Montag, 08.03.10 um 18:08 Uhr
WDR 3 Resonanzen
Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur
Die Hälfte vom Himmel
Überlegungen zum Weltfrauentag
Am 27. August 1910 beschloss die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz auf Anregung von Clara Zetkin die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages für die Interessen der Frauen gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. 1977 ernannten dann auch die Vereinten Nationen den 8. März zum offiziellen Internationalen Frauentag. Die WDR3 Resonanzen fragen, was der Frauentag in knapp 100 Jahren erreicht hat und wie viel den Frauen inzwischen wirklich vom Himmel gehört.
Ein Essay von Veronika Bock
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Letzter Akt?

Aktuelle Ausgabe der Theaterzeitung Akt
Die ambitionierte Kölner Theaterzeitung ist in Schwierigkeiten
Gerade einmal ein Jahr ist die Kölner Theaterzeitung „Akt“ alt. Im März 2009 waren ihre Macher angetreten, um vor allem der freien Szene eine Plattform der Kritik zu schaffen. Seither hat die Zeitung in Fachkreisen viel Lob geerntet. Doch nun will die Stadt Köln die Fördermittel streichen. Für „Akt“ könnte es das schnelle Aus bedeuten, und die freie Theaterszene droht einmal mehr in Vergessenheit zu geraten, wenn kaum noch jemand über sie schreibt. Denn gerade die großen Tageszeitungen stürzen sich in ihrer Berichterstattung vor allem auf Leuchtturmprojekte. Freies Theater kommt hier nur am Rande vor.
Ein Gespräch mit Akt-Herausgeber Gerhardt Haag
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Westerwelle und andere Menetekel
3000 Jahre Untergang des Abendlandes
Die Apokalypse ist ein Faszinosum, das kein Verfallsdatum zu kennen scheint. Weltuntergangsvorstellungen finden sich bis heute in Religionen, aber auch in Literatur, Kino, im Feuilleton und sogar in der Rap-Musik. Ob der auflagenstarke Untergangsprophet Frank Schirrmacher mit seinen Horrorszenarien vom Bevölkerungsschwund und digitaler Überforderung, oder Guido Westerwelle, der bei Hartz-IV-Empfängern den spätrömischen Dekadenz-Bazillus zu wittern meint, Visionen vom Kulturverfall haben wieder mal Hochkonjunktur. Grund genug für den ehemaligen „Titanic“-Redakteur Gerhard Henschel, den nie endenden Litaneien mit einer humorvollen Best-of-Sammlung zu begegnen.
Ein Gespräch mit Gerd Henschel
Gerhard Henschel: Menetekel. 3000 Jahre Untergang des Abendlandes
Eichborn Verlag, Die Andere Bibliothek, 2010
32,00 Euro
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19.05 bis 20.00 Uhr
So sprechen die Na´vi
Ein Professor aus Kalifornien entwickelte die Sprache für Avatar
Der ganz große Oscar-Erfolg blieb zwar doch aus – drei Mal ging der wichtige Filmpreis in der letzten Nacht (zum 8.3.) an „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. Aber der wirtschaftlich erfolgreichste Film aller Zeiten wird Avatar vorerst bleiben. Für das Monumental-Werk in 3D schuf Regisseur James Cameron nicht nur eine komplett neue Welt, sondern auch ein neues Kommunikationssystem. Die baumhohen blauen Wesen, die dort leben, sollten ihre eigene Sprache sprechen. Bei deren Entwicklung half ein Linguistik-Professor aus Los Angeles. Die WDR3 Resonanzen erklären, wie der Gelehrte den Science-Fiction Wesen eine Stimme gab.
Ein Beitrag von Kerstin Zilm
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Gebratene Störche

Toni Mahoni: Gebratene Störche; Buchcover
Das Debüt des Musikers und Video-Bloggers Toni Mahoni
Beim Namen Toni Mahoni könnte man an einen abgehalfterten Mafioso denken, aber hinter dem Namen verbirgt sich eine echte Berliner Schnauze. Toni Mahoni hat sich vor allem mit seinem Videoblog eine eingefleischte Fangemeinde erschnattert. Da erzählte er von 2006 bis 2008 in breitestem Berliner Dialekt aus seinem Leben. Das machte er so witzig und charmant, dass er dafür mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde. Außerdem ist der Mann Musiker und Sänger der Toni Mahoni Band. Und nun legt er auch noch sein erstes Buch vor: „Gebratene Störche“ ist der Titel.
Ein Gespräch mit Toni Mahoni
Toni Mahoni: „Gebratene Störche“
Verlag Galiani Berlin
14,95 Euro
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Verdi auf dem Kontrabass
Der Bassist Dieter Ilg hat die Oper „Otello“ für seine Jazzformation bearbeitet
Dass Jazzmusiker sich von der Klassik inspirieren lassen, ist nichts Neues. Der Freiburger Bassist Dieter Ilg geht allerdings einen ungewöhnlichen Weg: Er hat nicht die Musik der üblichen Verdächtigen – Johann Sebastian Bach, Claude Debussy oder Kurt Weill – bearbeitet, sondern Themen der italienischen Oper. Eine charakteristische Kontrabassstelle in Giuseppe Verdis „Otello“ machte Ilg auf diese Oper aufmerksam. Jetzt hat der Bassist Material aus „Otello“ auf sein Jazztrio übertragen. Zusammen mit den für ihre Kreativität bekannten Rainer Böhm und Patrice Héral spielt Ilg Verdis Musik in einem kammermusikalischen Rahmen. Ein „Otello“ mit vielen Nuancen und voller Überraschungen.
Ein Beitrag von Michael Kuhlmann
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- Dieter Ilg
Redaktion: Simone Thielmann
Musikzusammenstellung: Michael Kuhlmann
















