Sonntag, 28.02.10 um 18:08 Uhr
WDR 3 Resonanzen Weltweit
Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur
Mit Ulrich Biermann
18.08 bis 19.00 Uhr
Schwarze Geschichtsschreibung von unten
Das in Johannesburg eröffnete ,Bailey‘s African History Archive‘ erlaubt Einblicke in das urbane, schwarze Alltagsleben
DRUM, die einzige Zeitschrift für Schwarze während der Apartheid, beschäftigte sich ab Mitte der 1950er Jahre zunehmend auch mit politischen Themen. Im Archiv des Magazins sind neben Zeitschriften aus vier Jahrzehnten auch unveröffentlichte Fotos und Texte öffentlich zugänglich. Diese Zeitdokumente geben nicht nur Aufschluss über historische Ereignisse, sondern gewähren auch Einblicke in das wenig dokumentierte urbane Alltagsleben schwarzer Südafrikaner im Apartheidstaat.
Eine Reportage von Nina Gruntkowski
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- Bailey‘s African History Archive
Weißes Gold – Die außergewöhnliche Geschichte weißer Sklaven in Afrika

Giles Milton: Weißes Gold
Erstmals erforschte ein Engländer das Los christlicher Sklaven in Nordafrika
Schon im frühen 18. Jahrhundert sorgte in den nordamerikanischen Kolonien Englands und in Europa die Angst vor dem Islam für hitzige Debatten. Der Grund waren die nordafrikanischen Korsaren, Piraten, die vom heutigen Marokko aus operierten und professionell Angriffe auf Küstenorte und Handelschiffe führten. Sie überwältigten in blitzartigen Kaperungen die Schiffsmannschaften und entführten Männer, Frauen und Kinder, um sie gegen hohe Gewinne auf den nordafrikanischen Sklavenmärkten zu verkauften. Auf gut 1 Million schätzt man die Zahl dieser von der Forschung bisher nicht wahrgenommenen christlichen Sklaven, von denen nur die ihr Los verbessern konnten, die zum Islam konvertierten.
Ein Gespräch mit Hans Jörg Modlmayr
Giles Milton: Weißes Gold - Die außergewöhnliche Geschichte von Thomas Pellow und das Schicksal weißer Sklaven in Afrika
Konrad Theiss Verlag
22,90 Euro
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Der lange Weg in die Freiheit
Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) hilft beim Artenschutz
Orang-Utans, die rothaarigen Menschenaffen gibt es weltweit nur noch auf Sumatra und Borneo. Sie sind akut vom Aussterben bedroht. Auf den beiden indonesischen Inseln wird ihr Lebensraum, der Regenwald immer mehr abgeholzt und in Plantagen umgewandelt. Doch nicht nur die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums wird den Tieren zum Verhängnis. Die Waldmenschen, so die wörtliche Übersetzung des Wortes Orang-Utan aus dem Indonesischen, sind bei reichen Indonesiern überaus beliebt. Mit ihren großen, nachdenklich blickenden Augen und dem langem rotem Wuschelfell faszinieren sie sofort. Indonesische Familien halten sich die Menschenaffen gerne als putzige Haustiere. Gegen diese Missstände kämpfen deutsche Artenschützer der Zoologischen Gesellschaft in Frankfurt (ZGF) mit einem Projekt in Zentralsumatra.
Ein Kurzfeature von Beatrice Weiskircher und Björn Kunze
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- Zoologische Gesellschaft Frankfurt
Die eigene Sache vertreten
Neue Formen der palästinensischen Öffentlichkeitsarbeit
Tourismus und Internet, die persönliche Begegnung und der Eindruck vor Ort: Das sind die zentralen Instrumente der neuen palästinensischen Öffentlichkeitsarbeit. Über das world wide web laden die Palästinenser westliche Bürger in ihr Land ein, damit sie sich ihren eigenen Eindruck vom Leben in einer konfliktreichen Region machen. Kersten Knipp ist der Einladung gefolgt und berichtet über neue Formen der palästinensischen Öffentlichkeitsarbeit.
Ein Beitrag von Kersten Knipp
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- Alternative Tourism Group
Redaktion: Silvia Wiegand
Musikzusammenstellung: Jörg Heyd














