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Freitag, 06.05.11 um 18:08 Uhr

WDR 3 Resonanzen

Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur

Mit Ulrich Biermann

Musikangaben zu der Sendung finden Sie in der Playlist

Who cares?

Who cares? Geschichte und Alltag der Krankenpflege; Buchcover
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Geschichte und Alltag der Krankenpflege

Eine Ausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité widmet sich ab heute der Krankenpflege. Unter dem Titel "Who cares? - Geschichte und Alltag der Krankenpflege" skizziert die Ausstellung die Entwicklung des Berufsstandes der Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, thematisiert die Arbeitsbedingungen der Pflegenden und gibt Einblicke in die tägliche Arbeit mit den Patienten.

Ein Bericht von Jochen Stöckmann

Das Buch zur Ausstellung:
Isabel Atzl (Hrsg.): Who cares? Geschichte und Alltag der Krankenpflege
Mabuse-Verlag, 2011
Berliner Medizinhistorisches Museum
21,00 Euro

Kampf für eine menschenwürdige Pflege

Claus Fussek; Rechte: Karlheinz Schindler/dpa
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Claus Fussek

Claus Fussek, Sozialpädagoge und Autor, will denen eine Stimme verleihen, die sich nicht selbst gegen eine unzureichende oder würdelose Pflege wehren können. Vor allem also behinderten und alten Menschen. Seit 1978 ist Claus Fussek im ambulanten Beratungs- und Pflegedienst Vereinigung Integrationsförderung tätig, der sozial Benachteiligte unterstützt. Immer wieder kritisiert er lautstark die Missstände in der Altenpflege; versucht, die Ursachen für diese Missstände aufzudecken und entwickelt Lösungsansätze. Als Ergebnis seiner vielen Erfahrungen und Beobachtungen hat er sieben Mindestanforderungen für eine menschenwürdige Grundversorgung formuliert. Das sind u.a. eine gute Ernährung, eine angemessene tägliche Körperpflege oder die Wahlfreiheit, mit wem man sein Zimmer teilen möchte. Im Januar 2008 wurde Claus Fussek für sein besonderes Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Ein Gespräch mit Claus Fussek

Urbane Landeier – oder:

Ein Parkplatz als Grünfläche; Rechte: Tobias Hase/dpa
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Ein Parkplatz als Grünfläche

Elite im Manufactum-Biotop

Neuerdings wollen alle aufs ach so ursprüngliche, unverfälschte Land – und wenn sie dort nicht hinkommen, richten sie mitten in der Stadt ihre Biosiegel-Biotope ein, soziale Festungen für die Bessermenschen.

Andrea Gerk rechnet mit den „urbanen Landeiern“ ab

19.05 bis 20.00 Uhr

Stille Helfer

Ernst Leitz II., hält am im August 1949 eine Rede anlässlich einer Feier zum 100-jährigen Firmen-Jubiläum; Rechte: dpa
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Ernst Leitz

Ein Porträt des Unternehmers Ernst Leitz

Als Andere große Worte machten, sagte er nichts, aber als Andere schwiegen, erhob er seine Stimme und tat, was ihm möglich war. Der Unternehmer Ernst Leitz gehörte zu den wenigen Industriellen, die sich während des Nationalsozialismus nicht unterordneten. Er kaufte bei Juden, er stellte Juden und andere Verfolgte in seinem Betrieb ein. Später verhalf er etlichen Menschen zur Flucht, sorgte dafür, dass sie sich im Ausland ein neues Leben aufbauen konnten. Er riskierte viel, weil er nicht anders konnte und wollte. Nach dem Krieg schwieg er darüber, aus Bescheidenheit, aber auch weil er die Maxime vertrat: "Tue Gutes und sprich nicht darüber."

Ein Beitrag von Veronika Bock

Stille Helfer

Der alltägliche Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Die "Stillen Helfer" während der Zeit des Nationalsozialismus kamen aus allen Bevölkerungsschichten: Bauern, Kleinkriminelle, Pfarrer, Handwerker, Ärzte, Huren. Sie haben ein Versteck, falsche Papiere oder Lebensmittel besorgt. Sie brachten sich in höchste Gefahr, um Anderen zu helfen. Nach dem Krieg sprachen die meisten von ihnen nicht mehr über diese Zeit, aber es wollte sie auch niemand hören. Wenn überhaupt erinnerte man sich lieber an die "großen Widerstandskämpfer", an deren Heldentaten. Die Erinnerung an die stillen Helfer war für viele zu schmerzhaft, denn sie zeigte, dass man sich nicht dem "Bösen" beugen musste, sondern immer eine Wahl hatte. Bernd Lindenthal hat mit seinem Wetzlaer Geschichtsverein die Geschichte der stillen Helfer aufgearbeitet.

Ein Gespräch mit Bernd Lindenthal vom Geschichtsverein Wetzlar

Rückkehr nach Mittelerde:

Das Buch "Der kleine Hobbit"; Rechte: Andy Rain/EPA
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Der kleine Hobbit wird verfilmt

Neuseeland im Hobbit-Fieber

Elf Jahre nach dem „Herrn der Ringe“ geht die Tolkien-Legende weiter: in den Studios von Wellington, Neuseeland. Und das ganze Land nimmt an den Dreharbeiten von Regisseur Peter Jackson teil. Die Produktion wird durch die Regierung mit Hilfe großzügiger Steuererleichterungen unterstützt, sonst gesperrte Nationalparks stehen den Filmarbeiten offen und Tausende Neuseeländer arbeiten vor und hinter den Kulissen mit.

Ein Beitrag von Andreas Stummer

Redaktion: Gabriele Gillen

Musikzusammenstellung: Anja Reinhardt


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