.


Gespräch mit Antje Rávic Strubel

Antje Rávic Strubel im Gespräch - 01.05.2014 Amerika-Kennerin und Deutschland-Beobachterin

Antje Rávic Strubel, 1974 in Potsdam geboren, hat lange in den USA gelebt, und doch ist Ostdeutschland bis heute prägend für ihr schriftstellerisches Werk. Michael Kohtes trifft die Autorin zum Gespräch. [mehr]

Inge Schönthal-Feltrinelli

Inge Schönthal-Feltrinelli im Gespräch - 21.04.2014 Starfotografin und Verleger-Legende

Ein gemeinsames Foto mit ihm machte sie berühmt: Ernest Hemingway links, die Fotografin im Badeanzug rechts, in der Mitte ein riesiger Marlin aus dem Tiefkühlfach. Adrian Winkler trifft Inge Schönthal-Feltrinelli zum Literaturgespräch. [mehr]

WDR 3 Symbolbild: Bücher liegen auf einem Radiogerät, das auf einem Regal steht

WDR 3 Zeichen und Wunder Das Radioereignis am Feiertag

WDR 3 Zeichen und Wunder ist das Radioereignis am Feiertag. Im Gespräch über Literatur dreht sich alles um einen Gast aus der Welt der Bücher: um Leben, Werk und Wirkung, um Gott und die Welt. [mehr]