Sonntag, 15.11.09 um 18:08 Uhr
WDR 3 Resonanzen Weltweit
Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur
Mit Annette Hager
18.08 bis 19.00 Uhr
Aral retten
Wie ein Teil des zentralasiatischen Sees vor der Katastrophe bewahrt wird
Die Austrocknung des Aral-Sees ist eine der großen ökologischen Katastrophen der letzten Jahrzehnte. Der See hat seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts 90% seines Volumens verloren. Eine Rettung des Binnengewässers scheint ausgeschlossen, nicht zuletzt deshalb, weil die in die Katastrophe verwickelten fünf mittelasiatischen Staaten zu unterschiedliche Interessen haben. Fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit ist es jedoch Kasachstan in den letzten fünf Jahren gelungen, wenigstens den nordöstlichen Teil des Arals, den sogenannten Kleinen Aral, zu retten.
Ein Bericht von Uli Hufen
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Unterwegs zu einem anderen Islam
Wie sich iranische Denker die Zukunft vorstellen
„Das Christentum hat sich gewandelt, das Judentum auch“ hat der der iranische Geistliche Mohammad Mojtahed Shabestari in einem Interview gesagt: "Warum dürfen die Muslime ihre Religion nicht reformieren?" Shabestari ist einer von drei muslimischen Denkern, deren Texte die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur übersetzt und kommentiert hat. Die drei Geistlichen bezeichnen sich selbst als „religiöse Aufklärer“. Ihre Texte umkreisen die Frage, ob Demokratie und Islam sich vereinbaren lassen.
Ein Gespräch mit Katajun Amirpur
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Gemäßigte Erleuchtung
Neue Kunst aus Pakistan
Kein Tag vergeht ohne neue Katastrophenmeldungen aus Pakistan. Bombenanschläge in den großen Städten, Terrorangriffe der Taliban sogar gegen das Hauptquartier der Armee. Die Taliban schrecken vor nichts zurück, und selbst pakistanische Atomwaffen scheinen in diesen Monaten alles andere als sicher. Trotz dieser Bedrohungen hat sich in Pakistan eine moderne kritische Kunstszene herausgebildet, die sich besonders mit der Gewalt und dem islamistischen Terror auseinandersetzt. Was sind eigentlich die Ursachen der Gewalt, worin besteht das Geheimnis der Taliban - und warum lässt der Westen, so wird es hier wahrgenommen, das Land im Stich?
Ein Beitrag von Werner Bloch
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Fahrt mit dem Omnibus für direkte Demokratie
von Athen über Belgrad und Wien nach München
Jeder ist ein Künstler. Kombiniert mit seiner Idee von der sozialen Plastik hieß das für Joseph Beuys: Jeder soll als Künstler diese Plastik gestalten. Und so gründete er 1971 mit seinem Düsseldorfer Meisterschüler Johannes Stüttgen die "Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung". Folgeprojekt war die 1987 unter Beteiligung von Johannes Stüttgen bei der achten documenta in Kassel ins Leben gerufene Bürger-Initiative "Omnibus für direkte Demokratie in Deutschland". Seit 22 Jahren fährt der Bus durch Deutschland. Jetzt war er erstmals auf internationaler Tour: An der Wiege der Demokratie in Athen und in den noch jungen Demokratien des Balkans. Zum Abschluss der Tour parkte er an diesem Wochenende vor der Münchner Kunstakademie und die Omnibusreisenden erzählten von ihren Erfahrungen.
Ein Bericht von Marion Ammicht
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- Omnibus für direkte Demokratie
Redaktion: Lothar Fend
Musikzusammenstellung: Ulrike Kukula













