Freitag, 25.11.11 um 18:08 Uhr
WDR 3 Resonanzen
Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur
18.08 bis 19.00 Uhr
Neue Perspektiven
Blick vom Himmel auf den Rosenmontagszug
Eine außergewöhnliche Perspektive auf den Kölner Rosenmontagszug hat der Fotograf Patrick Essex eingenommen. Von einer 20 Meter hohen Feuerwehrleiter fotografierte er in diesem Frühjahr das gesamte Spektakel: 7 Kilometer Narren mit Wagen und Kamellejungs, Fußgruppen, Musikkorps… Und das in beinah 2000 Fotos. Das Ergebnis wird ein 220 Meter langes Panorama sein, für dessen Vollendung Essex Monate im Studio und am Computer zubringt. Jetzt zeigt er vorab die erste Hälfte seines Werks - und der Zuschauer hat jene Perspektive, die sonst nur der liebe Gott mit seinen Heerscharen und Heiligen kennt: von ganz oben.
Ein Gespräch mit dem Publizisten und Karnevalsjecken Martin Stankowski
Atelier Essex, Liebigstsr. 173
Köln-Ehrenfeld
Geöffnet Sa. 26.11. + So. 27.11.2011 von 13.00 – 21.00 Uhr
Nach Terminabsprache auch in den folgenden zwei Wochen zu besichtigen
mail@patrickessex.de
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- Patrick Essex
Flucht und Verwandlung
Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin/Stockholm
Am 4. Dezember ehrt die Stadt Dortmund den rumänischen Schriftsteller Norman Manea mit dem Nelly-Sachs-Preis. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird inzwischen seit 50 Jahren an Schriftsteller vergeben, die sich für die Völkerverständigung einsetzen. Aus Anlass des Preis-Jubiläums würdigt die Stadt die Namensgeberin und erste Preisträgerin mit einer großen Ausstellung: Vor einer Woche wurde sie unter dem Titel "Flucht und Verwandlung. Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin/Stockholm" im Museum für Kunst– und Kulturgeschichte MKK eröffnet. Die Ausstellung, eine Wanderausstellung aus Anlass des 40. Todestages von Nelly Sachs im vergangenen Jahr, ist der erste Versuch, Leben und Werk der scheuen jüdischen Lyrikerin und Nobelpreisträgerin aufzubereiten.
Ein Bericht von Ilka Platzek
Veranstaltungshinweis:
Flucht und Verwandlung.
Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin/Stockholm
MKK Dortmund, 19.11.2011 - 29.01.2012
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Beratung und Begleitung auf Augenhöhe
Die neuen Stadtteilmütter
Frauen mit Migrationshintergrund beraten ihre Landsleute. Sie stammen aus ganz verschiedenen Ländern – aus der Türkei, dem Tschad, dem Libanon, aus Palästina, aus Osteuropa oder dem Nahen Osten. Sie alle sind so genannte Stadtteilmütter, und man kann das Konzept Beratung auf Augenhöhe nennen. In Essen, Bochum und Dortmund haben das Landesarbeitsministerium und die Agentur für Arbeit in diesem Jahr das Pilotprojekt "Stadtteilmütter in NRW" angestoßen. Um als Stadtteilmutter in Frage zu kommen, mussten die Frauen arbeitslos sein, Kinder haben und über Lebenserfahrung verfügen. Ein halbes Jahr haben sie Theorie gepaukt. Auf dem Stundenplan: Themen rund um Gesundheit, Bildung, Jobsuche, Kommunikation - und was sonst noch nötig ist, um im deutschen Alltag zurecht zu kommen. Im August begann dann in Essen für 20 Frauen die praktische Arbeit. Sie sind unter anderem an Schulen, Kindergärten, Mieterberatungsstellen und Mehrgenerationenhäusern angedockt, machen aber auch Hausbesuche und begleiten die Menschen zu Behörden aller Art.
Ein Beitrag von Lisa von Prondzinski
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- Projekt „Stadtteilmütter in NRW“
19.05 bis 20.00 Uhr
"An Den Flüssen, die Strömen"
Das neue Buch von António Lobo Antunes
Er ist ein erbitterter Kritiker seines Landes, ein literarisches enfant terrible, rebellisch und rüde, zartfühlend und menschenfreundlich da, wo es Not tut. Seit Ewigkeiten gilt er als Kandidat für den Literaturnobelpreis - und für viele unverständlich wird der ihm Jahr für Jahr versagt: der portugiesische Schriftsteller António Lobo Antunes. Rund zwei Dutzend seiner Romane sind auf Deutsch erschienen - in halb willkürlicher, halb chronologischer Folge; die Mehrzahl in der kongenialen Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann. Nun hat Lobo Antunes ein sehr intimes Buch geschrieben: "An Den Flüssen Die Strömen". Es handelt von seiner Krebs-Erkrankung. Dass es kein herkömmlicher Bericht über Krankheit, Genesung oder das drohende Ende werden würde, stand zu erwarten. Antunes neigte noch nie dazu, konturierte Charaktere in den Mittelpunkt seiner Romane zu rücken - und er macht mit sich selbst keine Ausnahme.
Brigitta Lindemann stellt den Autor und sein jüngstes Werk vor
Buchhinweis:
António Lobo Antunes: An den Flüssen, die strömen
Luchterhand Literaturverlag, ersch. 03.10.2011
22,99 Euro
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Herausforderungen an die Klimakonferenz in Durban
Südsee-Inseln vor dem Untergang oder Wüstenbildung in der Sahel-Zone
Was kommt nach dem Kyoto-Abkommen? Kann die Erderwärmung noch gestoppt werden? Und wer kommt für die Schäden auf, die der Klimawandel bereits verursacht hat? Antworten suchen Experten aus 196 Ländern ab Montag auf der Klimakonferenz im südafrikanischen Durban. Doch die Erwartungen sind gering: Schon im vergangenen Jahr in Cancún hatte es lediglich Absichtserklärungen ohne verbindliche Zusagen gegeben. Voraussichtlich werden sich die Staaten auch in Durban nicht auf ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll einigen. Die Errichtung eines UN-"Klimafonds", der die Folgen der Erderwärmung in den ärmsten Ländern abfedern soll, wird blockiert und niemand kann bislang für die Schäden zur Verantwortung gezogen werden. Doch was passiert, wenn in Durban nichts passiert?
Zwei beispielhafte Reisen in den Niger und auf die Südsee-Inselgruppe Tuvalu – zu Tätern und Opfern des Klimawandels.
Berichte von Alexander Göbel und Andreas Stummer
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50 Words For Snow
Kate Bushs neues Album zelebriert die Langsamkeit
Es wäre einfach, Kate Bush als Gegenentwurf zu den aktuellen Ikonen der Popmusik zu stilisieren. Natürlich ist sie keine Lady Gaga, keine Katy Perry und keine Rihanna. Sie war ja auch schon viel früher da, und versucht erst gar nicht, auch nicht in ihrem neuen Album "50 Words For Snow", sich im Verhältnis zu den angesprochenen Damen zu positionieren. Kate Bush war und ist in einem musikalischen Paralleluniversum unterwegs. 53 Jahre ist Kate Bush nun alt, seit über 35 Jahren veröffentlicht sie Musik, die nach und nach immer reduzierter scheint. "50 Words For Snow" ist eine Studie in Langsamkeit, kein Stück ist kürzer als sieben Minuten, oft erklingen nur ein Piano und Kate Bushs Stimme. Dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb ist es ein großes Album. Popmusik jenseits des Mainstream.
Anja Reinhardt stellt die Künstlerin und ihr neues Album vor
Kate Bush: 50 Words For Snow
EMI Music
Redaktion: Gabriele Gillen
Musikzusammenstellung: Ulrike Kukula
















