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Donnerstag, 08.09.11 um 18:08 Uhr

WDR 3 Resonanzen

Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur

Mit Katja Schwiglewski

Musikangaben zu der Sendung finden Sie in der Playlist

18.05 bis 19.00 Uhr

Globale Demokratie – Triumph der sozialen Netzwerke?

Der Ort der Medienkonferenz: Schloss Sanssouci
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Die Medienkonferenz findet im Schloss Sanssouci statt

7. Internationale Medienkonferenz M 100 Potsdam

Blogs und soziale Netzwerke haben bei den Revolutionen in Ägypten, Tunesien, Algerien und Marokko eine herausragende Rolle gespielt. Welche Bedeutung haben sie jetzt? Besteht die Gefahr, dass autokratische Regierungen die Technik, die „global democracy“ transportierte, gegen die Netzaktivisten einsetzt? Welche Auswirkung hat die „Bewegung der sozialen Netzwerke“ für China, Iran und osteuropäische Länder und traditionelle Medien?

Ein Gespräch mit Astrid Frohloff / Reporter ohne Grenzen

Bruderschaft

Das Bild zeigt das Plakat des neuen Films "Bruderschaft"

Der 2009 in Dänemark produzierte Film wirkt mit Blick auf die Anschläge in Norwegen gespenstisch

In den Kinos wird jetzt der auf mehreren Festivals ausgezeichnete dänische Film „Bruderschaft“ von Nicolo Donato gezeigt. Erzählt wird darin die Geschichte des jungen Lars, der unehrenhaft aus der Armee entlassen wird und sich einer Gruppe Neonazis anschließt. Sein Mentor ist Jimmy, der ihn darauf vorbereiten soll, ein vollwertiges Mitglied der „Bruderschaft“ zu werden. Doch was die anderen in der Gruppe nicht wissen: Sowohl Jimmy als auch Lars sind homosexuell, und bald entwickelt sich zwischen beiden eine leidenschaftliche Affäre. Eine schwule Beziehung kommt bei den homophoben Faschisten allerdings gar nicht gut an…

Ein Beitrag von Wolf Eismann

20 Jahre Heinrich - Böll - Haus

Das Bild zeigt das Heinrich-Böll-Haus in der Eifel, Rechte Picture-Alliance/ dpa
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Das Böll-Haus in der Eifel

Refugium für verfolgte Schriftsteller in der Eifel

Das Ferienhaus von Heinrich Böll – das berühmt wurde, als Böll Alexander Solschenizyn nach dessen Ausweisung aus der Sowjetunion eingeladen hatte, bietet seit 20 Jahren einen Ruheraum für Schriftsteller aus der ganzen Welt, die in ihren Ländern verfolgt oder gefährdet sind. Der Regierungsgegner aus dem Irak, der Schriftsteller, der seit Jahren vor der Diktatur Tunesiens flieht, der Russe, der sich mit deutlichen Worten gegen die Regierung von Tschetschenien in Gefahr gebracht hat: sie alle leben einige Wochen oder Monate in dem Haus in der beschaulichen Landschaft der Eifel. Viele beschäftigen sich dort auch mit Bölls Werk und würdigen es als Weltliteratur.

Ein Beitrag von Irene Dänzer-Vanotti

19.05 bis 20.00 Uhr

Zwei Jahrtausende Deutsch - Jüdische Geschichte

Ein Fotos des jüdischen Museums in Berlin wird gezeigt
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Das jüdische Museum in Berlin

10 Jahre jüdisches Museum Berlin

Schon vor der Eröffnung im September 2001 zog es die Besucher in das noch leere Jüdische Museum Berlin. Hunderttausende haben das Zickzack-Haus von Daniel Libeskind bereits als Baustelle bewundert. Von Beginn an war das Jüdische Museum Berlin eine Attraktion für Menschen aus aller Welt. Seit Beginn der Dauerausstellung „Zweitausend Jahre Deutsch-Jüdische Geschichte“ haben sieben Millionen Gäste das Museum besucht. Mittelpunkt der Sammlungen sind unzählige Familienkonvolute von Stiftern aus aller Welt. Auch als Forschungslabor hat sich das Museum einen Namen gemacht. Eine wissenschaftliche Bibliothek und fast 5000 Mikrofilme zu den Nachlässen deutscher Juden sind Wissenschaftlern zugänglich. Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche haben das Jüdische Museum Berlin seit der Eröffnung im September vor zehn Jahren besichtigt. Unter dem Motto: das JMB macht Schule, besuchen die Museumspädagogen Schulen in ganz Deutschland. Ein Workshop mit Zeitzeugen ist für viele eine bleibende Erinnerung.

Ein Beitrag von Verena Kemna

Hundert Tage Amerika

Das neue Buch von Zora del Buono wird gezeigt

Die Schriftstellerin Zora del Buono im Kölner Literaturhaus

Drei Monate hat sich Zora del Buono mit ihrem Hund im Gepäck auf eine Reise entlang der nordamerikanischen Atlantikküste begeben: War unterwegs zwischen Neufundland und Key West. Die Atlantikküste: Ein Querschnitt durch die nordamerikanische Gesellschaft: Auf erhellende Weise setzt del Buono ihre Beobachtungen der amerikanischen Kultur(en) und Mentalität(en) in Bezug zu Europa und verwebt Porträts, Historisches und aktuelle Notizen zu einer atmosphärisch dichten Reisereportage. Heute Abend um 20 Uhr liest Zora del Buono im Kölner Literaturhaus.

Ein Beitrag von Ute-Christine Krupp

Zora del Buono
Hundert Tage Amerika
Mare Verlag
19,90 Euro

Wie heute noch Schallplatten gemacht werden

Rechte: beyond/BreBa
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Das Bild zeigt eine traditionelle Schallplatte

Schwarze Scheiben aus der Dampfpresse

Während die CD beginnt, gegen MP3 und Internet-Musiktauschbörsen ums Überleben zu kämpfen, hat sich ihre Vorläuferin, die Vinyl-LP, in einer Nische stabilisiert, der Absatz steigt wieder. Allerdings wissen heute nur noch wenige Firmen, wie man sie herstellt: Wie man etwa Klänge aus einer Sound-Datei oder einem Tonband hochpräzise in die Preßformen schneidet. Die Platten selbst entstehen dann in einem Ambiente, das meilenweit weg ist von der Glitzerwelt analoger High-End-Fetischisten: In Maschinensälen voller stickiger Öldünste, die galvanischen Flüssigkeiten sprudeln, und der Dampf zischt. An den Maschinen stehen alte Hasen und junge Abenteurer, die Kulturtechniken einer vergangenen Epoche–noch?–lebendig halten.

Ein Beitrag von Michael Kuhlmann

Redaktion: Annette Morczinek

Musikzusammenstellung: Jörg Heyd


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