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Donnerstag, 11.02.10 um 18:08 Uhr

WDR 3 Resonanzen

Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur

Mit Katja Schwiglewski

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist

Wo Zeitgeschichte recherchiert werden kann

Das Online-Nachschlagewerk "Docupedia-Zeitgeschichte" geht ins Netz

"Zentrum gegen Vertreibungen", "Imperium und Imperialismus" und "Alltagsgeschichte" - mit "Docupedia Zeitgeschichte" können erstmals zentrale Begriffe, Methoden und Debatten der zeithistorischen Forschung online nachgeschlagen werden. Die für das Internet konzipierte Publikation geht am 11. Februar 2010 ins Netz. Das Projekt wird vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Das Online-Nachschlagewerk richtet sich an Wissenschaftler, Studierende, Lehrkräfte und die zeithistorisch interessierte Öffentlichkeit.

Ein Gespräch mit Jörg Aufenanger

Musische Miniaturen

Foto 'Orientale'; Rechte: tanzhaus nrw

Foto 'Orientale'

Tanz aus dem Osten auf einer Bühne im Westen

Im Westen trugen die Tänzerinnen Korsett, im Osten wiegten sie ihre Becken wie eine Welle. 1893, auf der ersten Weltausstellung in Chicago tanzte eine syrische Künstlerin den Raqs Scharqi, den Tanz des Ostens vor einem staunenden Publikum im Westen. Orientreisende und Kunsttänzerinnen wie Mata Hari entwickelten ihre ganz eigenen Phantasien. In Varietés und in Clubs dient der orientalische Tanz der bloßen Unterhaltung. Abseits jener Busenschau-Programme entwickelte sich eine seriöse Bühnenkunst. In aufwendigen Choreographien werden orientalische Figuren mit Flamenco, Samba und Modern Dance verwoben. Resonanzen schaut in die Geschichte des Genres und hält Schritt mit den Trends des zeitgenössischen Tanz des Ostens.

Ein Beitrag von Claudia Friedrich

Schlafen für die Kultur

Wohin fließt das Geld?; Rechte: Karlheinz Schindler
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Wohin fließt das Geld?

Köln will eine "Kulturförderabgabe" einführen

Die Mehrwertsteuersenkung für Hoteliers von 19 auf 7 Prozent beschert vielen Kommunen erhebliche Einbußen. Köln will die Verluste nun zum Teil mit einer "Kulturförderabgabe" auffangen. Der Hauptausschuss hat der Sonderabgabe schon zugestimmt, sie muss noch den Rat passieren, und dann muss das Land die Sonderabgabe genehmigen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kölner Stadtrat, Martin Börschel erklärt, zu welchem Zweck.

Ein Beitrag von Dina Netz

19.05 bis 20.00 Uhr

Wo der Werwolf lauert

Werwolf-Holzschnitt, 1493; Rechte: akg-images
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Werwolf-Holzschnitt, 1493

Spukgeschichten aus der Region

Silberkugeln, Vollmond und ein steinerweichendes Geheul, das sind die unverzichtbaren Zutaten, ohne die kaum ein Werwolf-Film auskommt. Hollywood hatte 1941 in The Wolf Man die Spielregeln für eine ordentlichen Werwolf-Schocker festgelegt, die aber mit den von Volkskundlern archivierten Sagen mitunter nur wenig zu tun haben. So sind in Wales, dem Schauplatz des heute in die Kinos kommende gleichnamigen Remakes von The Wolf Man , Werwolf-Sagen praktisch unbekannt. Umso überraschender, dass ausgerechnet das Rheinland und die Eifel eine Vielzahl von Legenden zu bieten haben.

Ein Gespräch mit dem Historiker Peter Kremer

Wo das Grauen lauert: Blutsauger und kopflose Reiter, Werwölfe und Wiedergänger an Inde, Erft und Rur
von Peter Kremer (Autor), Margarethe Rudzinski (Illustrator)
PeKaDe-Verlag
15,95 Euro

Die neue CD von Sade

Sade; CD-Cover
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Sade; CD-Cover

Zehn Jahre ist es her, dass die britische Sängerin Sade ihr letztes Album veröffentlicht hat. Bekannt geworden ist die mittlerweile 51-jährige in den Achtzigern mit Songs wie „Smooth Operator“ oder „Your Love Is King“. Jetzt gibt es neun neue Stücke, zu hören auf dem Album „Soldier Of Love“. Hat sich in den letzten zehn Jahren viel verändert bei Sade? Anja Reinhardt hat sich das neue Album angehört.

Ein Gespräch mit Anja Reinhardt


Sade: Soldier of Love
2010
Label: RCA

Wo der Bär steppt

Berlinale, roter Teppich; Rechte: ddp/Timur Emek/
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Der rote Teppich für VIPs aus Film und Politik

Meine Berlinale

Jetzt gleich geht’s los in Berlin, der rote Teppich liegt, frisch und rein, vor dem Berlinalepalast für die 60ste Ausgabe des größten deutschen Filmfestivals. Autogrammjäger werden sich heute auf deutsche Prominenz verlegen müssen – von Berben und Makatsch bis Vogel und Brühl. Denn der Eröffnungsfilm kommt aus China und bringt für deutsche Kinogänger nur unbekannte Gesichter mit. Der ein oder andere Polit-VIP wird heute Abend auch den Umweg über den Marlene-Dietrich-Platz nehmen und sein Gesicht in die Kameras halten. Allen voran Klaus Wowereit als regierender Bürger- (und wie man auch sagt: Party)meister. Den trägerlosen Damen gehört heute Abend unser Mitgefühl bei den Berliner Minusgraden. Aber die gehören eben dazu. Wie vieles andere auch. Die Berlinale tickte halt immer schon etwas anders.

Ein Kommentar von Sigrid Fischer


Redaktion: Terry Albrecht

Musikzusammenstellung: Michael Kuhlmann


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