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Kleist-Variationen

Collagen zum 200. Todestag des Dichters


Zum 200. Todestag Heinrich von Kleists treten in WDR 3 Mosaik fünf Kleist-Interpreten auf: ein Schauspieler, ein Regisseur, ein Landschaftsgestalter, eine Museumsmitarbeiterin und ein Literaturwissenschaftler. Sie erzählen von ihrer persönlichen Begegnung mit dem Werk von Heinrich von Kleist.

Auf Erden sei ihm nicht zu helfen gewesen, schreibt Heinrich von Kleist seiner Schwester Ulrike. Ein Abschiedsbrief. Am 20. November 1811 trifft er zusammen mit seiner Todesgefährtin Henriette Vogel am Wannsee bei Potsdam ein. Am Tag darauf erschießt er sie und sich mit zwei verschiedenen Pistolen. In der deutschen Literaturgeschichte ist Kleist ein Solitär, keiner Epoche zuzuordnen. Das sprachmächtige Werk – Theaterstücke und Prosa – ist zart und radikal zugleich. Es scheint, als habe sein zerrissenes Leben, das dem Dichter wenig Anerkennung brachte, einen unbeugsamen Stilwillen hervorgebracht.

Günter Blamberger; Rechte: WDR/privat
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Günter Blamberger

 

Biograf Günter Blamberger 

Das Experimentelle im Leben des Dichters hat Günter Blamberger in seiner Kleist-Biografie darzustellen versucht. Dabei entdeckt er Wesenszüge, die bisher verborgen geblieben sind. Aus permanentem Todesbewusstsein habe Kleist eine bemerkenswerte Lebensenergie geschöpft.

Anette Handke; Rechte: WDR/Kleist-Museum
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Anette Handke

 

Museumsmitarbeiterin Anette Handke

Seit Anette Handke im Kleist-Museum in Frankfurt an der Oder arbeitet, hat sie ein neues Verhältnis zum Dichter gefunden: Sie sieht seine Ironie, den Hang zum Grotesken und zum Absurden. Sie organisiert Führungen für interessierte Museumsbesucher und zeigt ihnen, mit welchen Waffen Kleist im November 1811 an den Wannsee gereist ist.   

Stephan Strauss; Rechte: Till Budde
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Stephan Strauss

 

Landschaftsgestalter Stephan Strauss

November 1811: Zwei Schüsse am Wannsee. Keiner kennt den Ort des Geschehens besser als Stephan Strauss vom Landesdenkmalamt Berlin. Aus der Perspektive des Landschaftsgestalters  ist er dabei, der lange vernachlässigten Grabstätte Kleists und seiner Gefährtin Henriette Vogel einen würdiges Aussehen zu geben.

Claus Peymann; Rechte: ddp
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Claus Peymann

 

Regisseur Claus Peymann

Als Claus Peymann das „Käthchen von Heilbronn“ Mitte der 70er Jahre in Stuttgart inszenierte, war das ganze Ensemble verliebt: Da standen die Sterne günstig für die „schönste Liebesgeschichte des deutschen Theaters“. Später in Bochum hat Peymann die Hermannschlacht“ inszeniert: Der aussichtslose Kampf der RAF stand ihm dabei vor Augen.

Ulrich Matthes; Rechte: dpa
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Ulrich Matthes

 

Schauspieler Ulrich Matthes

Eigentlich wollte er Lehrer werden. Während des Studiums stieß er auf Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“. Das will ich nicht nur lesen, sondern spielen, sagte sich Ulrich Matthes. Matthes hat ein Kleist-Programm im Repertoire, das vom Leben des Dichters anhand seiner Briefe erzählt.

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