Donnerstag, 11.03.10 um 18:08 Uhr
WDR 3 Resonanzen
Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur
Luft und Liebe
Wo die Liebe sich in Luft auflöst, fängt Literatur an
Fast könnte man denken, wirklich nur von „Luft und Liebe“ leben zu können.
Zumindest vermittelt diesen Eindruck das von Anne Weber geschaffene Liebespaar über zahlreiche Seiten hinweg. In ihrem neuesten Roman „Luft und Liebe“ scheint doch eigentlich alles zu klappen: Ein Mann, eine Frau, eine Liebe, ein Hund, ein Schloss. Was will man also mehr? Ein Kind! Und genau dieser Wunsch kratzt am Lack der Märchenwelt. Die deutsche Autorin Anne Weber lebt seit über 25 Jahren in Frankreich. Ihre Bücher verfasst sie auf deutsch, aber auch in französischer Sprache.
Ein Gespräch mit der Autorin Anne Weber über ihren neuen Roman
Anne Weber: Luft und Liebe
S. Fischer Verlag, 2010
17,95 euro
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Kunst und Politik
Herta Müller trifft Ai Weiwei
Die aktuelle Literatur-Nobelpreisträgerin trifft den bekanntesten Gegenwartskünstler Chinas, um mit ihm über das Politische in der Kunst zu diskutieren. Herta Müller hat unter dem Regime Ceausescus in Rumänien gelitten und ist 1987 nach West-Berlin gezogen, um den Repressionen zu entkommen. Ai Weiwei wurde im vergangenen Jahr durch eine Polizeiattacke lebensgefährlich verletzt. Dennoch lebt und arbeitet weiter in seiner Heimat, weil er hofft, durch seine Arbeit und seine kritische Stimme dort Veränderungen herbei zu führen. Aber können bildende Kunst und Literatur einen politischen Wandel bewirken? Herta Müller und Ai Weiwei diskutieren heute Abend bei der lit.Cologne über ihre Erfahrungen in einem totalitären Regime.
Ein Beitrag von Barbara Geschwinde
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Die Wiederkehr der Landschaft
Eine Ausstellung in der Akademie der Künste, Berlin
Klimawandel und Umweltprobleme gehören zu den größten gesellschaftlichen und kulturellen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Akademie der Künste in Berlin hinterfragt mit ihrer neuesten Ausstellung das traditionelle Verhältnis von Stadt und Land. Literarische Zitate und Filme spiegeln das Bild der Landschaft im Kopf, Projekte internationaler Landschaftsarchitekten zeigen, wie Landschaft neu interpretiert und beispielhaft kultiviert werden kann. Im Zentrum der Ausstellung stehen Porträts der Lagunenstadt Venedig und der Wüstenmetropole Las Vegas. Als Gegensatzpaar demonstrieren sie Chancen und Grenzen der Stadtentwicklung. Aktuelle Luftaufnahmen des Fotokünstlers Alex S. MacLean führen die Schönheit, aber auch das Ausmaß der Zerstörung von Landschaft in diesen Städten eindrucksvoll vor Augen.
Ein Gespräch mit Sigrid Hoff
Begleitpublikation: „Wiederkehr der Landschaft“
Donata Valentin (Hg.), mit einem Fotoessay von Alex S. MacLean
Jovis Verlag, 2010
34,80 Euro
19.05 bis 20.00 Uhr
Übersetz das doch mal kurz
In der Literatur, der Wirtschaft, im Alltag - es gibt sie einfach überall. Und doch werden sie oft übersehen. Übersetzer vermitteln und verbinden, bringen Kulturen zusammen und machen Fremdes vertraut…und müssen trotzdem um ihre Anerkennung kämpfen.
Eine Glosse von Carolin Tetzel
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Kulturelle Vorgeschichte des Siedlungsbaus in Ostjerusalem
Überraschender hätte es kaum kommen können: Mitten in den Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden platzte die Nachricht, Israel wolle im arabischen Ostteil von Jerusalem 1600 neue Wohnungen bauen. Die Baupläne zeigen, wie groß in Israel der Druck und Einfluss der ultraorthodoxen Juden geworden sind. So sind die geplanten Friedensgespräche akut gefährdet, während er in Israel selbst die Debatte über das nationale Selbstverständnis weiter anfeuert. Zwischen säkularen und streng orthodoxen Juden tut sich ein immer größerer Graben auf. Die religiösen Kräfte erhalten im Nahen Osten Aufwind - zum Schaden der gesamten Region.
Ein Beitrag von Kersten Knipp
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10 Jahre nach dem New Economy Crash

W.Hewlett und D.Packard gründeten hier 1939 das Unternehmen Hewlett-Packard und Silicon Valley
Auf Trendsuche im Silicon Valley
Im kalifornischen High-Tech-Mekka Silicon Valley wurde das Internet in den 90er Jahren zur globalen Gelddruckmaschine. Im ‚Schicksalsmonat’ März 2000 entpuppte sich dot.com - das Cybermärchen vieler Internetpioniere - als Spekulationsblase: Das hob die Aktienkurse rund um den Globus aus den Angeln und ruinierte auch zahllose Kleinanleger in Deutschland. Heute, zehn Jahre nach dem Zusammenbruch, herrscht wieder Krisenstimmung bei den kalifonischen High-Tech-Pionieren. Kreativität und Gründergeist leben trotzdem weiter.
Beatrice Uerlings berichtet über neue Trends und Hoffnungsträger im Silicon Valley.
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Redaktion: Terry Albrecht
Musikzusammenstellung: Michael Kuhlmann
















