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Kurd Laßwitz Preis

Das Hörspiel Sprachlabor Babylon von Till Müller-Klug (Regie Thomas Wolfertz) erhält den Kurd Laßwitz Preis für das beste deutschsprachige Science Fiction-Hörspiel.

Till Müller-Klug; Rechte: WDR/privat
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Till Müller-Klug

Wie sähe eine Welt aus, in der sich Sprachen nicht selbst entwickeln sondern entwickelt werden? Das „Sprachlabor Babylon“ ist der führende Entwickler auf dem Markt. Kunstsprachen wie „Hochleistungsdeutsch“ oder „Überzeugungszunge“ sind seine erfolgreichen Produkte, die sich der Kunde direkt vom Mobiltelefon in das Sprachzentrum des eigenen Gehirns übertragen lässt. Für jede Lebenssituation die passende Sprache. Wer sich die teuren Sprachprodukte nicht leisten kann, ist auf die öffentlich subventionierte Sparsprache angewiesen. Und deren Verteilung wird streng rationiert - denn „Wortschatz“ hat buchstäblich mit Reichtum zu tun. Aber auch die Sprachwirtschaft ist anfällig für Krisen und subversive Verbalattacken…

Till Müller-Klug lebt als Autor und Regisseur in Berlin. Hörspiele u .a. „Der innere Innenminister“ (mit Bernadette La Hengst, 2008) und „Die neue Lebensführung“ (WDR 2007). Zuletzt realisierte er auf der Bühne gemeinsam mit La Hengst „Deutschlandmärchen“ (Sophiensaele Berlin 2010/11). Mit Lavinia Wilson, Matthias Matschke, Maren Kroymann, Daniel Wiemer u. a.

WDR-Produktion ist "Hörspiel des Monats"

Das Hörspiel "Europa, eine Plagiate-Saga" von Till Müller-Klug (Regie: Thomas Wolfertz) ist im Februar von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum „Hörspiel des Monats“ ernannt worden.

Till Müller-Klug; Rechte: WDR/privat
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Till Müller-Klug

Euroskepsis, Schuldenkrise, Wirtschaftseinbrüche: Europa steht kurz vor der Eurokalypse. In Till Müller-Klugs Hörspiel will ein findiger EU-Politiker die Zukunft Europas und seine Karriere retten – mithilfe eines bewährten Prinzips: Kopieren, Imitieren, Plagiieren! "Europa, eine Plagiate-Saga" schließt die europäische Identitätskrise mit aktuellen Debatten um ACTA, geistigen Diebstahl und politische Seilschaften kurz – unter Verwendung so vieler ausgewiesener Plagiate wie möglich.

„Till Müller-Klug ist ein kurzweilig-kritisches Stück über Europa als Hölle selbstreferentieller Studien, lärmende Kampagnenmaschine und Karrierebeschleuniger gelungen“, heißt es in der Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. „Es befeuert außerdem das Nachdenken über die Grenzen zwischen Wissenschaft und Literatur. Was ist Kopie und was Plagiat, oder doch „Inspirat“, wie es an einer Stelle heißt?“

Auszeichnung für Paul Plamper

Hörbuchpreis für WDR 3 Produktion

Die WDR 3 Produktion "RUHE 1" von Paul Plamper erhält den Deutschen Hörbuchpreis 2012 in der Kategorie "Beste Fiktion". Unwiderstehlich mache Paul Plamper die Hörer zu Ohrenzeugen, heißt es in der Jurybegründung.

Paul Plamper; Rechte: dpa/Carstensen
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Paul Plamper

Die Geschichte des Hörspiels basiert auf einem Vorfall, den Plamper selbst Anfang der 90er Jahre erlebt hat. Er mischt sich in den Streit eines Pärchens ein, der Mann zerrt die Frau in einen Hauseingang und Plamper geht hinterher. Im Haus herrscht absolute Ruhe und er findet das Pärchen nicht. "RUHE 1" untersucht eine plötzlich entstandene Ruhe als Politikum.

In einem Café wechselt spannungsreich Gruppenpalaver von Teenagern, Sportfrauen oder Business-Konkurrenten mit Zwiegesprächen von Verliebten, Verkrachten, Kleinbürgern und Intellektuellen. Doch als draußen vorm Fenster Gewalt eskaliert, beginnt ein Schockmoment beunruhigender Ruhe: Keiner greift ein. Hellhörig für Schweigen, Redeweisen und Ausreden schaffe Plamper ein seismographisches Gesellschaftspanorama, urteilt die Jury weiter. 

 

 

 

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