Mittwoch, 14.12.11 um 18:08 Uhr
WDR 3 Resonanzen
Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur
18.08 bis 19.00 Uhr
In den besten Jahren
ARD zeigt heute Abend einen WDR-Film über die Opfer des RAF–Terrors
Im Zentrum steht die Polizisten-Witwe Erika Welves (Senta Berger), deren Mann vor 40 Jahren von einem RAF-Terroristen bei einer Verkehrskontrolle erschossen wurde. Durch die Kronzeugenregelung wurde der Täter nie zur Rechenschaft gezogen. Als Erika Welves mit Hilfe eines Journalisten eine Spur des Mörders findet, gibt es endlich eine Chance auf Vergeltung. Ein Film des mehrfachen Grimme- Preisträgers Hartmut Schoen. Der WDR-Redakteur Michael André hat die Geschichte zusammen mit dem Regisseur erarbeitet.
Ein Gespräch mit Michael André
"In den besten Jahren" heute Abend im Ersten um 20:15 Uhr
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Schreibwerkstatt
Der ungarische Autor Peter Esterházy zu Gast in Köln
Es gibt viele Gründe zu schreiben. Der ungarische Schriftsteller Peter Esterházy sagt von sich, er schreibe für Wonne, aus Angst, für Freiheit und aus Freiheit; und weil er diese "berauschende, ekelhafte und mich wütend machende Welt nicht mag, ich will sie verändern". So stark die Motivation auch sein mag, ist Schreiben auch ein Handwerk, und hat mit der Ökonomie der Worte zu tun. Jetzt lädt Esterházy Studenten zu einem Schreib-Workshop an der Universität Köln ein. Was ist ein lohnender Stoff? Wie werden Charaktere glaubwürdig? Wann ist ein Text fertig?
Eine Reportage von Claudia Ehlert
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Filmstart /Black Power Mixtape 1967-75
Geschichte der Black Power Bewegung
In den Jahren 1967 bis 1975 waren schwedische Reporter in den USA unterwegs, um die Hintergründe der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung zu recherchieren. Sie führten Interviews mit Legenden wie Martin Luther King, Stokely Carmichael, Eldridge Cleaver, Bobby Seale oder Angela Davis, beleuchteten Black Power, Black Panther und die Lebensbedingungen in den Ghettos. Ihre Recherchen fanden Eingang in schwedische Nachrichtensendungen, seither lagerte das Material in den Archiven. In dem Dokumentarfilm von Göran Olsson kommt es nun frisch zur Geltung.
Ein Gespräch mit Kirsten Liese
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- Black Power Mixtape
19.05 bis 20.00 Uhr
In den eisigen Tod
Robert F. Scotts letzte Fahrt zum Südpol
Es war eine der letzten großen Expeditionen der Moderne: Der Wettlauf um
den Südpol vor 100 Jahren. Als der britische Polarforscher Robert F. Scott im November 1911 mit seinen vier Begleitern aufbricht, den Südpol als erster Mensch zu erreichen, ahnt er noch nicht, dass ihre Expedition scheitern wird. Und er weiß auch nicht, dass die Geschichte der Antarktis schon ein Jahr später untrennbar mit seinem tragischen Tod verbunden sein wird. Am Ende wird es nicht Scott sein, der seine Flagge am Südpol hisst, sondern sein norwegischer Kontrahent Roald Amundsen. Erst einen Monat nach Amundsen erreichen Scott und seine Mannschaft den Südpol, viel zu spät - auch für die Rückreise. Nur 18 Kilometer vor dem rettenden Lebensmitteldepot werden sie eingeschneit und sterben im ewigen Eis. Scott schreibt bis zu seinem Tod Tagebuch und inszeniert so einen bis heute andauernden Mythos.
Ein Beitrag von Brigitte Miskolczi
Diana Preston: "In den eisigen Tod.
Robert Scott's Expedition zum Südpol"
DVA, 352 Seiten
Euro 22,99
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Das Messner-Prinzip –
Oder über den Reiz bis ans Äußerste zu gehen
Expeditionen ins ewige Eis, Frei-Tauchen ohne Druckluftflasche oder Bergsteigen am Limit des körperlich Machbaren. Was treibt Menschen an, sich solchen Gefahren auszusetzen? Ist die Lust am Risiko primär ein Persönlichkeitsmerkmal oder eher eine Frage der Umstände? Und inwiefern ist diese Sehnsucht nach Grenzerfahrungen, auch als kulturgesellschaftliches Phänomen zu verstehen? Verhaltensforscher und Sozialpsychologen sind seit langem auf der Suche nach dem Phänomen der Risikopersönlichkeit. Bereits in den 1970er Jahren entwickelte der Psychologe Martin Zuckermann ein Modell in der Persönlichkeitspsychologie, das bis heute Gültigkeit hat: das Sensation Seeking-Konzept. Marcus Roth forscht zu Persönlichkeitsunterschieden beim Menschen. In den "Resonanzen" spricht der Verhaltensforscher über Risikopersönlichkeiten und "Sensation Seeking".
Ein Gespräch mit dem Sozialpsychologen Marcus Roth
"Sensation Seeking – Konzeption, Diagnostik und Anwendung"
Hrsg. von Marcus Roth und Philip Hammelstein
Hogrefe Verlag,2003
29,95 Euro
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CD der Woche
She & Him
"Christmas Day"
Alle Jahre wieder freut sich die Musikbranche auf die Vorweihnachtszeit. Nicht nur, weil die CD-Verkäufe hier vielleicht noch mal steigen, sondern auch, weil die Konsumenten gerne mit Weihnachtsalben in Stimmung kommen. Leider haben eher weniger als mehr Veröffentlichungen die Qualität von Ella Fitzgeralds "Swinging Christmas". Eine schöne Ausnahme vom Weihnachtseinerlei allerdings beschert uns das amerikanische Duo She & Him mit "A Very She & Him Christmas" - unsere CD der Woche. 12 Songs rund um das Fest von folkig bis rockig, von swingend bis besinnlich. manchmal ein wenig naiv, manchmal ironisch. Aber nie peinlich.
CD-Angaben:
She & Him: "Christmas Day"
Label: Domino Records (Goodtogo)
25.11.2011
Heute gespielter Titel: "Rockin' Around The Christmas Tree"
Ich will nicht, dass ihr meine Bücher schreibt
Eine Biographie über den Sänger Jan Delay
Er gehört zu den wichtigsten Figuren der deutschen Musikszene: Jan Delay – HipHop-Styler, Master of Funk, stimmlicher Zwilling von Kermit dem Frosch. Der Künstler mit den wahrscheinlich meisten Synonymen in der hiesigen Musikszene – Jan Eißfeldt aka Eizi Eiz, Boba Ffett, Eißfeld 65, Curtis Icefield, etc. – gehört zur ersten deutschsprachigen HipHop-Generation, er hat sich erfolgreich am Genre Reggae versucht und ist nun als Funk-Zauberer unterwegs. Seine Texte sind intelligent und politisch. Nun ist eine Biographie über diese hochinteressante Künstlerpersönlichkeit erschienen, unauthorisiert wohlgemerkt. Was Delay darüber denkt und was die Autoren der Biographie dazu sagen, klären wir in den Resonanzen.
Ein Beitrag von Anja Reinhardt
Michael Fuchs-Gamböck, Thorsten Schatz:
"Jan Delay – Die Biographie"
Heyne Verlag, 224 Seiten
8,99 Euro
Redaktion: Annette Morczinek
Musikzusammenstellung: Anja Reinhardt



















