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Mittwoch, 23.11.11 um 18:08 Uhr

WDR 3 Resonanzen

Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur

Mit Ulrich Biermann

Musikangaben zu der Sendung finden Sie in der Playlist

18.08 bis 19.00 Uhr

Georg Kreisler ist tot

Georg Kreisler; Rechte: Daniel Karmann/dpa
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Georg Kreisler

Zeitlebens regten ihn die düsteren Themen des Alltags an

Mit 89 Jahren starb der Kabarettist in Salzburg. Georg Kreisler war ein Meister des schwarzen Humors. «Wenn man sich die Welt anschaut, gibt's eigentlich wenig zum Lachen», sagte er einmal. Ein verstörender Satz von jemandem, von dem man eigentlich immer einen - wenn auch bitteren - Witz erwartete.

Eine Würdigung von Günter Rohleder

Abgründiger, schwarzer Humor

Zum Tod des Kabarettisten und Pianisten Georg Kreisler

Georg Kreisler war mehr als ein Komponist, Liedermacher, Autor von Romanen, Gedichten oder Theaterstücken – er war ein Moralist voller Phantasie, Biss, Witz und Nachdenklichkeit. Gestern ist der wortgewandte gebürtige Österreicher, der mit Schmäh irritierte und begeisterte im Alter von 89 Jahren verstorben. Seine scharfsinnigen Texte, sein Humor und seine Zeitkritik prägten Generationen von Kabarettisten wie auch dem Chansonnier Tim Fischer.

Ein Gespräch mit dem Chansonnier Tim Fischer

Digitale Kultur - Tracing Mobility

Tracing Mobility Haus der Kulturen der Welt Berlin, 2011; Recht; Simon Faithful
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Simon Faithfull - "Going Nowhere 2"

Das Netz verändert die Wahrnehmung von Zeit und Raum, von Entfernung und Nähe

Wie sich das Verhältnis zwischen globaler und individueller Mobilität, zwischen physischer und virtueller Bewegung verschiebt, das zeigen 16 internationale Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung in Berlin. „Wenn man geduldig genug ist, kann eine ganz normale Person jeden Kilometer der Erde durchqueren, in Echtzeit, ganz bequem vom Wohnzimmer aus“, sagt Miles Chalcraft. Der britische Künstler ist Mitbegründer von Trampoline, einer Agentur für Kunst und Medien, die in Notthingham und Berlin arbeitet. Kreativen Umgang mit neuen Technologien befördern, aber auch die kritische Auseinandersetzung mit digitaler Kultur einfordern will der Künstler, der jetzt eine Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt kuratiert.

Ein Beitrag von Andrea Gerk

Casanovas teure Revanche

Casanova Memoiren; Rechte: Diddier Plowy/dpa
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Casanova Memoiren

Die Memoiren des berühmten Lebemannes in der Pariser Nationalbibliothek

Im letzten Jahr brach der galante Venezianer des 18. Jahrhunderts mit dem Verkauf seiner Memoiren den Preisrekord für das teuerste literarische Manuskript aller Zeiten. Jetzt zeigt die Pariser Nationalbibliothek, welchen Schatz da ein anonymer Mäzen nach 200 Jahren aus dem Safe des deutschen Verlegers Brockhaus holte. Was Casanova auf 3700 hochformatigen Seiten auf Französisch aus seinem bewegten Leben festhielt, zeichnen effektvoll inszenierte Gemälde, Gravuren, Gegenstände und Filmausschnitte in einer Art Salon-Labyrinth nach. Formatgetreu wiedergegeben in einem prächtigen Katalog.

Ein Beitrag von Sabine Mann

19.05 bis 20.00 Uhr

Raus aus der Kuschelecke

Martin Hatzius/Dietmar Dath: „Alles fragen, nichts fürchten“; Cover
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Alles fragen, nichts fürchten

Science-Fiction und Sozialismus, Heavy Metal und Hegel - wie passt das zusammen? Dietmar Dath ist ein Autor mit "sehr interessanten Argumenten für den Sozialismus", schreibt der SPIEGEL. Und zudem höchst beweglich in seinem Denken. Radikal bekennt er sich zur Idee eines Fortschritts, der Menschen zusammenbringt, statt sie zu trennen. Die Resonanzen sprechen mit dem produktiven Autor über sein aktuelles Buch, das er zusammen mit Martin Hatzius vorgelegt hat. In "Alles fragen, nichts fürchten" spricht Dath über die Kunst und die Wirklichkeit, erläutert die Aktualität von Karl Marx und die Vorzüge, als Linker in einer bürgerlichen Zeitung arbeiten zu können.

Ein Studiogespräch mit dem Journalisten und Feuilletonredakteur Dietmar Dath

Martin Hatzius/Dietmar Dath: „Alles fragen, nichts fürchten“
Verlag „Das Neue Berlin“, 2011
17,95 Euro

Im Angesicht des Todes

Stephan Völlmicke; Rechte: WWU / privat)
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Stephan Völlmicke

Münsteraner Kommunikationswissenschaftler analysiert "Tatort"-Tote

Gestorben wurde im "Tatort" immer schon, das gehört zum Genre. Der Münsteraner Kommunikationswissenschaftler Stephan Völlmicke hat sich in seiner Dissertation mit dem Wandel der Darstellung von Sterben und Tod in der Krimiserie beschäftigt. Dazu hat der 35jährige in akribischer Kleinarbeit 82 "Tatorte" aus 40 Jahren analysiert. Das Ergebnis: früher wurde Distanz gehalten, heute führt die Kamera in Nahaufnahme an Tod und Tote heran. Früher war manchmal ein Arzt zugegen, heute sind Pathologen und Forensiker mit ihrem naturwissenschaftlich-technischen Spezialwissen unentbehrliche Helfer bei der Ermittlungsarbeit. Doch früher wie heute spiegelt der "Tatort" gesellschaftliche Befindlichkeiten. Aus dem medialen Umgang mit Tod und Sterben lassen sich Rückschlüsse ziehen auf den gesellschaftlichen Umgang mit Tod und Sterben.

Ein Beitrag von Ulrike Burgwinkel

CD der Woche

Camille_Ilo-veyou; Cover
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Camille - Ilo veyou

 

Heute gespielter Titel: La France

Camille: Ilo veyou
Emi France 5099902982908
LC 0542

Hollywood ärgert US-Konservative

Kunst ist vor den Wahlen in den USA auch immer Politik

Filme und Politik, das gehörte in den USA lange zusammen. Doch im zunehmend gespaltenen Amerika hört auch an der Kinokasse die Eintracht auf. Denn als Wahlkampfhilfe für Präsident Obama sehen die Republikaner aktuelle Hollywoodproduktionen und laufen auch schon mal Sturm. Ihre Sorge ist nicht völlig unberechtigt.

Ein Beitrag von Gregor Peter Schmitz

Redaktion: Silvia Wiegand

Musikzusammenstellung: Ulrike Kukula


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