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Sonntag, 14.03.10 um 18:08 Uhr

WDR 3 Resonanzen Weltweit

Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur


Mit Sascha Ziehn

18.08 bis 19.00 Uhr

Fußball als kulturelle und politische Kraft

Logo Fussball-WM Südafrika; Rechte: dfb
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Ein Porträt der südafrikanischen Fußballmanagerin Lungsi Mooi

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika - sie liegt noch ganz im Feld der Nörgler und Pessimisten. Wird die WM überhaupt wie geplant stattfinden? Zuerst hieß es, die Stadien würden niemals rechtzeitig fertig. Dann wurde auf die prekäre Sicherheitslage mit vielen Morden und anderen Straftaten hingewiesen. Jetzt heißt es, es würden für die WM keine Tickets verkauft. Aber: Die Stadien sind architektonische Meisterwerke und schon seit Monaten fertig - früher als bei jeder anderen WM. Von 3 Millionen Karten sind jetzt schon 2,3 Millionen verkauft. Und das Land braucht die WM, um voranzukommen. Fußball ist eine politische, wirtschaftliche und kulturelle Kraft, für die sich das Land hoch verschuldet hat. Und es gibt Menschen, die mit Geist und Körper für den Fußball brennen. Eine von ihnen ist die Fußballmanagerin Lungsi Mooi, vom Club „Bay United“ in Port Elizabeth, an der Südküste.

Ein Beitrag von Werner Bloch

Weltkulturerbe in Gefahr

Nationalpark Mapungubwe (Foto: Rüdiger Maack)

Nationalpark Mapungubwe

Am südafrikanischen Nationalpark Mapungubwe sollen bald die
Kohlebagger rollen

Mapungubwe war der erste Staat im südlichen Afrika, ein Königreich im 13. Jahrhundert, in dem Gold geschmiedet, Perlen und Elfenbein bearbeit und Handelsbeziehungen bis in den Fernen Osten unterhalten wurden. Die bis dahin von Weißen gedeutete Geschichte musste umgeschrieben werden, eine tiefe Genugtuung für das afrikanische Selbstverständnis. Folgerichtig wurde Mapungubwe zum Nationalpark und 2003 zum Weltkulturerbe erklärt. Aber bald sollen nur fünf km von Mapungubwe entfernt die Kohlebagger rollen. Südafrika setzt damit Ökologie, langfristige Tourismusperspektiven und ein einmaliges Erbe aufs Spiel.

Ein Beitrag von Claus Stäcker

Endstation Eastleigh

Straßenszene im Stadtteil Eastleigh in Nairobi; Rechte: Sandra Gätke / dpa
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Stadtteil Eastleigh in Nairobi

Das Somalier-Viertel in Nairobi

Wer nach Eastleigh in Nairobi kommt, überquert quasi eine Grenze. Eben noch in Kenia, jetzt in Somalia. Das Stadtviertel ist komplett in der Hand von Einwohnern aus dem Nachbarland. Alles ist hier noch ein bisschen voller, enger und lauter. Somalia im Miniaturformat. Ein Schmelztiegel, in dem alle aufeinander treffen: Flüchtlinge, Kriegstreiber und ehemalige Piraten. Aber auch junge Somalier, die noch Hoffnung auf Frieden in ihrem Heimatland haben.

Ein Beitrag von Anke Diekhanns

Die politische Popmusikszene im Sudan

Sudankarte; Rechte: Globus Infografik / dpa
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Sudan

Seit fünf Jahren herrscht Frieden im Südsudan, und Mitte April wird im Sudan gewählt - erstmals seit 24 Jahren sind mehrere Parteien und Kandidaten zugelassen. Die internationale Gemeinschaft hofft auf eine freie und faire, zumindest aber auf eine „glaubwürdige“ Wahl. Das politische Engagement der Menschen drückt sich auch in der Musik aus - im Sudan gibt es eine vielfältige Popmusikszene, die gegen den Krieg ansingt.

Ein Beitrag von Ester Saoub


Redaktion: Fatma Schulz

Musikzusammenstellung: Ulrike Kukula


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