Sonntag, 14.02.10 um 18:08 Uhr
WDR 3 Resonanzen Weltweit
Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur
Mit Sascha Ziehn
18.08 bis 19.00 Uhr
Eine andere Politik ist möglich
Nicht alle Ungarn haben die Hoffnung auf eine funktionierende Demokratie aufgegeben
Zwanzig Jahre nach dem Ende des Kommunismus herrschen im heutigen Ungarn zunehmende Armut, Zukunftsängste und bittere Enttäuschung über die demokratische Entwicklung. Linke wie rechte Parteien hatten sich in der Vergangenheit mit populistischen Versprechungen für eine bessere Zukunft überboten und sie immer wieder enttäuscht. Einen rasanten Aufschwung erlebte vor diesem Hintergrund der Rechtsextremismus. Die Magyar Garda, eine faschistisch anmutende Bürgerwehr der rechtsextremen Partei Jobbik marschiert auf den Straßen und bringt Ungarn europaweit in Verruf. Im April wird in Ungarn gewählt. Dann werden die Rechtsextremisten voraussichtlich mit einem zweistelligen Ergebnis ins Parlament einziehen. Allerdings könnten sie dann auf eine andere neue Partei treffen, die mehr zu bieten hat als Europafeindlichkeit, Nationalismus und Rassismus. Ihr Name LMP - „Lehet mas a politika“ – zu deutsch – „Eine andere Politik ist möglich“.
Ein Beitrag von Jan-Uwe Stahr
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Divertissement hongrois
Die malerische Fremdheit der Kulturhauptstadt Pécs
Die 200.000 Einwohner zählende, im Süden Ungarns liegende Stadt Pécs, ist neben Istanbul und Essen Kulturhauptstadt Europas 2010. Das Stadtbild von Pécs zeichnet sich vor allem durch die Verschiedenheit der kulturellen Einflüsse aus: Römer, Ungarn, Kroaten und auch Deutsche haben die Stadt geprägt. So spielt im Programm des Kulturhauptstadtjahres die kulturelle Vielfalt auch eine große Rolle. Das größte Balkanmusikfestivals Europas oder der erste Schriftstellerwettbewerb für Romaautoren findet hier statt. Zudem begleitet das Kulturhauptstadtjahr ein Writer in Residence Programm. Jeweils für einen Monat kommen Autoren aus verschiedenen Ländern in die Stadt und lassen sich durch sie inspirieren. So auch die aus Tschechien stammende und in Berlin lebende Autorin Milena Oda.
Eine Essayerzählung von Milena Oda
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Victoria Donda

Victoria Dondas: Mein Name ist Victoria
Eine junge argentinische Abgeordnete setzt sich für die Opfer der Militärjunta ein.
30.000 Regimegegner verschwanden während der Zeit der Militärdiktatur - 1976 bis 1983 - in Argentinien. Ihre Körper sind in den meisten Fällen nie wieder aufgetaucht, weshalb sie dort „desaparecidos“, „Verschwundene“ genannt werden. So muss es den Eltern der jungen Argentinierin Victoria Donda ergangen sein. Kennen gelernt hat sie sie nie. Denn aufgewachsen ist sie bei regimefreundlichen Adoptiveltern. Ihre wahre Identität hat Victoria Donda erst mit 27 Jahren herausgefunden. Heute ist sie die jüngste Abgeordnete im Parlament und hat ihre Lebensgeschichte niedergeschrieben: „Mein Name ist Victoria - Verschleppt von der Militärjunta“.
Ein Beitrag von Camilla Hildebrandt
Victoria Dondas: „Mein Name ist Victoria - Verschleppt von der Militärjunta“
Knaur-Verlag
16,95 Euro
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San Francisco - Ein Hörbuch
Die Hör-CDs des Verlages Head Room aus Köln haben kein Wasserzeichen, da nicht alle CD-Player diese dann problemlos abspielen und der Kopierschutz eher Kunden verprellt. Head Room hat ein Kinder- und ein Erwachsenenprogramm, das von Kinder- und Fantasy-Hörspielen, über Wissens-CDs für die ganze Familie bis hin zu philosophischen oder astrologischen Hörbüchern für Erwachsene reicht. In der Reihe „wegwärts“ gibt es Reise-Hörbücher über Irland, Marokko, Shanghai und San Francisco. Sie sind sehr aufwändig gestaltet, mit vielen Fotos, Zitaten und jeweils einem auffaltbaren Schutzumschlag, auf dessen Innenseite eine Karte gedruckt ist.
Ein Beitrag von Barbara Geschwinde
Joscha Remus: Wegwärts - San Francisco
Audio-CD
Verlag: Headroom Sound Production, 2009
24,90 Euro
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Redaktion: Terry Albrecht
Musikzusammenstellung: Michael Kuhlmann














