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Montag, 05.12.11 um 18:08 Uhr

WDR 3 Resonanzen

Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur

Mit Katja Schwiglewski

Musikangaben zu der Sendung finden Sie in der Playlist

18.08 bis 19.00 Uhr

Die Kunst der Karikatur

Walter Hanel; Rechte: Oliver Berg dpa
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Walter Hanel

Walter Hanel: Ausstellung in Brühl

Walter Hanel gilt heute als führender politischer Zeichner in Deutschland. Seine ersten Karikaturen erschienen im Simplicissimus. Später wurden seine Zeichnungen u.a. in Pardon, dem Rheinischen Merkur, der FAZ und dem Spiegel abgedruckt. Hanel arbeitete aber auch für internationale Zeitungen / Zeitschriften, wie z.B. die International Herald Tribune, Le Monde, Le Soir und für das Time Magazine. In zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland wurde das Werk Walter Hanels gezeigt. Seine Werke sind auch in zahlreichen Museen vertreten, so u.a. im Karikaturenmuseum Warschau, im Wilhelm-Busch-Museum Hannover sowie im Haus der Geschichte in Bonn.

Ein Gespräch mit dem Karikaturisten und Zeichner Walter Hanel

Enfant terrible im Kunstgeschäft

Alfred Hrdlicka; Rechte: Bernd Weißbrod dpa
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Alfred Hrdlicka

2. Todestag Alfred Hrdlicka: DVD mit tiefen Einblicken

Er war einer der bedeutendsten Künstler Österreichs und gleichzeitig ein politischer Querkopf. Er selbst hielt sich für ein unausstehliches Genie: „Ich gebe es zu, ich hab’s der Welt nie leicht gemacht, ich war unausstehlich. Aber was soll ich machen, ohne Widerstand sumpert man ja nur so dahin. Ich bin nun mal ein Mann des Widerstands.“ Seine Kunst war zugleich auch immer politischer Auftrag. Andrea Bönig, eine Freundin des Künstlers, hat den vor zwei Jahren verstorbenen Hrdlicka in seinem Atelier besucht und aus insgesamt 14 Stunden Material eine Doppel-DVD von fast drei Stunden Länge zusammengestellt.

Ein Beitrag von Wolf Eismann

Hrdlicka: Sequenzen
von Andrea Bönig
mo-mo productions, 2011
35,00 Euro

Projekt "Sound Exchange"

Moog-Synthesizer; Aufnahme Hochschule f. Musik, Köln; Rechte: Maximilian Schönherr/dpa
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Moog-Synthesizer

Vergessene Pioniere der elektronischen Musik im ehemaligen Ostblock

Auch in den Staaten des Warschauer Paktes haben Klangvisionäre neue Techniken und Instrumente erfunden. Unter abenteuerlichen Umständen wurden Synthesizer gelötet und auf klandestine Weise in Umlauf gebracht. Geduldet, aber nicht erwünscht, waren die Elektropioniere, deren Geschichte bis heute kaum dokumentiert ist. Am ersten Dezember war Sound Exchange in Bratislava zu Gast, wo unter anderem die slowakische Untergrundlegende Milan Adamciak geehrt wird und der Berliner Technoproduzent Frank Bretschneider auf ausgemusterten Ostsynthesizern spielt. Das Projekt wird fortgeführt in Tallin, Vilnius, Budapest, Prag und endet schließlich im Herbst 2012 in Chemnitz.

Ein Gespräch mit Björn Gottstein

19.05 bis 20.00 Uhr

Das Rheinland - Die Wiege Europas?

Das Rheinland - Wiege Europas? Cover; Hrsg. von Karlheinz Gierden
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Spurensuche von Agrippina bis Adenauer

Das Rheinland hat in der wechselvollen Geschichte Europas immer eine besondere Rolle gespielt. Vielleicht ist das der Grund, warum dort sehr früh grenzüberschreitend gedacht und das europäische Konzept entscheidend mitgeprägt wurde. In dem von Karlheinz Gierden veröffentlichten Sammelband beschreiben Historiker 12 Rheinländerinnen und Rheinländer, die sichtbare Spuren in der 2000jährigen Geschichte Europas hinterlassen haben. Heute wurde das Buch in der Abtei Brauweiler vorgestellt.

Ein Gespräch mit Karlheinz Gierden

Das Rheinland - Wiege Europas?
Eine Spurensuche von Agrippina bis Adenauer
Hrsg. von Karlheinz Gierden
Lübbe Verlag, 2011
19,99 Euro

brink: Verein zwischen Kunst und Wissenschaft

Symposium: Das Andere sehen

brink – so lautet der Name eines neuen „Vereins zwischen Kunst und Wissenschaft“, den vier Studenten mehrerer NRW-Universitäten in Bochum gegründet haben. Er will Wissenschaft, Kunst und Kultur fördern. Dies soll über ein Magazin, Symposien und Ausstellungen geschehen. Hier können Studierende mit akademischen Ambitionen Forschungsaktivitäten vertiefen, die im Studium zu kurz kommen. Junge Künstler erhalten die Chance, ihre Arbeiten vorzustellen. Reagiert brink damit auf ein didaktisches Manko seitens der Universität? Oder ist der Verein ein willkommener Partner der Universität, der ihr Aufgaben abnimmt, welche sie angesichts ungeheurer Studierendenmassen nicht mehr alleine stemmen kann?

Ein Beitrag von Thomas Frank

CD der Woche

Ensemble Amarcord: Coming home for Christmas ; Cover
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Ensemble amarcord:
Coming home for Christmas

Im 19. Jahr seines Bestehens gehört das Ensemble Amarcord aus Leipzig längst zur Spitzenklasse der Acappella-Formationen. Mit sicherer Intonation und einem homogenen Ensembleklang singen die fünf ehemaligen Thomaner Musik von der Renaissance bis in die Gegenwart. Amarcord zählt heute neben dem Gewandhausorchester und dem Leipziger Streichquartett zu den musikalischen Aushängeschildern der sächsischen Messestadt. Eine Funktion, die die Sänger in sympathischer Weise ohne jegliche Starallüren ausfüllen. Unverzichtbarer Bestandteil der Konzerte von Amarcord sind musikalische Neugierde und ein feiner Humor; und beides durchzieht auch die neueste, die sechzehnte CD Coming home for Christmas. Die fünf Sänger bringen Weihnachtsmusik aus zwölf Ländern, von Finnland bis Trinidad/Tobago. Sie haben traditionelle Klänge wohldosiert verjazzt und maßgeschneidert für ihre Stimmen arrangiert.

Ensemble Amarcord: Coming home for Christmas
Apollon Classics PK AP 10111
LC 10940

Märchenbühne für Erwachsene

Schaufenster in Berlin-Mitte, Rechte: Wolfram Steinberg /dpa
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Schaufenster in Berlin-Mitte

Berliner Architekt will dem Schaufenster zur Renaissance verhelfen

Früher war er völlig üblich: der Schaufensterbummel. Heute nur noch schwer möglich. Nicht nur, weil sich bei der Gestaltung kaum noch einer Mühe gibt, auch weil die meisten Läden ihre Schaufenster nach Geschäftsschluss wie Fort Knox verrammeln und sichern. Auch der Aufstieg des Online-Handels und der damit verbundene Tod des kleinen Krämers an der Ecke hat seinen Anteil am Untergang der Schaufensterkultur. Der Berliner Architekt Jürgen Breiter will das ändern und er hat sich vorgenommen dem Schaufenster, das in seinen Augen gleichermaßen Erlebnisraum und Traumbühne ist, zur Renaissance zu verhelfen. Indem er Spaziergänge und Workshops anbietet, die sich mit dem Kulturgut Schaufenster auseinandersetzen.

Ein Beitrag von Christoph Richter

Redaktion: Annette Morczinek

Musikzusammenstellung: Ulrike Kukula


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