Freitag, 03.06.11 um 18:08 Uhr
WDR 3 Resonanzen
Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur
18.05 bis 19.00 Uhr
Prof. Bop hat den Blues
Götz Alsmann präsentiert die WDR 3-Jazznacht
Sechs Stunden Musik vom Feinsten: In der Nacht vom 4. auf den 5. Juni ist Prof. Bop alias Götz Alsmann auf WDR 3 am Start. In der Jazznacht präsentiert er klassischen Rhythm & Blues der 40er und frühen 50er Jahre. Anhand historischer Aufnahmen erläutert er, wie sich die Nachkriegsmusik der schwarzen US-Bevölkerung entwickelte, wie Musikjournalisten und Betreiber kleiner Plattenfirmen nach einem neuen Marketing-Begriff für schwarze Unterhaltungsmusik suchten und wie dieser Begriff zu einer eigenständigen musikalischen Sprache mutierte. In den „Resonanzen“ erzählt Alsmann, wie er sich auf den Moderations-Marathon vorbereitet und welche Perlen die Hörer erwarten.
Ein Gespräch mit Götz Alsmann
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- WDR 3 Jazznacht
Alles andere als ein Kinderspiel
Das aufwändig produzierte Computerspiel „L.A. Noir“
Computerspiele sind längst schon keine merkwürdige Beschäftigung für eine Handvoll Außenseiter mehr. Spiele auf PC und Konsolen verkaufen sich mittlerweile besser als Film-DVDs, die Industrie reagiert mit immer hochwertigerer Technik in den Spielen auf die große Nachfrage, die Produktionskosten liegen bei 20, 25 Millionen Dollar und sind vergleichbar dem Budget eines kleinen Spielfilms. Jetzt ist ein Spiel mit dem Namen „L.A. Noir“ erschienen, eine Art Detektivspiel, angelehnt an den Film Noir der 40er und 50er Jahre. Es ist das erste seiner Art, bei dem der Spieler es mit unglaublich real aussehenden Figuren zu tun hat und psychologisches Gespür zum Sieg führen kann. Die „Resonanzen“ haben es gespielt und stellen fest: Games sind kein Kinderkram mehr.
Ein Beitrag von Tom Westerholt
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Ciao, Biennale
Welche Kunst zeigt Venedig 2011?
Es ist wieder Biennale-Zeit – und die Kunstwelt fragt sich: Was hat sich die Leiterin des Festivals, die Schweizerin Bice Curiger, ausgedacht? „ILLUMINnazzioni“, "Erleuchtungen" lautet der Titel der Biennale 2011. Und neben Lichtinstallationen wirft die Kunst in diesem Jahr ein Schlaglicht auf aktuelle politische Ereignisse: Ägypten zeigt eine Video-Installation von Ahmed Basiouny, der Anfang des Jahres bei den Demonstrationen auf dem Tahir-Platz erschossen wurde. Basiouny war einer der wichtigsten Medienkünstler des Landes – und zugleich eine kritische
Stimme, Held und Opfer der Revolution. Polen zeigt die Film-Triloge der israelischen Künstlerin Vael Bartana, die die Geschichte einer fiktiven Bewegung erzählt, die
drei Millionen Juden zurück nach Polen holen will. Und dann natürlich der deutsche Pavillon, der Christoph Schlingensief gewidmet ist, dem 2010 verstorbenen Meister der (Selbst-)Perfomance.
Ein Gespräch mit Claudia Dichter
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- Biennale Venedig 2011
19.05 bis 20.00 Uhr
Bewegung als Widerstand
Michael Schnelle und der Tanz in den Kirchen
1965 ist Manfred Schnelle zum ersten Mal in einer Kirche aufgetreten: in der Augustinerkirche in Erfurt war das. Er habe seinen Glauben, aber auch seine Beziehung zu diesem Raum im Tanz ausdrücken wollen. Während seiner gesamten Karriere in der DDR tanzte Schnelle in kirchlichen Räumen, zum Argwohn der Obrigkeit: Immer wieder wurde er vorgeladen, nach der Wende fand er eine 400 Seiten starke Stasi-Akte. Mittlerweile ist Manfred Schnelle fast 76 und denkt gar nichts ans Aufhören. Aktuell tritt der beim Evangelischen Kirchentag in Dresden auf – und auch dort geht es um „Tanz als Übungsweg zur spirituellen Erfahrung“, wie Schnelle es nennt.
Ein Beitrag von Christina-Maria Purkert
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Bossa Nova auf Deutsch
Die Münsteraner Musikerin Nikola Materne
Für bestimmte Musikgenres gibt es so etwas wie die perfekte Sprache: Zum Pop oder zum Jazz gehört irgendwie ein englischer Text, zum Chanson gehört die französische Sprache und zum Bossa Nova das Portugiesische. Beim Bossa fallen einem natürlich sofort Namen wie Joao oder Bebel Gilberto ein, Sergio Mendez oder Antonio Carlos Jobim. Und an den Namen muss man sich immer noch messen lassen, wenn man Bossa Nova macht. Die Münsteranerin Nikola Materne hat sich aber nicht verschrecken lassen und mit „Wunderbar Allein“ ein Album mit 13 Songs aufgenommen, zu denen man wunderbar mitwippen kann. Ihre Band heißt passenderweise „Bossanoire“ – eine Kombination aus Bossa Nova und Film Noir, was tatsächlich auch programmatisch für die Musik dieses Albums steht, denn zu der Leichtigkeit des Bossa Nova hat Nikola Materne in vielen Songs unglückliche Liebschaften oder Gemütslagen in Kontrast gestellt.
CD Tipp:
Nikola Materne & Bossanoire: Wunderbar Allein
ideedeluxe records, 2011
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- Nikola Materne - Sängerin, Songwriterin
Selbstständige aller Länder – vereinigt euch
Die Coworking-Bewegung verändert die Arbeitswelt
Globalisierung, Flexibilisierung, Liberalisierung – die Dynamik der Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert. Das gilt natürlich nicht nur für Angestellte, auch Freiberufler müssen sich mit diesen Bedingungen auseinandersetzen. Um in einer sich rasant entwickelnden Welt mithalten zu können, sind immer wieder neue Ideen gefragt, denn so etwas wie eine Gewerkschaft für Selbständige gibt es nicht. Mit der Coworking-Bewegung tritt jetzt zum ersten Mal ein internationaler Akteur auf, der nicht nur neue Infrastrukturen schafft, sondern als Aggregat für die Interessen der Freiberufler fungiert. Was als Projektidee zur gemeinschaftlichen Nutzung öffentlicher Arbeitsplätze begann, ist mittlerweile zu einem regelrechten „Global Player“ geworden, der sich als Lobby hinter diejenigen Selbständigen stellt, die auf flexible Arbeitsräume angewiesen sind. Tatsächlich Idealismus oder vorauseilender Gehorsam dem Neoliberalismus gegenüber?
Ein Beitrag von Dennis Möbus
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- CoWorking-News
Redaktion: Markus Brügge
Musikzusammenstellung: Anja Reinhardt
















